Nördliche Seeungeheuer

See-, Fluß- und Meeresungeheuer

Moderator: Annie

Nördliche Seeungeheuer

Beitragvon Dromeus » 01.06.2003 19:34

Hi,

das ganze ist interessant. Allerdings ist es ominös das die Beobachterin sich alle Rechte auf das Seeungeheuer einverleiben will. Das wirkt nicht sehr seriös.
Ich persönlich glaube, daß alle Sichtungen von Nördlichen Seeungeheuern folgende Lebewesen umfassen:

- Störe
- Aale
- Unbekannte aquatische Säugetierform (vielleicht 1% aller Sichtungen)
- Unbekannter großer Süsswasserfisch s.o. (10 % der Sichtung)
Dromeus
 

Beitragvon Marozi » 02.06.2003 20:39

So viele Seemonster wie es gibt, so viele Theorien gibt es auch dazu. Allein 30 Prozent davon stammen aus Europa und aus Nordamerika sogar unglaubliche 41 Prozent. Einen Auflistung von George M. Eberhart listest allein 884 derartiger Seen auf, verteilt auf die ganze Welt von Afrika bis Venezuela. Es fällt mir schwierig hier allgemeingültige Aussagen zu treffen (zumal die Dracontologie nicht unbedingt mein Hauptinteressengebiet innerhalb der Kryptozoologie trifft), dennoch läßt sich deine Liste der möglichen Erklärungen beliebig fortführen:

Seehunde, Bootswellen, Gasblasen, Baumstämme, schwimmende Rehe, Matten verrotteter Vegetation, Seeotter etc.

Neben diesen eher "gewöhnlichen" Erklärungen gibt es auch noch die "ungewöhnlichen" wie:

Heuvelmans Langhals, Vielhöcker oder Meerpferd. Überlebende Basilosauriden, Plesiosaurier, Mosasaurier, Hadrosaurier, Phobosuchus (ausgestorbenes Krokodil) langhalsige Seehunde, große Aale etc.

Du siehst, es fällt schwer eine pauschale Antwort zu geben. Was nun den Rechtsstreit um Memphre und Frau Malloy angeht - bedauerlich. Sie untergräbt damit in der Tat ihre eigene Glaubwürdigkeit (abgesehen davon, dass ihr Anwalt wohl nicht sehr "geschäftstüchtig" sein kann). Memphre selbst leidet auch unter dieser Auseinandersetzung, dabei sind die Sichtungen des Monsters weitaus älter als Frau Malloy und basieren somit nicht auf ihren Sichtungen (hier kommt mir ein ähnliches Debakel, dass die Medien mit Bigfoot und Ray Wallace veranstalteten in den Sinn).
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Beitragvon Dromeus » 02.06.2003 20:56

Nun ja das Thema könnte man beliebig weiterführen.

Bei den Seeungeheuerkandidaten wie Hadrosaurier und Phobosuchus rollen sich mir die Zehennägel auf. Das ist mir zu weit hergeholt. Fische und Säugetiere (wenn überhaupt) sind für mich die größten Kandidaten.

Es gibt da dieses Photo von "Caddy" wenn das wirklich echt ist, dann könnte es durchaus ein Wal oder ein anderes marines Säugetier sein. Auf jeden Fall ist der Cadborosaurus für mich kein Reptil (wenn es ihn gibt)

Ich wusste gar nicht das man die Kryptozoologie aufteilt, ich hab immer alles in einen Topf geworfen.
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Beitragvon Marozi » 02.06.2003 21:12

Tja, bei den Hadrosauriern gebe ich dir recht. Die Theorie stammt von Loren Coleman (der als Bigfoot-Forscher bekannter ist) wegen des Kamms am Kopf. :roll: Aber was spricht denn gegen einen evolutionär weiterentwickelten Phobosuchus?

Welches Foto meinst du?

Tja, ich sollte wohl noch wenn ich dazukomme die Aufteilung der Kryptozoologie näher beschreiben (nicht nur im Forum). Der Begriff Hominologie stammt ursprünglich vom russischen Forscher Dimiti Bayanov (der sich vorwiegend mit den Almas beschäftigt). Dracontologie wurde vom französisch-kanadischen Jaques Boisvert (der "Gegenspieler" von Frau Malloy im Copyright-Fall Memphre) geprägt.
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Beitragvon Dromeus » 03.06.2003 18:51

Ein Phobosuchus? Hmm... ein Krokodil in den nördlichen Breiten das wäre sehr unrealistisch vor allem Ding müsste der Knabe auch mal an Land um zu nisten, oder sich zu sonnen.

Leider habe ich keinen Scanner sonst würd ich dir das Bild einfügen, ich konnte es leider auch nicht im Netz finden. Auf dem Farbbild ist ein Körper zu sehen der scheinbar auf seiner rechten Seite liegt bzw. diese im Wasser ist. Am Ende des Körpers reckt sich etwas schräg links nach oben. Manche interpretieren das als Hals und Kopf, für mich siehts eher wie ne Flosse aus wie man es manchmal bei Walen sieht.
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Beitragvon Marozi » 05.06.2003 18:51

Nun ja ,was Loch Ness und Phobosuchus angeht hast du wahrscheinlich recht. Aber was ist denn mit den zahlreichen Seen in Süd- bzw. Mittelamerika? Alligatoren können ja eine Zeitlang selbst in gefrorenen Seen überleben. Und bei entsprechender Ufervegetation wäre wohl auch ein Nest und ein Sonnenbad denkbar... Aber zugegeben, hier bewege ich mich in einem sehr vagen "wenn-verschiedene-Bedinungen-zutreffen-würden"-Bereich.
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Beitragvon Dromeus » 05.06.2003 18:57

Nun es muss ja nicht immer ein Ausgestorbener sein. Vielleicht ist es ja nur ein großes Exemplar einer bekannten Art. Ich glaub in Berichten aus der Antike wurden z.B. Nilkrokodile als größer beschrieben als wir sie heute kennte. Das mag an den neueren Umweltbedingungen liegen oder an "Überjagung" so das ein heutiges Exemplar nicht mehr so groß wird wie früher.
Das gibts übrigens auch bei einigen Fischarten.
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