Europäisch/Eurasische Großwildreservate

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Re: Europäisch/Eurasische Großwildreservate

Beitragvon Kouprey » 25.03.2013 09:10

@Allosaurus: Du sprichst da ein Thema an, über das sich Artenschützer seit längerem streiten. Als ein Beispiel wäre die Situation des Wanderfalkens im Osten der USA zu nennen. Anstelle der dort ausgerottetenen Population von Falco peregrinus anatum wurden im ursprünglichen Verbreitungsgebiet Unterartenhybride ausgesetzt. Manche Puristen sehen darin einen unwiderbringlichen Verlust von Falco peregrinus anatum; Befürworter weisen auf die stabile und kontinuierliche Populationszunahme und passende Ausfüllung der ökologischen Nische durch die Hybride hin. Ein ähnliches Bsp. ist der Florida-Panther.

Wie ich schon an anderer Stelle schrieb: wenn die "reinblütige" Population nicht lebensfähig ist und es v.a. um die Ausfüllung einer ökologischen Nische geht, kann eine vitale Hybridpopulation (oder eine Einkreuzung dieser in die noch bestehende lokale Population) von Nutzen sein. Allerdings sollte man bedenken, dass mit steigender Tierzahl der Monitoringaufwand sehr groß wird und damit schlussendlich der Überblick verloren gehen kann, was schlußendlich zum Verlust der ursprünglichen Population führt.
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Re: Europäisch/Eurasische Großwildreservate

Beitragvon Allosaurus » 26.04.2013 20:49

Ich habe nun nachträglich noch eines der wichtigsten europäischen Wildnisgebiete hinein-editiert, das ich wohl vergessen habe, weil es ja auch so gut wie gar nicht kommuniziert wird: die Sperrzone um Tschernobyl.

Dort kommen sämtliche nicht ausgerotteten einheimischen größeren Säugetiere vor, einige dank Ansiedelung (Wisent, Przewalski-Pferd), andere durch Wiedereinwanderung. Das Spektrum reicht von Elch und Wisent bis hin zum gewöhnlichen Reh, und auch die drei Großraubtiere Luchs, Wolf und Braunbär kommen im Gebiet vor - auch Seeadler gedeihen in diesem Wildnisgebiet. Es ist weitestgehend frei von menschlicher Beeinflussung, umfasst diverse Habitatstypen und das auf einer Fläche von Luxemburg. Und die Verstrahlung schützt das Gebiet für die nächsten Jahrtausende vor Nutzung, Zerschneidung und Verbauung (leider nicht vor Wilderei), während der Effekt auf die Gesundheit der dortigen Fauna und Flora anscheinend wesentlich geringer ist, als einst prognostiziert. Auch als praktischer Test der Megaherbivorentheorie ist das Gebiet ob seines fast vollständigen Pflanzenfresserbestands sicherlich von Bedeutung, da ist die große Weide Oostvaardersplassen mit seinen 2 Spezies nichts dagegen.

Es handelt sich hierbei vielleicht um eines der wertvollsten Wildnisgebiete Europas überhaupt, denn so eine vollständige Megafauna gab es auf diesem Kontinent seit dem Niedergang der "Großen Wildnis" in Ostpreußen gegen Ende des 17. Jhdts nicht mehr. Wenn dann noch in der Zukunft gut gelungene Auerochsen-Ersatzzuchten dort freigelassen würden, kann man sich nicht viel mehr wünschen. Dass diese Wildnisperle so wenig Aufmerksamkheit genießt, finde ich sehr schade (kann allerdings auch von Vorteil für die Wildnis sein).
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Re: Europäisch/Eurasische Großwildreservate

Beitragvon freigeist » 12.08.2013 11:15

hallo,
Eine sinvolle ergänzung wäre ein reservat das boreale und gemäßigte ökosysteme vereint.
als gebiete würden infrage kommen: kaledonischer nadelwald, harz, gotland, die gegend um den Limes norrlandicus.
das würde eine biodiversität dermöglichen die die der obig genannten reseravate bei weitem in den schatten stellt.
die arten wären u.a.(liste erhebt keinen anspruch auf vollständigkeit):
Vögel:uhu,raufußkautz, habichtskautz, bartkautz, schneeeule, Singschwan, raufußbussard, gerfalke, steinadler, seeadler, fischadler
Säuger: Wildschwein, wolf, Braunbär, Rothirsch, Waldren, reh, Elch, wisent, steinbock, gams, luchs, iberischer luchs, vielfraß, evtl. eingewanderte goldschakale, wildpferd, Gaur/banteng/kouprey/yak(2. wahl wären rückzüchtungen von allosaurus auerochsen projekt), dachs, , burunduck, eichhörnchen. an den meeresufern würde ich walrösser, kegelrobben, ringelrobben, seehunde und killerwale(nicht Pc weiß ich) ansiedeln. die einzigen wackekandidaten wären murmeltiere, da mir hier keine fossilfunde aus nordeuropa bekannt sind, um mich klar für eine art aussprechen zu können. der vergleich mit dem nordamerikanischem kontinent zeigt aber das murmeltiere durchaus ihren platz in einem solchem reservat haben könnten. der andere wackelkandidat ist der mufflon, da hier unbekannt ist ob es sich um ein wildschaf handelt und woher es eig. stammt außerdem sind mir aus nordeuropa kein fossilfunde von wildschafen bekannt der vergleich mit NA zeigt aber wieder das ein wildschaf durchaus seine berechtigung in einen nordeuropäischem reservat haben könnte.
Rolle des Menschen: außerdem kann man eine art paleolithische/neolithische siedlung erstellen in dem experimentelle archeologie derurchgeführt wird, die jagd mit speeren, fallen und bögen ist hierbei erlaubt.
Finanzierung: bezahlte führungen oder man könnte touristen in das ökoystem mit einbinden indem man sie gegen ein gewinnbringendes endgleld in die experimentellen siedlungsgemeinschaften eingleidert(unter beaufsichtigung der fest angestellten experimenal. archeologen und rangern) und ihnen die möglichkeit bietet ein einzigartiges naturerlebnis zu genießen. es ist durchaus vorstellbar mehrere siedlungen zu etablieren und diese miteinander handel treiben zu lassen. außerdem könnte man für liebhaber die jagd mit speeren und bögen und mitelalterlichen jagdpraktiken zulassen und natürlich hat das dann auch seinen preis. ich könnte mir vorstellen dass man hiermit besonders mit asiaten und russen recht stattliche gewinne einfahren kann.
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Re: Europäisch/Eurasische Großwildreservate

Beitragvon Kouprey » 12.08.2013 11:47

"Gaur/banteng/kouprey" Aha, tropische (und im Falle des Koupreys wahrscheinlich bereits ausgerottete) Wildrinder = 1. Wahl... Siehe Seekuh-Massenzucht
:rolleyes:
"Walrösser/Killerwale"-Ja nee, is' klar...
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Re: Europäisch/Eurasische Großwildreservate

Beitragvon freigeist » 12.08.2013 12:07

ich würde die hochlagen nepals und nordindiens nicht als tropen bezeichnen :wink: . und bzgl. der seekuhzucht wurden deine "gegenargumente" bereits hinreichend wiederlegt. daher ein eher ungeeigneter vergleich :wink:
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Re: Europäisch/Eurasische Großwildreservate

Beitragvon Allosaurus » 12.08.2013 12:18

Gaur/banteng/kouprey/yak(2. wahl wären rückzüchtungen von allosaurus auerochsen projekt),

Sorry, aber aus gutem Grund würde höchstens eine verschwindend kleine Minderheit diese Wildrinder gegenüber robusten Hausrindern in Europa vorziehen. Robustrinder besetzen dieselbe ökologische Nische wie der Ur, zeigen vermutlich dasselbe Sozialverhalten und gehören zur selben Spezies, sie sind letztendlich nur eine optisch veränderte Unterart des Auerochsen. Robustrinder haben sich nicht nur in vielen Beweidungs- und Renaturierungsprojekten bewährt, sondern sind auch erfolgreich ausgewildert bzw. verwildert in einigen Regionen Europas. Sie sind unter jeden Umständen gegenüber "fremden" Wildrindern vorzuziehen, da sich diese bzgl. ihrer ökologischen Nische und auch ihrem Sozialverhalten recht deutlich vom Ur unterscheiden, und wahrscheinlich (Banteng und Gaur) auch nicht einmal annähernd so tolerant bzgl. sehr kalten und niederschlagsreichen Wintern sind wie robuste Hausrinder. Der Yak wiederum besetzt ebenfalls eine andere ökologische Nische als der Ur, denn dieser besetzt tendenziell deutlich kältere und trockenere Habitate, als es der Ur jemals tat.

Im übrigen haben "Ur-Ersätze" in der borealen Nadelwaldzone eigentlich nichts verloren, da der Auerochse dort nicht vorkam. Das war nicht sein Habitat. Die Taiga begrenzte sein Verbreitungsgebiet nach Norden hin, das ist aus Knochenfunden ersichtlich. Da würde ich viel, viel eher auf Wisente setzen.

LG
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Re: Europäisch/Eurasische Großwildreservate

Beitragvon freigeist » 12.08.2013 12:32

wie gesagt die hochlagen nepals und indiens erfordern durchaus eine gewisse winterhärte.
außerdem halte ich es für realistisch das sich nach x generationen anpassung auch gaurs in nordeuropa etablieren konnen.das haben inzwischen etliche beispiele von zoo tieren gezeigt. letzten endes machen wir nichts anderes mit den rückzüchtungen wir setzen sie ganzjährich der natur aus und lassen der evolution den freien lauf, mit vielversprechenden ergebinissen(siehe ostvorplaaasesen)
Es gibt ur skelettfunde aus skandinavien . ich rede heir nicht von der taiga oder gar tundra ich rede von der übergangszone zwischen gemäßigtem und borealem wald die findet sich auch in nord deutschland ab 750m(harz) oder eben in z.b. mittelschweden, kaledonien das schließt also urochsen keineswegs aus.
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Re: Europäisch/Eurasische Großwildreservate

Beitragvon Kouprey » 12.08.2013 12:38

Gerade die diese Wildrinder pflegende Zoos hierzulande halten Gaure & Bantengs NICHT im Winter extensiv, sondern bieten ihnen die Möglichkeit temperierter Rückzugsräume. Und warum? Weil sich aus Haltungserfahrung herausgestellt hat, dass deren "Winterhärte" doch nicht ausreicht. "nach x generationen anpassung auch gaurs in nordeuropa etablieren konnen" Viel Spaß dabei, den Tierschützern und der Bevölkerung zu verklickern, dass du haufenweise bedrohte Wildrinder zwecks "Selektion" sterben lässt...
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Re: Europäisch/Eurasische Großwildreservate

Beitragvon Allosaurus » 12.08.2013 13:04

außerdem halte ich es für realistisch das sich nach x generationen anpassung auch gaurs in nordeuropa etablieren konnen.das haben inzwischen etliche beispiele von zoo tieren gezeigt. letzten endes machen wir nichts anderes mit den rückzüchtungen wir setzen sie ganzjährich der natur aus und lassen der evolution den freien lauf, mit vielversprechenden ergebinissen(siehe ostvorplaaasesen)


Natürlich würden sich Gaure nach einem evolutiv relevanten Zeitraum (wahrscheinlich würde das Jahrhunderte in Anspruch nehmen) an das gemäßigte Klima anpassen. Das mit den Rückzüchtungen ist jedoch etwas anderes, da Landrassen bereits angepasst sind. Die Wintermortalität in Oostvaardersplassen ergibt sich zum Teil aus dem Einfluss hochgezüchteterer Rassen, die beim Heckrind leider drin sind, und der Tatsache, dass dort eine sehr hohe Bestandsdichte ohne Regulation vorkommt.
Außerdem ist es sinnlos, "Evolution zu spielen" und Gaure hier langwierig anpassen lassen zu wollen, wenn es hier noch eine Unterart des Auerochsen gibt, die dessen ökologische Nische perfekt abdeckt, sich so verhält und nach entsprechender Zucht auch so aussieht, nämlich Robustrinder.

Es gibt ur skelettfunde aus skandinavien .


(Wir sollten nicht vergessen, dass hier nur holozäne Funde relevant sind) Ja, nämlich aus Südschweden, das noch in der warmgemäßigten Zone liegt.
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Re: Europäisch/Eurasische Großwildreservate

Beitragvon freigeist » 12.08.2013 13:09

ich gehe mal stark davon aus das es sich hier nicht um populationen aus den hochlagen nepals oder buthans gehandelt hat . außerdem hat die praxis gezeigt dass in norddeutschland und sweden sogar die weidhaltung von wasserbüffeln, tropische (Wild)rinder, möglich ist. wobei ich nicht weiß ob ganzjährig bzw mit zufütterung extensiv.
bzgl bedrohte wildrinder sterben lassen, mit entsprechendem monitoring muss man das soweit gar nicht kommen lassen. außerdem sind sie bei uns, durch wilderei, sicher nicht so bedroht wie in ihrer heimat. das klingt bei dir so als würde man den gaur bestand durch solche maßnahmen arg gefährden.
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Re: Europäisch/Eurasische Großwildreservate

Beitragvon Allosaurus » 12.08.2013 13:28

norddeutschland und sweden sogar die weidhaltung von wasserbüffeln, tropische (Wild)rinder, möglich ist.


Diese Wasserbüffel sind keineswegs tropische Wildrinder, sondern domestizierte, an das Klima angepasste Landrassen. Der Mensch hat sie in folge der Domestikation aus Asien die gemäßigte Klimazone gebracht, wo sie sich innerhalb der letzten 4000 Jahre an das Klima angepasst haben, was auch am langen, dichten Winterfell erkennbar ist (siehe Karpatenbüffel/Balkanbüffel). Vermutlich wäre kein Wilder Wasserbüffel zum selben Maß an Kältetoleranz in der Lage.

Bild

bzgl bedrohte wildrinder sterben lassen, mit entsprechendem monitoring muss man das soweit gar nicht kommen lassen.


Mag sein, aber dennoch ist die Einführung von Gauren oder Bantengs in Europa in Anbetracht der Alternativen völlig sinnlos und eben "Evolutionsspielerei".
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Re: Europäisch/Eurasische Großwildreservate

Beitragvon freigeist » 12.08.2013 13:32

Allosaurus hat geschrieben:Natürlich würden sich Gaure nach einem evolutiv relevanten Zeitraum (wahrscheinlich würde das Jahrhunderte in Anspruch nehmen) an das gemäßigte Klima anpassen.

derartige Zeitangaben finde ich hochspekulativ. ich glaube das dieser zeitraum für populationen aus dem himalaya nicht zutrifft, da diese tiere nicht in den tropen leben. das klima in den diese populationen leben ist etwa genauso harsch wie bei uns und warsch. mit noch mehr extremen.



(Wir sollten nicht vergessen, dass hier nur holozäne Funde relevant sind) Ja, nämlich aus Südschweden, das noch in der warmgemäßigten Zone liegt.[/quote]
daher ist es für mich völlig naheliegend das sie, unabhängig davon wie du südschweden eingrenzt, bis zur Biologischen Nordlandgrenze vorkamen, alles andere ist doch unschlüssig. man kann doch die historische verbreitung doch nicht nur genau auf den fundort reduzieren. selbst wikipedia gibt die verbreitung bis zum limes norrlandicus an.
Im wiki artikel über den caledonian forest steht das auerochsen teil dessen einstiger fauna waren, das bestätigt meinen standpunkt zusätzlich.
Allosaurus hat geschrieben:Außerdem ist es sinnlos, "Evolution zu spielen" und Gaure hier langwierig anpassen lassen zu wollen, wenn es hier noch eine Unterart des Auerochsen gibt, die dessen ökologische Nische perfekt abdeckt, sich so verhält und nach entsprechender Zucht auch so aussieht, nämlich Robustrinder.
.

da stimme ich dir zu
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Re: Europäisch/Eurasische Großwildreservate

Beitragvon Kouprey » 12.08.2013 13:35

freigeist hat geschrieben:und bzgl. der seekuhzucht wurden deine "gegenargumente" bereits hinreichend wiederlegt.


Wo & Wann bitte?

Ansonsten-siehe Allosaurus Antwort. Warum nicht gleich Anoas, Kaffern/Rotbüffel und Tamaraus, wenn wir schon dabei sind? Übrigens: der ach so "winterharte" Vorderindische Gaur (Bos gaurus gaurus) wird bereits seit längerem in Zoos gepflegt (u.a. Berlin, Dortmund und Münster), ohne dass er sich durch besondere WInterhärte auszeichnet. V.a. nicht im Vergleich zu den erwähnten Robusthausrindern oder Bisons & Wisent...
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Re: Europäisch/Eurasische Großwildreservate

Beitragvon Allosaurus » 12.08.2013 13:46

daher ist es für mich völlig naheliegend das sie, unabhängig davon wie du südschweden eingrenzt, bis zur Biologischen Nordlandgrenze vorkamen, alles andere ist doch unschlüssig. man kann doch die historische verbreitung doch nicht nur genau auf den fundort reduzieren. selbst wikipedia gibt die verbreitung bis zum limes norrlandicus an.


Ja, bis zum limes norrlandicus, aber nicht darüber. Diese Population wurde infolge der Vegetationszonenverschiebung nach dem Ende des letzten Glazials von der Festlandpopulation abgeschnitten.

Im wiki artikel über den caledonian forest steht das auerochsen teil dessen einstiger fauna waren, das bestätigt meinen standpunkt zusätzlich.


Natürlich kamen Auerochsen auch auf Großbritannien vor, aber diese Insel ist ebenfalls noch Teil der warmgemäßigten Vegetationszone.
Wenn du dir eine Karte mit den Vegetationszonen der Erde ansiehst (http://commons.wikimedia.org/wiki/File: ... szonen.png) und mit dem rekonstruierten Verbreitungsgebiet des Auerochsen vergleichst (http://upload.wikimedia.org/wikipedia/c ... us_map.jpg), geht daraus ziemlich deutlich hervor, welches Biom der Auerochse bevorzugte, und welche sein Verbreitungsgebiet begrenzten.
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Re: Europäisch/Eurasische Großwildreservate

Beitragvon freigeist » 12.08.2013 14:15

Allosaurus hat geschrieben:Ja, bis zum limes norrlandicus, aber nicht darüber.


hab ich nie behauptet mein voraben awr die ansiedlung in eben genau dieser zone, der liemes norrlandicus ist keine strikte grenze vielmehr eine übergangszone(fade in fade out).
bzgl balkanbüffel 4000 jahre, wirklich? ich habe das Wild in wildrind bewusst in klammern gesetzt.



@kouprey Bis auf eine Art sind alle rezenten Sirenia-Arten Anhang I. Viel Erfolg bei dem Handel und der Massentierhaltung/schlachtung derart bedrohter Arten. Von der nicht eben kurzen Generationsfolge (bis zu 14 Monate Tragzeit und bis zu 18 Monate Säugezeit) und anderen einer Massenproduktion eher abträglichen Kriterien gar nicht erst zu reden. Seekuhmilchprodukte wären nur was für einen sehr, sehr, sehr kleinen Kundenkreis (vornehmlich andere Seekühe). Du siehst: eine Schnapsidee.

weil ich gerade zeit habe eine zusammenfassung:
-massentierhaltung im sinne von factory farming kann nicht das ziel einer soliden gesunden ernährungssicherungsstrategie sein
-und kühe haben 8 monate tragzeit, auch nicht gerade wenig, da sucht man eben entsprechnde seekuh arten mit kurzer tragzeit raus und staffelt die prduktion sodas jewils in kohorten geschlachtet wird. gerade dir als tierarzt sollte bekannt sein das die kälber in den meisten fällen nicht die volle zeit bei der kuh bleiben, da wir ja nicht das rad neu erfinden müssen machen wir die seekuhhaltung nach dem gleichem schema, nur eben nicht mit mais, silage und soja fütterung sodern extensiver weidehaltung. u.a. auch wegen tierarztkosten, der omega 3 fettsäuren, fleischqualität, hygene etc..
- ich habe nie beabsichtigt seekuhmilch zu vermarkten oder zu produzieren.
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Re: Europäisch/Eurasische Großwildreservate

Beitragvon Allosaurus » 12.08.2013 14:25

ich habe das Wild in wildrind bewusst in klammern gesetzt.


Ich will ja nicht kleinlich sein, aber das "tropisch" war nicht in Klammern oder Gänsefüßchen, und europäische Büffelrassen sind eben nicht tropisch (wenn sie auch, wie nahezu alle Haustiere, von nicht-europäischen Stammformen abstammen).
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Re: Europäisch/Eurasische Großwildreservate

Beitragvon freigeist » 12.08.2013 14:30

woher hast du das mit den 4000jahren beim balkanbüffel?
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Re: Europäisch/Eurasische Großwildreservate

Beitragvon Allosaurus » 12.08.2013 14:39

Da habe ich mich verschrieben, ich meinte 6000 Jahre, denn anscheinend wurde der Wasserbüffel vor 6000 Jahren domestiziert (das kommt daher, dass einige Leute immer noch gerne und umständlicherweise die Zahlen in "vor Christus" angeben), aber ich habe mich nicht auf Wasserbüffel am Balkan speziell bezogen. Wann Hausbüffel in Europa genau ankamen, weiß ich nicht, da müsste ich recherchieren.
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Re: Europäisch/Eurasische Großwildreservate

Beitragvon Kouprey » 12.08.2013 15:39

freigeist hat geschrieben:
@kouprey Bis auf eine Art sind alle rezenten Sirenia-Arten Anhang I. Viel Erfolg bei dem Handel und der Massentierhaltung/schlachtung derart bedrohter Arten. Von der nicht eben kurzen Generationsfolge (bis zu 14 Monate Tragzeit und bis zu 18 Monate Säugezeit) und anderen einer Massenproduktion eher abträglichen Kriterien gar nicht erst zu reden. Seekuhmilchprodukte wären nur was für einen sehr, sehr, sehr kleinen Kundenkreis (vornehmlich andere Seekühe). Du siehst: eine Schnapsidee.

Wenn du mich schon zitierst, dann solltest du dies zumindest kenntlich machen...

freigeist hat geschrieben: -massentierhaltung im sinne von factory farming kann nicht das ziel einer soliden gesunden ernährungssicherungsstrategie sein
Bei > 7 Milliarden Menschen ein hehres, aber nicht unbedingt realistisches Ziel. Da setze ich eher als Alternative auf das Kunstfleisch aus dem 3D Drucker...

freigeist hat geschrieben: -und kühe haben 8 monate tragzeit, auch nicht gerade wenig,
Aber dennoch deutlich weniger (1/2 Jahr!) als Seekühe. Und letztere überhaupt zur Zucht zu bewegen-daran scheitert es des öfteren. KB bei der Seekuh = 0 Resultate (sofern überhaupt versucht)
freigeist hat geschrieben:da sucht man eben entsprechnde seekuh arten mit kurzer tragzeit raus (...)

Dann suche mal schön. Viel Auswahl hast du nicht. Allein schon deswegen fällt Deine übrige launige Planung ins Wasser-wie auch die ziellosen Fütterungsvorschläge.
Bzgl. Seekuhjungtier-Aufzucht: frage mal beim Nürnberger Tierpark sowie diversen Manati-Auffangstationen nach, wie aufwändig die mutterlose Aufzucht dieser Tiere ist. Nicht nur hier liegen Welten zwischen Hausrind und Seekuh.
freigeist hat geschrieben:- ich habe nie beabsichtigt seekuhmilch zu vermarkten oder zu produzieren.

In Hinblick auf die sehr ungünstige Aufwand/Kosten-Ratio solltest du das in deiner "Planung" vielleicht doch berücksichtigen. Übermäßigen Absatz wirst du damit nicht finden-s. o.g. Erfahrungen mit der Flaschenaufzucht & Ersatzmilch.
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Re: Europäisch/Eurasische Großwildreservate

Beitragvon freigeist » 12.08.2013 16:17

freigeist hat geschrieben:
Bei > 7 Milliarden Menschen ein hehres, aber nicht unbedingt realistisches Ziel. Da setze ich eher als Alternative auf das Kunstfleisch aus dem 3D Drucker...

es nicht mein anspruch 7mrd menschen zu ernähren. diese ganze diskussion kam zustande um dem co2 vegetarissmus wahn den spiegel vorzuhalten.

freigeist hat geschrieben: Aber dennoch deutlich weniger (1/2 Jahr!) als Seekühe. Und letztere überhaupt zur Zucht zu bewegen-daran scheitert es des öfteren. KB bei der Seekuh = 0 Resultate (sofern überhaupt versucht)

was meinst du damit, künstliche befruchtung bei der Seekuh gleich 0 resultate? versteh den satz nicht. befruchtungen wären schon wichtig bezüglich der machbarkeit. kann ja auch auf natürlichem wege geschehen
freigeist hat geschrieben:Dann suche mal schön. Viel Auswahl hast du nicht. Allein schon deswegen fällt Deine übrige launige Planung ins Wasser-wie auch die ziellosen Fütterungsvorschläge.
was ist bitte an einer artgerechten ernährung ziellos?
kouprey hat geschrieben:Bzgl. Seekuhjungtier-Aufzucht: frage mal beim Nürnberger Tierpark sowie diversen Manati-Auffangstationen nach, wie aufwändig die mutterlose Aufzucht dieser Tiere ist. Nicht nur hier liegen Welten zwischen Hausrind und Seekuh.

ich hab mich in die irre führen lassen sorry, da ja keine milch produziert werden soll kann man die kälber auch durch die mütter aufziehen lassen.
freigeist hat geschrieben:- ich habe nie beabsichtigt seekuhmilch zu vermarkten oder zu produzieren.
In Hinblick auf die sehr ungünstige Aufwand/Kosten-Ratio solltest du das in deiner "Planung" vielleicht doch berücksichtigen. Übermäßigen Absatz wirst du damit nicht finden-s. o.g. Erfahrungen mit der Flaschenaufzucht & Ersatzmilch.

versteh ich irgendwie nicht

eigentlich spricht nicht gegen traditionelle extensive weidewirtschaft solange man traditionelle fleischrassen nutzt und keine überzüchteten monster.da außerdem weideflächen für ackerbau üngeeignet sind, ist die fläche somit am "sinnvollsten" genutzt. und mann braucht kein kraftfutter anzubauen/kaufen(keine labmagenverlagerungen etc.) wenn man organic/grassfed produziert. das traditionelle methoden auch durch eine art evolutionsprozess selektiert wurden geht durch diese ganze co2 ökoterrorissmus propaganda völlig unter.
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Re: Europäisch/Eurasische Großwildreservate

Beitragvon Kouprey » 12.08.2013 16:30

Wie war das nochmal mit dem Zitieren?

freigeist hat geschrieben: es nicht mein anspruch 7mrd menschen zu ernähren.

Nicht? Schade. Wäre sinnvoller als dein angebliches eigentliches Anliegen.

freigeist hat geschrieben:
was meinst du damit, künstliche befruchtung bei der Seekuh gleich 0 resultate? versteh den satz nicht. befruchtungen wären schon wichtig bezüglich der machbarkeit. kann ja auch auf natürlichem wege geschehen

Wie's dasteht-KB hat bislang keiner probiert und dürfte nicht leicht sein. Und ohne KB kommst du nicht zu den von dir angestrebten Stückzahlen.
freigeist hat geschrieben: was ist bitte an einer artgerechten ernährung ziellos?
An sich nichts-nur bekommst du die erforderliche Menge an Seegras & co. nicht zusammen. Da musst du schon auf kommerzielle Grünpflanzen zurückgreifen-und schwupps, wieder Mehrkosten, Mehraufwand "Massenpflanzenhaltung" usw., usw.

freigeist hat geschrieben:- versteh ich irgendwie nicht
Tja, das geht mir bei manch einem deiner Beiträge ähnlich :wink: . Meist ist dies eher der Wortwahl und dem Zusammenhang geschuldet-wie etwa dem letzten Teil deines vorherigen Beitrags.
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Re: Europäisch/Eurasische Großwildreservate

Beitragvon freigeist » 12.08.2013 16:48

freigeist hat geschrieben:
Wie's dasteht-KB hat bislang keiner probiert und dürfte nicht leicht sein. Und ohne KB kommst du nicht zu den von dir angestrebten Stückzahlen.

was ist mit den cattle ranchern des 19 jhds die sind auch ohne kb ausgekommen, nochmal ich weiß ja nicht was für dimensionen du da im kopf hast? schonmal auf nem demeter bauernhof gewesen? das sind die dimensionen in denen ich denke.
freigeist hat geschrieben: An sich nichts-nur bekommst du die erforderliche Menge an Seegras & co. nicht zusammen. Da musst du schon auf kommerzielle Grünpflanzen zurückgreifen-und schwupps, wieder Mehrkosten, Mehraufwand "Massenpflanzenhaltung" usw., usw.

stichwort nachhaltige weidewirtschaft. letzten endes sind seeküh nichts anderes als unterwasserkühe das heist das man sie auch in vom verlanden und zuwuchern bedrohte seeen einbringen kann, wie es in einigen kiesseen in der brd bereits praktiziert wird. oder das sie flussabschnittte freihalten. wie weidetiere eben.

fkouprey hat geschrieben:Tja, das geht mir bei manch einem deiner Beiträge ähnlich :wink: . Meist ist dies eher der Wortwahl und dem Zusammenhang geschuldet-wie etwa dem letzten Teil deines vorherigen Beitrags.

das war ein resümee. außerdem wollte ich eine nah liegende alternative aufzeigen.
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Re: Europäisch/Eurasische Großwildreservate

Beitragvon Kouprey » 12.08.2013 18:24

Gegenfrage: schon mal auf einem modernen Rinderbetrieb gewesen?

Zitat: "letzten endes sind seeküh nichts anderes als unterwasserkühe" Blödsinn. Seekuhfreilandhaltung in der Brd.? Blödsinn hoch 2.

Bzgl. Resümee: sorry, das war nur unzusammenhängendes Gefasel deinerseits.
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Re: Europäisch/Eurasische Großwildreservate

Beitragvon freigeist » 12.08.2013 18:59

ok ich merke wenn mans drauf an kommen lässt ist die luft schnell raus , ich hoffe sprüche a la absurdität bzgl. der seekühe zur fleischgewinnung haben jetzt ein ende.
a propos blödsin ich habe mich auf einen zeitungsartikel bezogen den ich vor jahren gelesen habe. als ich ihn eben wieder rauskramte habe ich gesehen das es ein aprilscherz war. http://www.myheimat.de/peine/seekuehe-i ... 85624.html
die idee ist trotzdem kein blödsinn. das prinzip ist das selbe ob küh seekuh oder schaf oder gans
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Re: Europäisch/Eurasische Großwildreservate

Beitragvon Kouprey » 12.08.2013 19:38

Bzgl. "Luft schnell raus". Netter Provokationsversuch; bringt nur leider nix. :P Denn du disqualifizierst dich damit nur selbst. Auch mit dem "Aprilscherz"... In deinem Sinne hoffe ich, dass du das mit Absicht machst. :lach:
Zuletzt geändert von Kouprey am 12.08.2013 19:52, insgesamt 1-mal geändert.
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