Presseschau diese Woche

Fragen und Neuigkeiten, die nicht in ein anderes Forum passen

Presseschau diese Woche

Beitragvon Tobias » 05.03.2015 19:11

Hallo,

die bekannten Pressefunde gibt es diese Woche einmal anders. Da ich derzeit nicht den vollen Zugriff auf mein Computersystem habe, schreibe ich sie alle in eine Meldung, ohne sie länger zu kommentieren:

Baby-Wollnashorn entdeckt
In Sibirien haben russische Jäger einen tiefgefrorenen Kadaver eines Wollnashorn-Babies gefunden. Auf den Bildern macht das gut erhaltene Junge dein Eindruck eines Plüschtieres. SPON

Australien: Regierung tötet Koalas, um Hungersnot zu verhindern
Fehler beim Koala-Management und Zersiedelung führen derzeit dazu, dass hunderte Koalas hungern müssen. Damit nicht alle verhungern, ließ die Regierung fast 700 Koalas einschläfern: SPON

Bienensterben: 30% aller Völker überleben den Winter nicht
Die Honigbiene hat es schwer in Deutschland. Trotz des milden Winters sind 30% der Völker gestorben, meldet der Deutsche Imkerbund. Viele Völker sind bereits geschwächt in den Winter gegangen, die Varroa-Milbe hat ihren Teil dazu beigetragen. Auch der Einsatz von bestimmten Insektiziden, die eigentlich als bienenfreundlich gelten, wird immer wieder als Grund diskutiert: SPON

Wölfe in Deutschland: immer häufiger in der Nähe von Wohngebieten
Hierzu gibt es zwei Meldungen:
Wölfe kommen dichter an die Menschen: SPON
Wolf begleitet Polizei-Streifenwagen: NDR.de
Esel als Herdenschutz: n-tv.de

Mal wieder: Geschichte der Menschheit muss neu geschrieben werden
Auch wenn „Menschheit“ hier recht weit gesteckt ist, geht es doch um den ersten Vertreter der Gattung Homo, den Homo habilis. Er soll ein Stück älter sein und gleichzeitig weiter entwickelt, als bisher angenommen: SPON

China feiert Trendwende beim Pandaschutz
Ob dies wirklich so ein großer Wurf ist, kann man bei n-tv nachlesen.

Schöne Grüße

Tobias
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Re: Presseschau diese Woche

Beitragvon DKRBerlin » 11.03.2015 09:38

Danke für die Info´s, Tobias!
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Re: Presseschau diese Woche

Beitragvon Tobias » 17.03.2015 20:40

Hallo,

hier ist wieder die Presseschau:

Polizei jagt Nandus

Keine Galgen-, sondern südamerikanische Laufvögel jagte die Polizei am heutigen Dienstag (17.03.15). In Porta Westfalica-Eisbergen konnte eine dreiköpfige Nandufamilie durch ein Loch im Zaun in die Freiheit entkommen. Polizei und schließlich auch die Feuerwehr jagte die schnellen Läufer über mehrere Stunden. Erst der Einsatz von Betäubungspfeilen brachte einen, wenn auch zweifelhaften Erfolg: Die Einsatzkräfte konnten die Henne und das Jungtier einfangen, der Hahn überlebte die Aktion laut Polizei nicht.

Quelle: wdr.de


Killer-Uhu terrorisierte Stadt in den Niederlanden

Nein, kein übergroßer Uhu mit leuchtenden roten Augen a la Mothman ist unterwegs, sondern ein mehr oder weniger „normaler“. In der niederländischen Stadt Purmerend, einige Kilometer nördlich von Amsterdam attackiert ein Uhu unschuldige Bürger.
Immer wieder schwang sich die Eule von Mauervorsprüngen, aus Bäumen und von Regenrinnen auf einzelne der 80.000 Einwohner der Stadt herab, brachte einigen von ihnen mit den Krallen so tiefe Schnittwunden bei, dass sie im Krankenhaus genäht werden mussten. Viele Bürger gehen selbst bei schönem Wetter nur noch mit Hut oder Regenschirm aus dem Haus, um sich vor Luftangriffen zu schützen.
Schließlich entschied sich die Stadt, einen Falkner anzuheuern, der den Uhu einfangen sollte. Laut NLTimes soll sich die Jagd aber über 14 Tage hingezogen haben. Fünf Menschen wurden in der Zeit angegriffen, bis der Falkner endlich Erfolg hatte.
Die Stadtverwaltung meldete, Falkner und Eule seien wohlauf. Bis man für den Vogel ein sicheres Exil gefunden habe, sei sie an einem geheimen Ort sicher untergebracht.
Unbestätigten Meldungen zufolge soll der Uhu aus menschlicher Obhut kommen und ausgewildert worden sein. Offenbar war er doch zu stark auf Menschen geprägt. Ob er sie mit Futter in Verbindung brachte, oder als Konkurrenz sah, wird unklar bleiben.

Meldung stand unter anderem bei SPON


Dachs sorgt für Unruhe

Nein, nicht der Dax, sondern ein Dachs aus Fleisch und Blut ist schuld. Er hatte sich in das Foyer des Radisson Blu-Hotels in Stockholm verirrt. Völlig verwirrt von der ungewohnten Umgebung und den Menschen griff er alles an, was ihm zu nahe kam: "Ein verrückter oder gestresster Dachs hindert das Personal und die Kunden eines großen Hotels, ihr Auto hinauszufahren oder ihr Gepäck zu holen", erklärte die Stockholmer Polizei auf ihrer Website.
Ende gut: Nach etwa 40 Minuten konnten Fachkräfte der Wildtierbehörde das Tier vertreiben. Vermutlich wird der Dachs froh sein, einen Ausweg aus der ungewohnten Umgebung gefunden zu haben.

Quelle: n-tv


Und er singt doch noch: Jerdon-Timalie in Myanmar wiederentdeckt

Wieder einmal ist eine „ausgestorbene“ Art gar nicht so sehr ausgestorben, wie man gedacht hat. Die Jerdon-Timalie (Chrysomma altirostre altirostre) wurde in Myanmar wieder entdeckt. Wissenschaftler konnten mehrere Exemplare des seltenen Vogels fangen. Der letzte Nachweis dieser Timalie stammt von 1941, dem entsprechend galt die Art seit 1991 als ausgestorben.
Die Jerdon-Tilamie ist ein Bewohner eines Grasland-Biotops, das seit dem 19. Jahrhundert beinahe vollständig in Ackerflächen umgewandelt wurde. "Wegen des Verlusts des Graslandes waren viele Leute überzeugt, dass die Jerdontimalie ausgestorben ist", sagte Colin Poole, Direktor des Singapurer Büros der amerikanischen Wildlife Conservation Society. "Der Fund zeigt, dass nicht nur die Art noch existiert, sondern auch, dass ihr Habitat noch existiert." Er forderte Anstrengungen, das noch verbleibende Grasland zu schützen.

Quelle: n-tv

Schöne Grüße

Tobias (internettechnisch immer noch sehr behindert)
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Re: Presseschau diese Woche

Beitragvon Tobias » 15.05.2015 11:28

diese Woche gibt’s mal wieder News aus der Zoologie:


Wieder junge Wisente in Wittgenstein geboren

Binnen kurzer Zeit sind zwei Wisentkälber im Wisentprojekt im Wittgensteiner Wald geboren. Am 1 und am 13 Mai erblickten zwei Jungtiere das Licht der Welt, bzw. des Waldes im Rothaargebirge. Die Geschlechter der Kälber sind noch nicht zweifelsfrei geklärt.
Bereits im letzten Jahr kam es zu mehreren Geburten, die ersten im Mai, bis in den Juli herein kamen fünf weitere Jungwisente auf die Welt. Damit ist die Herde auf 13 Tiere angewachsen.

Im Streit um Verbissschäden und Schäden auf Wildäckern, die von den Wisenten verursacht wurden, gibt es auch Neues. Ein Schadensfont des Wisent-Vereins übernimmt alle Schäden, die durch Wisente an Bäumen verursacht werden. Das war von Anfang an so geplant und ist juristisch auch unstrittig. Zwei Kläger wollen jedoch auch den Schaden ersetzt bekommen, den Wisente auf Wildäckern verursachen. Das Gericht hat jedoch die Schadensaufstellung so nicht akzeptiert und fordert von den Klägern eine Konkretisierung.
Der Wisent-Verein steht auf dem Standpunkt, dass ein Wildtier auf einem Wildacker keinen Schaden anrichten kann, denn sie werden dazu angelegt, Wildtieren Nahrung zu bieten und sie damit anzulocken (um dann erjagt zu werden). Wenn ein Wildtier dort frisst, tut es genau das, was der Wildacker bewirken soll.


Forscher weisen Warmblütigkeit beim Gotteslachs nach


Gotteslachse sind große Fische der mittleren Wassertiefen, aktive Jäger und somit auf schnelle Reaktion und flinke Bewegungen angewiesen. Daher verwundert es nicht, dass Forscher jetzt festgestellt haben, dass die Tiere ihre Körpertemperatur etwa 5°C über der Temperatur des umgebenden Wassers halten können.
Wer die Originalarbeit nachlesen möchte, findet sie in Science.

Gotteslachs.jpg


Schöne Grüße

Tobias
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Re: Presseschau diese Woche

Beitragvon Tobias » 21.05.2015 17:37

Hallo,

mal wieder wird es Zeit für eine kleine Presseschau.


Schön? Naja, muss man mögen...

Tagesschau.de stellt zehn neu entdeckte/beschriebene, „skurrile“ Arten vor. Unter anderem einen die rätselhaften Dendrogramma und einen Dinosaurier.


Der Dicke ist wieder da: Es gibt wieder Brontosaurier

Um Dinosaurier geht es auch im nächsten Artikel der Presseschau. Die Kinder dürfte es freuen: „Brontosaurus“ gibt es wieder. Tschopp, Mateus und Benson haben die Ikonen der Sauropoden zumindest taxonomisch aus den Tiefen eines Junior-Synonyms auferstehen lassen und dem Gattungsnamen wieder volle Gültigkeit verschafft. Physisch bleiben die Jungs aber ausgestorben. Zum Glück.
Wer die Arbeit nachlesen möchte, kann hier gucken.


Jede 3. Art gefährdet, Klima nicht Hauptursache

Weniger erfreulich ist, dass in Deutschland jede 3. Art als gefährdet gilt. Bei einigen Arten, wie den Rebhühnern ist ein dramatischer Bestandsrückgang die Ursache. Bei anderen –so seltsam es klingen mag- ein Bestandswachstum. Vor 20 Jahren waren Wölfe in Deutschland ausgestorben, jetzt sind sie wieder da, aber aufgrund geringer Zahl (noch?) gefährdet. Ähnliches gilt für Kegelrobbe.
Besonders vom Rückgang betroffen sind Arten, die naturnahe Felder und Wiesen bewohnen. Durch die Änderung der Bewirtschaftung, fehlende Fruchtfolge, Aufgabe der Hecken und Ackerrandstreifen sind zahlreiche Arten selten geworden, so z.B. Feldlerche, Feldhamster und Kibitz.
Die Originalstudie kann man bei der Senckenberg-Gesellschaft nachlesen.


Schlangen sind älter und trockener als erwartet

Schlangen sind doch an Land entstanden. Das ist die Quintessenz einer aktuellen Untersuchung der Universität von Alberta. Sie hatten Schlangenfossilien gefunden, die fast 170 Millionen Jahre alt sind und damit mindestens 40 Millionen Jahre älter als bisher erwartet.
n-tv berichtete zweimal darüber: Artikel 1, Artikel 2.

Eine schöne Restwoche und schöne Pfingsttage. Ich werde mindestens einen Tag in Holzmaden buddeln gehen. Mal gucken, ob ich was finde.

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Re: Presseschau diese Woche

Beitragvon Tobias » 28.05.2015 21:56

Lucys Nachbarn

Die Wissenschaftler um Yohannes Haile-Selassie vom Naturkundemuseum von Cleveland und sein Team haben im Osten von Äthiopien, in der Wüstenregion Afar eine neue Australopithecus-Art gefunden.
Natürlich sind diese Wesen nicht rezent, sondern lebten vor 3,3 bis 3,5 Millionen Jahren, in einer Zeit und Region, die auch „Lucy“ bewohnte.
Lucy, ein 1974 gefundener weiblicher Australopithecus afarensis, wurde durch ihr ungewöhnlich vollständiges Skelett bekannt. Sie galt lange als unser direkter Vorfahre und damit als Mutter der Menschheit, eine Auffassung, die heute mehr oder weniger regelmäßig angezweifelt wird.
Die neu beschriebene Art, Australopithecus deyiremeda, wurde nur 35 km von Lucy’s Fundort entdeckt, und war nur etwa 400.000 Jahre älter: Für Paläontologen ein Wimpernschlag.
Dies belegt die schon ältere These, dass es zahlreiche Arten von vormenschlichen Wesen gegeben hat, die mehr oder weniger gleichzeitig in Ostafrika lebten. Welche dieser nahe verwandten Arten nun jetzt in direkter Linie Vorfahr der modernen Menschen war, ist dann eigentlich zweitrangig. Viel spannender finde ich, wie der Kontakt der unterschiedlichen Arten aussah.
Wer die Originalarbeit lesen will, braucht Nature.


Niedrigste Waljagdstrecke der Japaner seit langem


Ebenfalls positiv sehe ich, dass das japanische „Forschungsprogramm“ seinen Walfang zwangsläufig reduziert hat. Statt der geplanten 51 Zwergwale konnten nur 19 Tiere getötet werden. Die renommierte Japan Times zitiert den Leiter der Fangflotte, es sei die niedrigste Zahl seit Wiederaufnahme des „wissenschaftlichen Walfangs“ 2003. Überhaupt habe man diesmal nur 33 Wale gesehen, so wenige wie noch nie.
Japan wurde vom Internationalen Gerichtshof in Den Haag verboten, im Südpazifik Wale zu jagen. Nun beschränkt sich der japanische Walfang auf die eigenen Küstengewässer im Norden des Landes, Hauptorte sind Ishinomaki in der Provinz Miyagi und Kushiro auf der nördlichen Hauptinsel Hokkaido.
Der japanische Küstenwalfang betrifft ausschließlich die nicht bedrohten Minkwale.
Quelle: n-tv


120.000 Saiga-Antilopen sterben und keiner weiß, warum

Die Saiga-Antilope lebt in den Steppen Asiens. Die Tiere leben in sehr großen Herden und machen ähnliche Wanderungen wie die großen Grasfresser Ostafrikas. In Kasachstan sind in den letzten drei Wochen 120.000 Tiere gestorben, mehr als ein Drittel der ansässigen Population.
Erste Berichte über sterbende Antilopen wurden bereits am 10. Mai bekannt, binnen weniger Tage stieg die Zahl der toten Tiere auf 27.000 an. Mitarbeiter des Umweltprogramms der Vereinten Nationen (Unep) beobachten die Situation: Es trifft vor allem Mütter mit Kälbern, die Tiere bekommen zunächst Schaum vor dem Mund, es folgt ein tödlicher Durchfall.
"Dieser Verlust ist ein riesiger Rückschlag für die Erhaltung der Saigas, vor allem angesichts der Tatsache, dass 90 Prozent der weltweiten Population in Kasachstan lebt", sagt der kasachische Vize-Landwirtschaftsminister Erlan Nysynbaev. "Saiga-Antilopen sind bereits ohne derartige Katastrophen stark bedroht. Ein Massensterben dieses Ausmaßes bedeutet einen dramatischen Rückschlag für die Schutzbemühungenzum Erhalt dieser Art", sagte Nabu-Vizepräsident Thomas Tennhardt.
Den genauen Grund für das Massensterben kennt niemand. Experten vor Ort vermuten eine bakterielle oder Viruserkrankung, andere sprechen von „multifaktoriellen Ursachen“, was nur bedeutet, dass sie keine Ahnung haben.
Nach Angaben des Nabu ist es nicht das erste Mal, dass Zehntausende Saiga-Antilopen dahingerafft werden. 1984 seien etwa 100.000 Tiere gestorben, 1988 sogar 634.000. Auch die Gründe dieser Massensterben seien bis heute nicht abschließend geklärt.
Quelle: n-tv
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Re: Presseschau diese Woche

Beitragvon Tobias » 02.06.2015 18:57

Was machen die Rotfußfalken im Alpenvorland?

Im südlichen Baden-Württemberg und Bayern kam es in den letzten Tagen zu einem starken Auftreten von Rotfußfalken. Derzeit treten sie nördlich der Donau (noch?) selten auf, aber in der Schweiz sind seit Ende April erstaunlich viele dieser Tiere aufgetaucht.

Gaëtan Delaloye, Entwickler des ornitho-Systems zeigt mit dem Programm Ornito-Land, dass die Rotfußfalken mindestens von Katalonien über Spdfrankreich entlang des gesamten Alpenvorlandes bis ins südliche Österreich sehr stark vertreten sind.
Er erklärt das Vorkommen mit dem Zugverhalten der Tiere, sie wandern im Frühjahr deutlich weiter westlich aus Afrika zurück nach Osteuropa und sind vermutlich verdriftet worden. Allerdings liegt eine besondere Ostwetterlage nicht vor. Anders war es 2008, wo in Norddeutschland eine große Zahl von Rotfußfalken gesichtet wurde.

Weitere Informationen samt Karte gibt’s bei ornitho.de


Nachwuchs bei den blauen Baumwaranen im Zoo Zürich

Wie die Überschrift schon sagt: im Zoo Zürich gibt’s Nachwuchs bei den blauen Baumwaranen (Varanus macraei). Die blau schwarz gemusterten Warane kommen endemisch auf der winzigen Insel Batanta vor, die dem indonesischen Teil Neuguineas vorgelagert ist.
Über die Biologie der Tiere, die unter den Waranen möglicherweise am besten an das Baumleben angepasst sind, ist wenig bekannt. Mittlerweile hat der Zoo Zürich 31 Jungtiere gezüchtet, darunter eineiige Zwillinge. Das ist bei Reptilien sehr selten.
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Re: Presseschau diese Woche

Beitragvon Tobias » 17.06.2015 21:45

Halbe Hundertschaft im Einsatz: Japanische Polizei jagt Krähen

In der japanischen Stadt Matsue im Süden des Landes an der Westküste kam es über Wochen zu mysteriösen Fällen von Vandalismus. Immer wieder wurden die Wischerblätter aus den Scheibenwischern parkender Autos herausgerissen. Ein Täter konnte aber in keinem Fall beobachtet werden.
Da man in Japan gerne mit großer Menpower arbeitet, stellte die örtliche Polizei 50 Mitarbeiter ab, um Autos zu beobachten und den Vandalen dingfest zu machen. Erfolglos.
Schließlich konnten die Übeltäter mittels Überwachungskameras identifiziert werden: Es waren Krähen, die die Gummilippen aus den Scheibenwischern zogen.

Unklar ist, was sie damit machen und wer der Auftraggeber ist. Die Täter sind entflogen und ob sie beim Verhör „singen“, ist noch eine weitere Frage.

Quelle: n-tv


Moby Dünn in der Ostsee

In der Ostsee, genauer bei Fünen in Dänemark haben Wassersportler einen weißen Schweinswal gesehen. Es gibt sogar ein Video dieses Tieres:
https://www.youtube.com/embed/SGU62dFHOXk

Der Name Moby Dünn ist eine Verballhornung von „Moby Dick“, dem weißen Pottwal in Herman Melvilles Roman. Gewöhnliche Schweinswale erreichen nur ein Zehntel der Gesamtlänge und etwa ein Tausendstel des Gewichtes der großen Zahnwale (1m40 bis 1m85 gegenüber 20 m Gesamtlänge, 40 bis 60 Kilo gegenüber 50 Tonnen Gewicht)

Quelle: n-tv



Südkalifornien: Unmengen toter Krabben angespült

El Nino bringt nicht nur das Wetter über den Ozeanen durcheinander. Die veränderten Meeresströmungen im Pazifik verändern auch die Lebensbedingungen von Wasserbewohnern.

Eine der Folge: eigentlich wenig wanderfreudige Tiere müssen wandern. So auch Springkrebse der Art Pleuroncodes planipes, die derzeit in Südkalifornien in großer Zahl an die Strände um San Diego angeschwemmt werden. "Dass die Tiere in so hoher Zahl stranden, ist üblicherweise auf wärmeres Wasser zurückzuführen", sagte Linsey Sala von der Scripps Institution of Oceanography in La Jolla im US-Staat Kalifornien. Die Tiere wandern normalerweise nicht weit, sondern wechseln nur die Wassertiefen, Wind und Strömung verdriften die Populationen passiv.

Derzeit wandern viele Tiere an die Strände, wo sie verenden. Sie bilden teilweise orangefarbene Teppiche. Die Strandbewirtschafter versuchen, sie mit großen Rechen wegzukehren, einzelne Spaziergänger haben wohl versucht, Tiere einzusammeln, um sie zu kochen. Die Wissenschaftler raten aber davon ab, die Krabben zu essen. Niemand könne wissen, ob sich in den Körpern Gifte entwickelt hätten.
Ob da einer „Der Schwarm“ gelesen hat?

Quelle abermals n-tv.
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