Thylacine Bild-Evidenz Compendium

Forum für alles rund um den Beutelwolf, den Thylacoleo und andere Beutler.

Beitragvon Allosaurus » 05.10.2007 15:01

die private Beutelwolf-Expedition is ne super idee. Wäre nur von Terminkalender, wo, wann, wer, und ob wir den tasmanischen Dialekt (Zeugenaussagen) verstehen. Wir alle lieben doch den Thylacinus!
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Beitragvon Vogel Greif » 05.10.2007 15:19

Ein Problem hat das ganze aber:

Wer suchet, der findet. Soweit so gut.
Wer aber nicht weiß, was er suchen soll, der wird auch nichts finden.

Daran haben sogar Guiler's Expeditionen gekrankt: Es gibt beziehungsweise gab nur höchst lückenhafte Kenntnisse über den Tasmanischen Tiger, insbesondere über seine ökologische Rolle und sein Verhalten.
Selbst wenn es ihn heute noch in einer kleinen Reliktpopulation geben sollte, kein Mensch wüsste wo und wie man ihn genau zu suchen hat.
(Mal von den selbst ernannten Experten wie dem "Tiger-Man" abgesehen)

Vielleicht hat man ja Glück, der Tiger hat überlebt und vermehrt sich wieder und irgendwann stößt er von selber auf den Menschen.

Mein Tipp zu dem ganzen "Tiger-Komplex" ist ein Aussterben in den 1940/50er Jahren.
Wenn da nicht die Naarding-Sichtung wäre :wink:

Gruß von einem Tiger-Fan
In dieser Hinsicht ließe sich viel erzählen von geheimnisvollen Tieren, deren Papierdasein sich so ziemlich über den ganzen Erdball erstreckt hat.
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Beitragvon Allosaurus » 05.10.2007 15:31

Bei Expeditionen wird normalerweise so vorgegangen, dass man sich die letzten oder glaubhaftesten Sichtungen und berichte vornimmt und ein wahrsch. vielversprechendes Gebiet auf den Fakten basierend eingränzt. Es werden die möglichen Gebiete (beim Beutelwolf werden diese als Grassteppen und Waldränder beschrieben) abgesucht und leute gefragt, ob sie od. jemand bekantes den Gesuchten gesehen haben. Beim Beutelwolf währe es nicht nur eine coole Idee, sondern auch eine meiner Meinung nach kluge Idee im Wald oder so zu kampieren, Köder auszulegen und Kameras, die bei Bewegung Fotos machen zu installieren. Angreifen wird das Wölfchen wahrscheinlich nicht, davon gibt es nur sehr, sehr wenige berichte.

Wie schon oft gesagt, ist es für mich fix, das Tiger noch leben, ABER ich mache mir echte sorgen um ihn. Wennn die noch leben, sind sie wahrscheinlich akkut vom aussterben bedroht, außer der Tassie Tiger ist auf dieses Underground-Leben eingestellt...
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Beitragvon Theresa » 07.10.2007 17:09

Also ich glaub ich hab gerade durch Zufall das Foto des Deutschen gefunden und mal ein bisschen damit herumgespielt. Also der hintere Teil sieht schon extrem nach einem Tasmanischen Tiger aus, ich bin jedoch auch der Meinung, dass ich die Streifen ein wenig anders erwartet hätte. Außerdem überrascht es mich, dass es so wirkt, als ob feine Streifen am Vorderbein vorhanden sind. Wenn das Tier allerdings wirklich am australischen Kontinent gesichtet wurde, dann sollte die Fellfärbung das kleinste Problem sein, denn die Populationen sind dann echt schon lang voneinander getrennt.

Was mich allerdings wirklich stört ist der Kopf. Wo der Kopf sein sollte ist ein Busch und nach dem Busch sieht man einen verschwommenen Umriss, der einem Tigerkopf extrem ähnelt! Die Augen sind genauso schräg gestellt, wie man es von den Filmen kennt und die Ohren sind eher kurz. Auch passt die Größe des Kopfes zur Größe des Körpers. Es sieht zwar so aus, als würde das Tier hecheln (was ja wohl ein Blödsinn wäre), kann aber auch sein, dass es gerade sein Maul geöffnet hatte und es dadurch nur so scheint, dafür ist alles zu unscharf. Das alles wäre ja sehr schön, aber der Kopf ist eben eine Kopflänge zu weit vorne im Bild zu sehen und passt von den Proportionen her überhaupt nicht da hin. Also entweder da steht ein zweiter Tiger, der vom ersten verdeckt ist und von dem man nur den Kopf sieht, oder an einem echten Foto (denn es sieht meiner Meinung nach sehr echt aus!) wurde im Nachhinein herumgebastelt. In dem Fall frage ich mich dann aber, wieso das jemand machen sollte. Vielleicht zeigt aber auch das Originalbild tatsächlich nur den Hinterkörper und um die "Echtheit" des Bildes zu unterstützen wurde ein Kopf einer anderen Aufnahme hineinretuschiert? Allerdings würde das die Echtheit erst recht in Frage stellen.
Alles in allem möchte ich sehr gerne an dieses Bild glauben, nur macht mich eben leider der Kopf stutzig. Vielleicht sehe ich allerdings auch einfach nur im Hintergrund etwas, wovon ich glaube, dass es ein Kopf sein könnte. ;)

So, und jetzt mal meine eigene Sicht der Dinge. Mag ein bissl zu viel Fantasterei dahintersein, aber es darf sich ja jeder gerne selber seine Theorien aufbauen. :roll:
Also ich bin der Meinung, dass in den 30er Jahren in allerletzer Sekunde ein Rettungsprogramm gestartet wurde. Erinnert euch daran, dass zwei Monate vor dem Tod von Benjamin die Art unter Schutz gestellt wurde. Vermutlich hat man dann nach überlebenden Tieren gesucht und für die gefundenen Tiere ein Reservat eingerichtet..... Vorzugsweise am australischen Kontinent denn da sind noch viel mehr riesige Flächen, wo fast nie ein Mensch hinkommt. Wir denken uns jetzt in die Zeit zurück, damals hatten die Leute noch nicht viel für Naturschutz und Arterhaltung übrig, in den Köpfen war auch noch die Geschichte des Schafkillers verankert... also hat man kein großes Aufsehen um das Projekt gemacht. Es gibt ja immer genug Leute, die dann auf die Barrikaden gehen a la "Dafür wird mein Steuergeld ausgegeben?" ;)
So... und ich denke dass in den anfänglichen Jahren zwar nicht großartig viel darüber geredet wurde, das ganze aber durchaus nicht total geheim war, womit sich auch die diversen Einträge in Brehms Tierleben, etc. viel später erklären ließen. Vielleicht ist es aber auch so, dass den Leuten 1936 nicht bewusst war, dass Benjamin der "Letzte" war und die Spezies ist deswegen weiterhin als rezent angeführt worden. (Kleiner Exkurs: Selbst wenn ausgestorben wäre der Tasmanische Tiger eine rezente Spezies, so nennt man nämlich alle, die irgendwann im Holozän gelebt haben, aber gehen wir zurück zur langläufigen Definition des Wortes...). Weiß darüber vielleicht jemand etwas? Wurde schon in den 30er Jahren explizit gesagt, dass der Tasmanische Tiger ausgestorben ist?

Naja, und als dann in den 70er und 80er Jahren das öffentliche Interesse am Tiger wieder groß wurde, wurde absolute Geheimhaltung im Tiger-Erhaltungsprojekt verübt. Mittlerweile wäre die Zeit schon längst gekommen, darüber mal zu berichten, aber die Verantwortlichen befinden sich in einem Teufelskreis: Rücken sie erst jetzt damit raus, würde erstens das Interesse riesig und Tausende von Leute würden zu den Tigern reisen wollen. Und zweitens gäbe es sicher eine Flut an Beschwerden, was die Geheimhaltung betrifft. Und je länger man damit wartet, umso schwerer ist es eben, mit der Wahrheit ans Licht zu kommen.

Und selbst wenn ich mir das alles nur ausdenke (was ich wahrscheinlich auch tue, haha), dann glaube ich trotzdem, dass der Tasmanische Tiger auch in freier Wildbahn überlebt hat. Wie viele Augenzeugenberichten wurden von der Polizei abgetan mit: "Du hast nichts gesehen, verstanden?" oder "Nennen wir es doch einfach einen Dingo." Wenn die Polizisten überzeugt wären von der Nicht-Existenz des Tigers, würden sie dann Augenzeugen nicht etwa auslachen oder lächerlich machen? Ich würde das zumindest tun, wenn jemand behauptet, er hätte etwas so unmögliches wie zb ein Mammut gesehen.

Desweiteren fällt es auf, dass zumindest am australischen Kontinent die Sichtungen extrem auf zwei Punkte zentriert sind. Mag auch damit zusammenhängen, dass dort viele Menschen wohnen und auch dort vorbeikommen, aber ganz unbedeutend ist es nicht.

Ich glaube es ist in Australien und Tasmanien sehr wohl allgemein bekannt, dass es den Tiger noch gibt, aber es wird einfach Stillschweigen darüber betrieben. Je weniger Aufsehen darüber betrieben wird, umso eher hat das Tier eine Chance, auch weiterhin zu überleben.

Naja, das war jetzt viel Text. Wahrscheinlich ist eine Menge Spinnerei dahinter, aber ich bin nur deswegen so leidenschaftlich, weil mir an dem Tier extrem viel liegt. Ich habe mir vorgenommen, irgendwann in meinem Leben einen Tasmanischen Tiger zu sehen. Ich bin ja noch jung, da ist noch ein bisschen Zeit. :P
Aber vielleicht bringe ich ja auch ein klein wenig neuen Input, über den manch einer diskutieren mag. Würde mich sehr freuen! :)
Theresa
 

Beitragvon Allosaurus » 07.10.2007 17:24

Hallo Theresa!

Ich liebe den Beutelwolf auch, er ist einer meiner Lieblingstiere. Ich habe mir mal vorgenommen, nach Tasmanien zu fliegen und (jetz im ernst) erst dann wider nach österreich zurückzukehren, wenn ich DAS TIER GESEHEN HABE!!!

Naja, von den Problemen mit Gelb, Terminkalender mal abgesehen, wäre das nich so schwer. Den Tiger gibts. Auf Tasmanien sicher, 2 oder 3 restpopulationen auf dem aus. Festland. Von einem lebenden Jungle-Tiger auf Neuseeland hab ich nix gehört.

Nunja, deine Theorie klingt ein wenig nach einem neuen Jurassic Park-Film. Ein Polizist wird vom Obermakker am Polizeirevier sicher nicht gehört haben: "So, ihr müsst ab jetzt die Existens eines 1,8 x 80 cm großen Raubbeutlers mit beige-dunkelbraunen Fell und 15- 20 schwarz-braunen Streifen leugnen"

Ich denke nicht, dass die Theorie zutrifft, sorry. Das werden natürliche restpopulationen sein, keine in letzter Minute geretteten Tiger.
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Beitragvon Theresa » 07.10.2007 17:49

Ich sagte ja eh, so oder so hat er in freier Wildbahn auch überlebt.

Wäre aber doch eine lustige Theorie. ;) Und immer noch wahrscheinlicher als dieser Blödsinn, dass uns die amerikanische Regierung nicht alles über Roswell erzählt zb....

lg
Theresa
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Beitragvon Kouprey » 07.10.2007 19:21

@Theresa: Muss mich in einer Hinsicht Allo anschließen-Verschwörungstheorien und Thylacine-das passt nicht wirklich zusammen.

Übrigens: anstelle von "Tasmanischen Tiger" wäre in Hinblick auf das tatsächliche Tier Beutelwolf oder noch besser Thylacine angebracht; nur mal so als Vorschlag. :wink:

Wie man dem Zoohandel aus der damaligen Zeit entnehmen kann (und GOULDs prophetischer Aussage), war manch einem schon damals bewusst, dass die Thylacine in Tasmanien auf dem absteigenden Ast saßen. Aufgrund dieses Seltenheitswertes konnte sich der Hobarts Beaumaris Zoo, in dem Benjamin(a) als wahrscheinlich Letzte/ Letzter(!) ihrer/seiner Art starb, Eisbären oder Elefanten im Austausch gegen Thylacine leisten Leider gab es aber in diesem Fall nicht wie beim Davidshirsch & dem Herzog von Bedford einen positiv Verrückten, der Geld & Zeit in eine aussterbende Art investierte; soll heute auch vorkommen...
Vielleicht hat die Ausbreitung eines ähnlichen parasitären Tumors wie jetzt bei den Beutelteufeln oder eine andere Krankheit das Aussterben in Tasmanien nur noch beschleunigt-was nebst Wilderei die zunehmende Abnahme erklären dürfte. Ich habe da v.a. die eingeschleppten europäischen Säuger im Verdacht. Und das bis heute immer noch Menschen-trotz angeblicher Thylacine-MIB ;) welche gesehen haben wollen, ist eher der schuldvollen Überhöhung einer Tierart (posthum von manch einem als Lieblinsgtier tituliert, obwohl es von Zeitzeugen als eher wenig einnehmend beschrieben wird...) nach deren Ausrottung, sozusagen einem Nichtwahrhabenwollen der Ausrottung, zuzuschreiben.
Wer aber wirklich an das Fortdauern von Thylacinen "glauben" möchte, sollte sich an Karl Shukers Hinweis wenden-und sich näher mit den Berichten über Thylacine in Neuguinea, genauer Irian Jaya, beschäftigen. Derlei immer noch recht unerforschte Teile Neuguineas (siehe Ergebnisse der 2005er Expedition in die Foja Berge) sowie die Beschreibungen Einheimischer lassen diese Option durchaus wahrscheinlicher als das von unzähligen selbsternannten "Tiger-Jägern" durchstöberte, weitgehend erschlossene Tasmanien als Hort der letzten Thylacine klingen.
Zuletzt geändert von Kouprey am 07.10.2007 19:38, insgesamt 1-mal geändert.
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Beitragvon Cronos » 07.10.2007 19:30

@Theresa: Ehrlich gesagt weiß ich momentan nicht genau von welchen Bild du redest, hast du zufällig einen Link zu ihm?
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Beitragvon Theresa » 07.10.2007 20:14

Servus,

Erstens: Ich sehe keinen Fehler darin, Tasmanischer Tiger zu diesem Tier zu sagen, immerhin ist es einer von vielen deutschen Trivialnamen. Beutelwolf hat mir als Name nie gefallen, weil unpassend. und Thylacine... naja.... ich bin hier ja in einem deutschsprachigen Forum, oder?

@Cronos: Es ist ein Foto, auf dem man den Tiger ab den Hals seitlich sieht, das Tier sieht nach rechts. Aus etwas größerer Entfernung aufgenommen und die Seiten sind sehr hell (durch Sonnenbestrahlung meiner Meinung nach). Wie ist denn das mit dem Link? Ich dachte immer die sind so streng mit dem Copyright....

lg
Theresa

PS: Es ist NICHT dieses Foto von dem Eingeborenen wo zwei Fotos im Abstand weniger Stunden gemacht wurden und was sich bereits mehr oder weniger als Fälschung rausgestellt hat.
Theresa
 

Beitragvon Marozi » 07.10.2007 20:38

Hallo zusammen.

Theresa, Du meinst sicherlich das Emmerich-Foto. Luc Bürgin hatte für sein Magazin "mysteries" eine Ausnahmegenehmigung zum Abdrucken des Fotos. Emmerich und seine Begleiterin haben ansonsten streng darauf geachtet (auch im Ausland, so mussten z. B. die Betreiber von Cryptomundo die Fotos unverzüglich offline nehmen), dass Ihr Urheberrecht geachtet wird.


Der Thread im hiesigen Forum.
"In diesen Bergen gibt es zwei Arten von Löwen. Da ist der simba und da sind die marozi. Diese marozi sind keine Löwen. Da ist der Leopard und da ist der Gepard. Da ist der Löwe und da ist der marozi."

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Beitragvon Cronos » 07.10.2007 20:45

@Theresa: Der Name Tasmanischer Tiger wird allerdings seltener angewandt. Der Name Beutelwolf ist normalerweise die Beschreibung der Wahl, außerdem sollte man immer im Hinterkopf behalten, dass diese Tiere früher nicht nur in Tasmanien, sondenr auch auf dem australischen Festland gelebt haben, weshalb die Bezeichnung "Tasmanischer Tiger" bei angeblichen Beutelwolfsichtungen in Australien einfach nicht so gut paßt.
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Beitragvon Annie » 07.10.2007 21:08

Löli!

@ Theresa.. :) .. meinst Du vielleicht das Bild , über das hier auf Seite 2 am 3. August 2005 shielagh berichtete?

Oder das: Bildlink im ersten Beitrag von Marozi:
http://www.kryptozoologie-online.de/For ... php?t=1130

......................................................................................................

Mir ist aufgefallen, daß einige ältere Links "keine Inhalte" mehr haben.
Damit wir wieder ein paar "originalaufnahmen" habe setze ich mal diesen Link:

http://www.naturalworlds.org/thylacine/ ... ootage.htm

So kann man sich beim Betrachten und Beurteilen neuerer ( fraglicher)Aufnahmen immer mal wieder den "Echten" Beutelwolf in die Erinnerung rufen,.... :)

ob ich glaube, daß es Ihn noch gibt,.... nun, ich glaube das wäre auf jeden Fall wahrscheinlicher als einige verschiedene wilden Monster,.. :wink: ... ich hoffe es gibt Ihn noch!!

Die Briefmarke, die weiter vorne genannt wird hat mich lange glauben lassen, daß es den Beutelwolf noch gibt,... ich war ganz schön baff, und wollte es erst gar nicht glauben, daß er ausgestorben sein soll.....
Zuletzt geändert von Annie am 07.10.2007 22:26, insgesamt 2-mal geändert.
Liebe Grüße von
Annie
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Beitragvon Theresa » 07.10.2007 21:13

Servus,

Also ich habe ihn bislang immer nur als Tasmanischer Tiger kennengelernt und Beutelwolf nur als selten gebrauchtes Synonym....
Ist das jetzt schlimm wenn ich das so sag? Immer den lateinischen Namen zu nehmen nervt ja doch auf Dauer....
Und gab es Tasmanische Teufel nie auf dem australischen Festland? Nur mal rein aus Interesse. ;)

Also Marozi das in deinem Link klingt nicht nach dem Foto, das ich gesehen habe. Jetzt bin ich verwirrt....

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Beitragvon Cronos » 07.10.2007 21:24

Unter google findet man tatsächlich etwas mehr Einträge für "Tasmanischer Tiger" als für Beutelwolf, aber da ihn aller Regel auch in der Literatur vom Beutelwolf die Rede ist, halte ich diesen Namen für sinnvoller. Eine Festlandform des Tasmanischen Teufels hat es übrigens auch in Australien gegeben, es gibt sogar kryptozoologische Indizien dafür, dass diese Tiere gar nicht ausgestorben sind. Hier kann man übrigens den geographischen Nonsense ganz einfach umgehen, indem man vom Beutelteufel spricht...
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Beitragvon jersy » 07.10.2007 21:26

um zu wissen welches tier gemeint ist, wird weltweit immer der lateinische namen gebraucht, das macht allein schon daher sinn, weil dieses forum auch anderssprachige gäste nutzen. hinzukommt eine verwechslungsgefahr beim "tasmanischen tiger" mit dem "tasmanischen teufel".
thylacinus cynocephalus hingegen meint nur ein bestimmtes tier und es gibt keine verwechslunggefahr. :wink:
scön gruß
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Beitragvon Theresa » 08.10.2007 12:58

So, hab heute mal zu Testzwecken eine mir bekannte Australierin gefragt, ob sie schon mal einen Tasmanian Tiger gesehen hat, und ihre Antwort war total entrüstet: "They don't exist! Do you mean a Tasmanian Devil?"
AHA! Diese ablehnende Antwort passt doch genau ins Schema!

*g*

Bitte dieses Posting NICHT ganz ernst nehmen. ;) Ich HAB sie gefragt, einfach weils mich mal interessiert hat. Aber zumindest bis zu ihr dürfte dieses "Naja vielleiiiiiicht läuft er da noch irgendwo herum" noch nicht durchgedrungen sein. :(

lg
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Beitragvon Kouprey » 08.10.2007 18:40

@Theresa: Dann frag mal ein(e) TasmanierIN nach dem "Tazzie Tiger"-das ist dem/der sicher ein Begriff. :wink:

Mir ist gelinde gesagt wurscht wer wie was nennt-hauptsache man versteht wovon die Rede ist. Beim "TT" finde ich jedoch-als Abgrenzung zu den tatsächlich bestehenden Arten und zum besseren Verständnis-(s. jersys Einwand) Thylacine besser-Anglizismus hin oder her.
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Beitragvon Marozi » 10.10.2007 18:49

Cronos hat geschrieben:@Theresa: Ehrlich gesagt weiß ich momentan nicht genau von welchen Bild du redest, hast du zufällig einen Link zu ihm?


Hallo zusammen,

inzwischen habe ich mit Theresa geklärt welches Bild gemeint ist. Und es ist nicht das Bild von Klaus Emmerich (und leider auch keines eines lebenden Thylacinus cynocephalus). Dennoch besitzen wir beide nicht das Urheberrecht daran und daher nur ein Link: http://www.unexplainedaustralia.com/mul ... p?pos=-203
"In diesen Bergen gibt es zwei Arten von Löwen. Da ist der simba und da sind die marozi. Diese marozi sind keine Löwen. Da ist der Leopard und da ist der Gepard. Da ist der Löwe und da ist der marozi."

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Beitragvon Theresa » 10.10.2007 22:28

Also dieses Vieh kannte ich ja bislang nicht:

http://tedsaustralia.ssws.us/numbat.jpg

Wird auch nur so 25 cm groß. Aber meint ihr nicht der könnte auch für einige "Tigersichtungen" verantwortlich sein? In der Fantasie wird der sicher gern mal einen Meter groß. ;)
Theresa
 

Beitragvon Distel » 11.10.2007 07:39

Theresa hat geschrieben:Also dieses Vieh kannte ich ja bislang nicht:

http://tedsaustralia.ssws.us/numbat.jpg

Wird auch nur so 25 cm groß. Aber meint ihr nicht der könnte auch für einige "Tigersichtungen" verantwortlich sein? In der Fantasie wird der sicher gern mal einen Meter groß. ;)


Ehrlichgesagt kann ich mir das absolut nicht vorstellen. Wäre ja wie wenn man ein Eichhörnchen mit einem Vielfraß verwechseln würde... :lol:
Distel
 

Beitragvon RedEagle » 14.03.2008 16:28

Keine Ahnung, wohin damit. Es gibt hier schon so viele Threads, da hänge ich das hier mal dran für den Fall, dass es schon bekannt ist.

http://de.youtube.com/watch?v=IBy3vmSYY ... re=related

Wurden diese Videos schon alle gesehen und auch die Tiere identifiziert? :)
RedEagle
 

Beitragvon Theresa » 21.04.2008 13:48

Ich wollte dafür keinen eigenen Thread aufmachen, wusste aber nicht so recht wohin damit... ich hängs mal hier dran....

Also ich hatte heute Ökologie Prüfung und hab dafür das weltweit sehr geschätzte Buch "Ecology" von Charles J. Krebs gelesen.

Im Kapitel über Biodiversität gibt er einige Beispiele aus der Praxis an. Für mich als Fischmenschen war recht interessant, dass im Tanganjikasee 214 Fischarten leben und in ganz Europa 192. 8)

Aber zurück zum Thema: Er vergleicht auch, wie in Australien die Verbreitung von kleinen und großen Raubtieren aussieht. Als Beispiel für ein kleines Raubtier nennt er den Beutelmarder, als Beispiel für ein großes Raubtier den Beutelwolf.... Wohlgemerkt sowohl auf Tasmanien als auch in Australien selber. Das Buch ist ganz ursprünglich aus den 70er Jahren (meine Edition aus dem Jahre 1994) und ja bei Gott kein Schundroman.

Wie kommts dann dass er ohne Nebenbemerkung den Beutelwolf aufs rezente australische Festland setzt?

Meinungen dazu?
Theresa
 

Beitragvon Allosaurus » 21.04.2008 17:39

Wie kommts dann dass er ohne Nebenbemerkung den Beutelwolf aufs rezente australische Festland setzt?


Weil der Beutelwolf erst seit den 80ern offiziel als ausgestorben gilt.

Auch in einem alten Schulbuch wird der Beutelwolf als rezente Art angeführt.


achhhh...schöne Zeiten
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Beitragvon Vogel Greif » 21.04.2008 17:59

Theresa hat geschrieben:Wie kommts dann dass er ohne Nebenbemerkung den Beutelwolf aufs rezente australische Festland setzt?


    Sachlicher Fehler; alte bzw. veraltete Quellen.
oder
    Ein so genanntes Easteregg - bewusst vom Autor eingebauter absurder/ erheiternder Inhalt.
oder
    Die Passage über den Tasmanischen Tiger ist als paläoökologischer Exkurs eingefügt, um auf das Phänomen der Konvergenz hinzuweisen.
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Beitragvon Theresa » 21.04.2008 19:32

Konvergenz.... na..... Er gibt (weils ja ein eher allgemeines Buch ist) vollkommen unterschiedliche Beispiele: Bäume, Schlangen, Fische, Evertebraten... und eben Raubtiere in Australien. Er hat Australien lediglich als Sonderfall erwähnt weil sich dort die Zonen nicht polwärts unterscheiden wie auf den restlichen Kontinenten, sondern dass es heiße trockene Zonen im Landesinneren gibt und lebensfreundlichere an den Rändern.

Augrund dessen und auch weil er im sonstigen Buch niemals nicht-rezente Habitate erwähnt halte ich es also auch eher für das sogenannte Easter Egg. Ob ich jetzt was gewonnen hab weil ichs gefunden hab? :wink:

@Allosaurus: Am australischen Festland war der Beutelwolf aber schon vor einigen Tausend Jahren (genaue Zahl hab ich nie im Kopf) ausgestorben.
Theresa
 

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