Zusammenfassung der Ketchum-Studie und Vorgängen dazu

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Zusammenfassung der Ketchum-Studie und Vorgängen dazu

Beitragvon KnutKutter » 30.08.2011 14:59

In den letzten Monaten ging es ziemlich unruhig zu in der Welt der Bigfoot-Gemeinschaft. Viele versch. Ereignisse und Vorgänge wurden bekannt, die alle irgendwie miteinander verbunden zu sein schienen. Unter anderem wurde bekannt das derzeit eine Studie betrieben wird, die den DNA-Beweis für Bigfoots Existenz darstellen soll. Angeblich wurden 2 Bigfoot in Californien von Bärenjägern erlegt. Es sollen Bigfoot-Kadaver existieren, die im Besitz von Pro-Bigfoot Organisationen wie dem Olympic Project oder der BFRO sein sollen. Nicht zuletzt wartet die Gemeinschaft schon lange auf die Veröffentlichungen des Erickson-Projects, in dessen Zuge angeblich mehrere Stunden HD-Videomaterial einer Bigfoot-Familie aufgezeichnet wurden.

Wie aber passt dies alles jetzt unter einen Hut und was genau ist dran an all diesen Behauptungen? Ich werde im folgenden versuchen, all diese Vorgänge in eine geordnete Reihenfolge zu bringen. Dabei muss ich aber direkt darauf hinweisen das sämtliche Informationen die ich habe, aus dem Internet stammen, zum Teil von mehr als dubiosen Blogs und Webseiten. Viele Leute haben sich mit den Vorgängen beschäftigt, viele haben etwas dazu geschrieben. Die große Masse der Dinge, von denen ich berichten werde, finden sich so also auch im Internet, teilweise werden nur gewisse Texte aus dem bigfootforums.com oder div. Blogs zum Thema ins deutsche übersetzt. Für diejenigen unter euch, die sich also mit den Vorgängen bereits befasst haben, wird hier nichts neues stehen. Ich behaupte nicht das irgendwelche Sachverhalte oder Geschehnisse die hier vorgestellt werden auch wirklich so geschehen sind und/oder den Tatsachen entsprechen. Ich möchte nur eine Zusammenfassung liefern und euch hier zugänglich machen.

Im ersten Teil heute fange ich damit an, das ich die einzelnen Organisationen und Personen vorstelle die im folgenden behandelt werden, sowie genauer auf das Erickson Project, deren Videos und Beweggründe eingehe. Der nächste, vermutlich längere Teil wird dann genauer auf die DNA-Analyse von Dr. Ketchum eingehen, allerdings ist dieser noch nicht fertig und wird wohl noch ein wenig brauchen. Im dritten Teil werde ich dann über das sogenannte Sierra-Shooting schreiben und die Verbindungen die hier anscheinend untereinander existieren.

Also los geht es:

Das Olympic Project

Das Olympic Project ist eine Bigfoot-Research Gruppe die es sich zur Aufgabe gemacht hat, die Existenz von Bigfoot in den Olympic Mountains in Washington/USA zu beweisen. Dies wollen Sie in erster Linie durch den Einsatz von Kameras auf Wildwechseln, sowie dem Sammeln von DNA-Proben erreichen. Das Olympic Project scheint enger mit Dr. Melba Ketchum und Ihrer Studie zusammenzuarbeiten, als beispielsweise das Erickson-Project. (Quelle: www.olympicproject.com)


Das Erickson Project

Das Erickson Project wurde 2005 ins Leben gerufen und hat es sich zum Ziel gesetzt, die Existenz von Bigfoot anhand von Video- und Audioaufnahmen, DNA-Proben aus Haar-, Blut-, Speichel- und Gewebeproben zu beweisen. Gründer des Projektes ist der amerikanische Millionär Adrian Erickson, der diesem auch den Namen lieh. Adrian Erickson behauptet das die oben genannten Proben seit dem Start des Projektes von mind. 4 versch. Orten in den USA und Canada genommen werden konnten. Des Weiteren wird behauptet das es ihm möglich war, erstmals versch. Bigfoot auf Video zu bannen. Angeblich sind diese Aufnahmen möglich geworden, indem das Team das Vertrauen einer Bigfoot-Familie gewann und sich den Tieren so relativ einfach nähern konnte.
All diese gesammelten Beweise sollen in einer Studie namens Sasquatch – The Quest der Welt zugänglich gemacht werden. Dies soll einhergehen mit der Veröffentlichung der Ergebnisse der DNA-Studie von Fr. Dr. Melba Ketchum, eine Wissenschaftlerin aus Texas. (Quelle: http://www.sasquatchthequest.com)


Adrian Erickson

Adrian Erickson wurde 1952 geboren und wuchs auf einer Farm in Canada auf. Er behauptet, einen Bigfoot das erste mal im Alter von sieben Jahren gesehen zu haben. Erickson ist ein passionierter Jäger, der ausschliesslich mit Pfeil und Bogen jagt. Seine Jagdexpitionen haben ihn rund um die Welt geführt. Im Laufe seines Lebens und bedingt durch sein Hobby, hatte er noch viele weitere Begegnungen mit Bigfoot. 2001 kreuzte einer davon vor seinem Auto die Straße kreuzte und dies war der Auslöser dafür, das Erickson Project zu gründen und ein für allemal den definitiven Beweis für die Existenz des Bigfoots zu erbringen. Erickson ist mittlerweile Millionär und es wird behauptet das er große Geldmengen in dieses Projekt investiert hat. (Quelle: http://www.sasquatchthequest.com)


Dr. Melba Ketchum

Dr. Melba S. Ketchum ist Gründerin und Präsidentin von DNA Diagnostics, einem Labor in Texas das sich auf das auswerten von DNA-Proben spezialisiert hat. Ketchum studierte 5 Jahre Tiermedizin an der A&M Universität von Texas. DNA Diagnostics existiert seit 1985. Zum Repertoire gehören unter anderem forensische Tests, Vaterschaftstests, Krankheitsdiagnose, Identitätstests, Art- und Geschlechtsbestimmungen. Sie betreibt eine DNA-Studie die der angebliche entgültige Beweis dafür sein soll, das Bigfeet existieren. Dazu wurden Proben vom ganzen nordamerikanischen Kontinent analyliert und mit bekannten Tierarten verglichen. Die Probem wurden nicht nur von DNA-Diagnostics untersucht, sondern an viele weitere Labore weitergereicht. Diese Studie wurde in den letzten Jahren betrieben, ist angeblich mittlerweile bei einem Fachmagazin eingereicht und befindet sich derzeit im „Peer-Review“. Mit einer Veröffentlichung sei zum Ende des Jahres 2011 zu rechnen.(Quelle: http://www.dnadiagnostics.com)


Bear Hunter

Bear Hunter ist das Synonym von Ken Walker, ein bekannter Tierpräparator aus den USA. Unter seinem Synonym gibt er dem Betreiber eines bis dahin rel. unbekannten Blogs, Robert Lindsay, ein Interview, über zwei angeblich in Californien erschossene Bigfoot. Er betont hierbei, daß er nicht derjenige sei, der die Tier erschoss, mit diesem aber ausführlich gesprochen habe und die Ereignisse so wiedergibt, wie sie stattgefunden haben. (Quelle: robertlindsay.wordpress.com)



1. Das Erickson-Project, Adrian Erickson, seine Videos und warum wir diese bis heute nicht gesehen haben.

Wie ich weiter oben schon geschrieben habe, behauptet Adrian Erickson im Besitz von HD-Videoaufnahmen zu sein, auf denen eine Bigfoot-Familie zu sehen ist. Die Aufnahmen antstanden in einem bestimmten Gelände in Nordamerika, sie wurden teils von Mitgliedern des Erickson-Projectes gemacht, teils stammen sie von den Besitzern des Grundstücks.
Es existieren angeblich nicht nur ein paar Aufnahmen, sondern eine regelrechte Sammlung. Die meisten dieser Aufnahmen seinen von guter Qualität, die Tiere sind darauf klar erkennbar, man erkennt klare Gesichtszüge und Muskelkontraktionen. Wenige Menschen durften sich diese Aufnahmen anschauen. Dazu gehört auch der allseits bekannte John Bindernagel, der die Videos begutachten durfte und auf dem Gelände, auf dem Sie gedreht wurden selber einen Bigfoot gesehen haben will. Ich persönlich halte Bindernagel für einen seriösen Menschen, aber das ist meine persönliche Meinung. Mary Green, Bigfoot-Forscherin und Authorin des Buches “50 Years with Bigfoot” gibt in einem Interview eine deaillierte Beschreibung von zwei dieser Videos ab:

Können Sie mir von den Videos erzählen die Ihnen präsentiert wurden?

Ein Video in Farbe zeigte einige Minuten eines jungen Webichens das auf dem Boden schlief. Es war ein wenig dunkel in diesen Wäldern, aber derjenige der gefilmt hat, hat erstklassige Arbeit geleistet während sie schlief. Das Weibchen war weniger zusammengerollt, sondern lag eher zum größten Teil auf ihrem Rücken. Sie sah sehr entspannt aus.

Welche Farbe hatte die Kreatur?

Sie hatte sehr dickes, weiches und seidiges schwarzes Haar, mit leicht rötlichen Nuancierungen hier und da, aber das hätte auch durch das Sonnenlicht kommen können das durch die Bäume schien und ein wenig rot in den Haaren reflektierte.

Was ist ihnen sonst noch aufgefallen?

Die filmende Person zoomte als nächstes näher heran. Der Hominid war dick um die Mitte. Ich weiss nicht ob das vor, oder nachdem sie ihr Junges hatte. Die Kamera fokussierte dann die Arme, Hände und Finger. Die Hände sahen sehr menschlich aus, mit dem Daumen genau an der Stelle, wo man es bei einem Menschen erwarten würde, vielleicht nur ein wenig tiefer. Ich bemerkte das die Schultern, Oberarme und die Unterarme extrem muskulös aussahen. Das Haar auf dem ganzen Körper war lang und wellig über der Brust, dem Bauch und über die Schultern und Arme. Das Haar auf den Vorderarmen war vielleicht ein wenig kürzer.

Haben Sie Muskelbewegung bemerkt?

Ihre Muskeln bewegten sich so, wie sie es sollten in Armen, Händen und Fingern. Mir viel auf das das Weibchen sich mehr und mehr bewegte, so als würde sie aufwachen und wer auch immer die Kamera hielt, ging ein Stück zurück.

Hatte Sie große Brüste?

Ich konnte keine Brüste sehen. Vielleicht waren welche zu sehen, aber man war nicht nahe genug dran als das ich sie hätte erkennen können. Wenn sie Brüste hatte, waren sie sicherlich nicht ansatzweise so groß wie die von Parry im Patterson/Gimlin Film.

Was können Sie mir über das andere Video erzählen?

Das war das beste. Der Hominid, vermutlich das gleiche Weibchen, lief langsam durch die Wälder und kam nahe an eine paar Bäume. Sie verschwand ausser Sicht hinter zwei davon und erschien dann auf der anderen Seite, stoppte und schaute durch die Wälder. Man konnte sie vom Vorderkopf bis zu zur Hüfte hinunter sehen. Die Kamera war eindeutig herangezoomt. Ihre rechte Seite lehnte gegen den Baum und die linke Seite war frei erkennbar, man konnte ihre Schulter und den Oberarm ebenfalls erkennen. Es hatte die gleiche Farbe wie das erste (Vom anderen Video). Es hatte lockige, manchmal wellige Haare über den ganzen Körper, auf dem Handrücken, dem Kopf und hinunter zu den Schultern und dem Brustkorb. Das Haar war 3 bis 8 Inches lang, das längste Haar war dabei auf dem Kopf, den Schultern und dem Oberkörper.

Wie sah das Gesicht genau aus?

Ihr Gesicht erinnerte mich an einen Wookie aus Star Wars, mit einem etwas flacherem Gesicht. Obwohl ihre Haut total schwarz war, sah ihr Gesicht dem eines Eskimos sehr ähnlich. Aber das ist nur mein eigener Eindruck. Ihr Kopf sah mehr rundlich aus und nicht so sehr wie einer von denen mit einem eher spitzen Kopf. Ihre Augen waren von einem wunderschönen dunklem braun, beinahe schwarz. Da waren viele weisse Bereiche wie bei deinen eigenen Augen. Sie saßen tief in Ihren Augenhöhlen. Sie hatte sehr buschige Augenbrauen. Wenn ich mich richtig erinnere, hatte sie weiches Haar in ihrem ganzen Gesicht, nur mit einem kleinen haarlosem Bereich um ihre Augen und Nase.

Wie sah die Nase aus?

Ihre Nase war unserer sehr ähnlich, sehr sogar. Sie began und endete, wo es unsere auch tun. Sie sah aber eher aus wie die Nase einer schwarzen Person, ein bischen breiter an der Basis wo die Nasenflügel sind. Die Nasenflügel waren ebenfalls riesig.

Lippen und Zähne?

Ihre Lippen waren leicht rosig und plumper an der Unterlippe. Vielleicht sah es plumper aus, weil sich ihre Oberlippe über die Unterlippe streckte, durch die Eckzähne die auf beiden Seiten aus ihrem Mund ragten. Die Eckzähne waren spitz und nicht flach wie unsere. Sie waren nach hinten gebogen. Sie sahen genau so aus wie kleine Reißzähne. Das innere des Mundes war rosa wie bei uns und der Rest der Zähne sah sehr weiss aus und mehr wie bei einem Menschen. Ihre Backen waren dick und ründlich.

Wie bewegte und verhielt sie sich?

Sehr behutsam. Sie zeigte eine wilde Gerissenheit und schaute sich lansam um. Ich konnte zu keinem Zeitpunkt sehen das sie blinzelte, aber dieses Video war auch ziemlich kurz. Meine Meinung nach war sie ein intelligentes Lebewesen. Sie bewegte die Lippen, öffnete ihren Mund ein wenig und drehte den Kopf von Zeit zu Zeit sehr langsam hin und her.

Denken Sie die Kreatur in diesem Video war echt?

Ich glaube nicht das es eine Person in einem Anzug oder irgendein anderer Schwindel war.

Wissen Sie, warum die Videos zurückgehalten werden?

Dennis erzählte mir, das Adrian die Videos und andere biologische Informationen nicht veröffentlichen möchte, bis alle Arbeit gemacht wurde. Sie wollen einige Stunden an guten, klaren Videos von den Sasquatches aufnehmen. Mir wurde ebenfalls gesagt, dass Adrian die Videos höchstwahrscheinlich zuerst in Kanada veröffentlichen möchte. Ich denke Dennis sagte das sich Adrian wohler führt dies erst in seinem Heimatland zu machen.


Das volle Interview kann in englisch unter dieser Adresse gelesen werden:

http://www.albertasasquatchsightingreports.com/Read_this.html


Erickson wurde schnell klar, würde er diese Aufnahmen veröffentlichen, würden sie bis auf den letzten Pixel auseinandergenommen werden wie es auch mit dem Patterson/Gimlin Film geschau, eine Kontroverse würde entstehen und sein Gesicht würde zumindest für eine gewisse Zeit in Medien rund um die Welt erscheinen. Das dies nicht unbeding positiv enden muss, hat man aus der Geschichte von Patterson und Gimlin gelernt, die Zeit ihres Lebens immer wieder als Hoaxer abgetan und oftmals verspottet wurden.
Da das Thema Bigfoot, insbesonders in der wissenschaftlichen Welt, extrem heikel diskutiert wird, hatte Erickson Sorge das seine Videos letztlich nicht als Beweis, sondern als weiterer Hoax abgestempelt würden. Ihm wurde klar das sie als Beweis für die Existenz von Bigfoot nicht aureichen würden und dies nur dann geschehen könnte, wenn gleichzeitig Beweise z.B. in Form von DNA-Proben vorgelegt werden könnten.

Unter diesen Aspekten erscheint es logisch, daß Erickson die Veröffentlichung seiner Videos an die DNA-Studie von Dr. Ketchum bindet, mit dem Gedanken das Videos und Studie sich gegenseitig stützen. Es sei hier audrücklich erwähnt das Erickson nicht verpflichtet ist, mit der Veröffentlichung zu warten, bis die Studie erscheint. Er könnte dies jederzeit tun, will aber aus oben genannten Gründen warten bis die Studie freigegeben wurde.


1.1 Wo wurden die Videos gedreht

Bei Webrecherchen dazu stößt man auf immer wieder auf zwei Orte, an denen angeblich Videos gedreht wurden. Eine davon ist die Carter-Farm in Tennessee. Die Familie die auf dieser Farm lebt, behauptet über 50 Jahre hinweg Kontakt mit einer Bigfoot-Familie gehabt zu haben, die auf diesem Gelände lebte. Die Tiere wurden regelmäßig von den Bewohnern gefüttert und so habe man sich mit der Zeit aneinander gewöhnt. Die Geschichte dieser Farm wurde von Mary Green im oben genannten Buch “50 Years with Bigfoot niedergeschrieben” - Eine Verwandte der Leute die auf der Farm wohnten. Das Buch und die Vorgänge sind sehr umstritten. Adrian Erickson hat diese Farm gekauft und ein paar Wissenschaftler sollen dort längere Zeit gelebt haben.

Der zweite Ort an dem Videos entstanden sein sollen ist ein Anwesen in Norden von Kentucky. Dort soll das ominöse Pancake-Video entstanden sein, ein Infrarot-Video das einen jungen Bigfoot zeigt, der sich über einen Haufen Pfannkuchen hermacht. Auch dieses Gelände wurde von Erickson gekauft. Eine Mitarbeiterin des Erickson-Teams, Dr. Leila Hadj-Chikh lebte dort angeblich über drei Jahre und studierte während dieser Zeit die Gruppe von Bigfoots. Interessanterweise soll diese Gruppe von Bigfoots den ehemaligen Besitzern zu ihrem neuen Grundstück gefolgt sein, welches nur ein paar Meilen entfernt des alten lag. Auf diesem neuen Grundstück sind die oben genannten Videos gefilmt worden. Das alte Gelände ist auch gleichzeitig der Ort, an dem auch John Bindernagel seinen ersten Bigfoot gesehen haben will.


1.2 Gründe, die gegen das Erickson-Project sprechen

Naturgemäß wurden sämtliche Infos rund um das Erickson-Project von Bigfootern aufs genaueste auseinandergenommen. Dabei sind einige Infos zutage gekommen, durch die einige Leute davon ausgehen das auch dieses Project wieder nur ein großangelegter Hoax ist.

- Für eine gewisse Zeit führte ein Link im Impressum der Homepage des Projektes direkt auf die Webseite des Sylvanic-Projektes von Todd Standing. Einst viel disktuiert, wird dieses Projekt schon lange als Hoax abgetan, nachdem mehrere ominöse Videos von angeblichen Bigfoots veröffentlicht wurden, sowie Fotos, die man wohl zu Recht als extrem umstritten bezeichnen darf.
- Zu diesen Bildern gibt es angeblich Aussagen von Erickson, wonach er diese für authentisch hält.
- Die Verbindung zu Mary Green und dem Grundstück aus dem Buch “50 Years with Bigfoot” wird teils kritisch bewertet. Das Buch und die Geschichte ist umstritten. Das Grundstück auf dem die Vorgänge stattgefunden haben, wurde von mehreren Organisationen untersucht - immer mit negativem Ausgang.


1.3 Stellen die Videos bei Veröffentlichung einen Beweis für Bigfoot dar?

Meiner persönlichen Meinungen nach: Nein. Ich denke, daß die Videos eine ähnliche Kontroverse auslösen werden, wie seinerzeit das Patterson/Gimlin-Video. Die Bigfoot-Gemeinde ist bis heute zweigeteilt zu diesem Video. Die eine Hälfte behauptet das Video sei echt, die andere behauptet es sei eine Fälschung. Als definitiver Beweis für Bigfoot wurde es nie anerkannt. Das Patterson/Gimlin-Video hätte unter den damals technischen Möglichkeiten durchaus gefälscht werden können. Das gleiche wird man höchstwahrscheinlich auch von den Erickson-Videos sagen können. Die Technik hat sich weiterentwickelt und das mit heutigen Computern beeindruckende Effekte möglich sind, kann man bei jedem Kinobesuch sehen. Auch das gleichzeitige Erscheinen der DNA-Studie muss daran nicht unbedingt etwas ändern, solange man nicht eindeutig beweisen kann, das die entspr. Proben von genau dem Lebewesen auf dem Video stammen. Als entgültiger Beweis gilt wohl nach wie vor ein Holotypus in Form eines gefangenen Tieres oder des Körpers eines toten, das eingehend öffentlich untersucht wird und von dem dann eine Studie angefertig werden kann.
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Re: Zusammenfassung der Ketchum-Studie und Vorgängen dazu

Beitragvon KnutKutter » 01.09.2011 10:44

Ich habe dem ersten Teil soeben noch die Punkte 1.1, 1.2 und 1.3 hinzugefügt, die sich um die Herkunft der Videos, Gründe gegen das Erickson-Projects sowie den Videos als Existenzbeweis drehen.

Wie so oft bei solchen Themen, findet man 5 Minuten nach absenden des Beitrages neue Links und Webseiten, auf denen wieder neue Informationen zu finden sind.

Davon abgesehen habe ich gemerkt das ich mir eine ziemlich miese Aufgabe vorgenommen habe. Je mehr man sich in dieses Thema vertieft, desto mehr Blogs, Foren, Webseiten, Beiträge und ähnliches von immer ominöseren Quellen findet man, die sich alle gegenseitig widersprechen, voneinander abschreiben, gegenseitig als Lügner beschimpfen und neue Behauptungen aufstellen. Es spielen einfach zuviele Parteien eine Rolle und keine ist auch nur anseitzweise seriös genug um sie als sichere Quelle zu benutzen. Aber ich will ja auch nichts beweisen sondern lediglich alles ein wenig ordnen und die wichtigsten Aussagen verdeutlichen.
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Re: Zusammenfassung der Ketchum-Studie und Vorgängen dazu

Beitragvon KnutKutter » 01.09.2011 12:46

2. Dr. Ketchums DNA-Studie

Viele der folgenden Informationen stammen von der Seite http://www.oregonbigfoot.com, wenngleich ich sie dort nicht gefunden habe. Jedoch wurde der Text in einen Thread auf http://www.bigfootforums.com kopiert und dort veröffentlicht. Der Text ist eine chronologische Abfolge sämtlicher Ereignisse, die rund um dieses Thema stattgefunden haben. Einen Link zu dieser Zeitleiste werde ich am Ende dieses Teils posten.


In der Radiosendung BigfootBusters des Senders Blogtalk Radio im Oktober 2010, beschreibt Dr. Ketchum wie dazu kam, DNA-Analysen von Bigfoot zu untersuchen und letztlich eine Studie darüber zu erstellen.
Sie beschreibt sich selber als neugierig und als offenen Geist. Angefangen hat es ca.1995, als ihr das Texas Parks & Wildlife Department sowie einige andere Leute Stuhlproben unbekannter Herkunft sendeten.. Immer wieder riefen Leute an, die behaupteten sie hätten Proben eines Bigfoot. Die Proben stellten sich immer als Pferd, Waschbär oder andere Tiere heraus. Sie nahm solche Proben nicht allzu ernst, untersuchte sie aber trotzdem immer wieder.
Im Jahr 2008 bittet Josh Gates von der Fernsehserie Destination Truth sie, Proben von angeblichen Yeti-Haaren zu untersuchen, sowie Proben, die von David Paulides von der NABFS stammen. Müde von den vielen Tests die sie in die Richtung bereits gemacht hatte, war ihr klar, das die Proben auf humane Genmarker untersuchen müsse und sie nur dann interessant wären, wenn dies zum Erfolg führen würde. Sie ging verschwenderisch mit den Proben um, aber die Ergebnisse liessen sie erstmals glauben das es evtl. etwas gab, wonach es sich zu suchen lohnte.

Dr. Ketchum gibt zu diesen Proben folgendes Statement:

"This sample did test very clearly on the human panel of markers. That makes it a primate, and it makes it a large primate."

“Die Proben gehören klar ins Feld der humanen Genmarker. Das macht es (Das Tier) zum Primaten und zwar einem großen Primaten."

Auf die Frage ob die Proben durch die Sammler kontaminiert sein könnten, antwortet Sie:

“The hair, visually, is not human. It's courser than horse tail hair... Initial searches indicate that it's an unknown sequence. There are literally millions of sequences in this database. And we're really shocked that it didn't match any of the species exactly in the database... If we're going to prove that there potentially is a new species, with this first hair sample, we really need more hair samples like it. And once you establish there is a group of animals, that will go a long ways towards proving that there is a new species indeed."

“Das Haar ist sichtbar nicht menschlich. Es ist grober als Pferdeschwanzhaar. Erste Suchergebnisse ergaben das es eine unbekannte Sequenz ist. Es sind buchstäblich Millionen von Sequenzen in der (zu durchsuchenden) Datenbank und wir sind wirklich geschockt, das es keine Übereinstimmung mit einer der Spezies in der Datenbank gibt... Wenn wir mit dieser ersten Haarprobe beweisen wollen das eine potentielle neue Spezies existiert, brauchen wir wirklich dieser Haare. Und wenn du erst einmal eine neue Gruppe von Tieren einführen möchtest, geht dies einen sehr langen Weg bis bewiesen ist das dort auch eine neue Art von Spezies ist.”

Auf die Frage, wieviele der Proben sich als unbekannt herausgestellt haben, wenn man Unbekannt mit “großer, unbekannter Primat” gleichsetzt, gibt Ketchum keine klare Antwort, da ihre Studie noch einem Peer-Review-Prozess unterzogen werden müsse. Da sie die Studie nach forensischen Standards durchführe, würde alles dafür getan werden dies so wissenschaftlich wie möglich zu machen und zwar so sehr, das es vor einem Gericht bestand hätte. Und dazu gehöre auch Artikel in einer Fachzeitschrift, der vorher durch ein Peer-Review gegangen ist. Dieser Artikel würde derzeit geschrieben und sobald das Peer-Review abgeschlossen sei, würden die Ergebnisse der Studie veröffentlicht.

"Quite a few... we can't discuss results, because I'm going through peer-review with our paper before we let anything out. Let me be clear about that. Because we're doing this as forensic cases, we're documenting, we're taking every conceivable care in making sure that everythign that we do is by the book scientifically, so it would be good enough to stand up in court. And part of this would be a peer-reviewed article which is now being written, anctually, and whenever we get the peer-review back is when this thing will come into the open."

In besagter Radiosendung werden Ihr weitere Fragen zur Studie bestellt, viele beziehen sich auf die DNA-Tests selber, welches Testmaterial sie bevorzuge, Unterschiede zwischen mitrochondrialer und nukleider DNA, Vergleiche zur DNA von Neanderthalern und zur möglichen Kontaminierung der Proben durch Menschen. Auf die Frage, ob sie an Bigfoot glaube, sagt sie ganz klar und deutlich: Ja, ohne Probleme. Wir müssen nur auf all die Details warten.

“Dr. Ketchum is asked, without violating any non-disclosure at the current time, if she believes there is a bigfoot.
"Oh, I can say yes. I'll answer that yes without any problems. Just have to wait for all the details."


Ketchum gibt sich überzeugt das die Studie akzeptiert und veröffentlicht wird. Ihr Team hat schon vorher Studien veröffentlicht, ist mit dem Vorgang vertaut und sie haben versucht alle Möglichkeiten auszuschliessen, die verhindern könnten das der Artikel erscheint. Würde die Studie von einer Zeitschrift abgelehnt, würde man zur nächsten gehen, auch international, bis man eine Zeitschrift habe die einen Artikel verfasst.
Gerade weil das Thema extrem empfindlich sei habe man, mit der größmöglichen Sorgfalt die man an den Tage legen könne, gearbeitet.

Das volle Interview kann unter folgendem Link gelesen werden.

https://docs.google.com/document/d/1P-h ... edit?hl=de

Dort ist noch eine große Menge an Informationen bezüglich DNA-Tests zu erlesen. Das Interview ist in Englisch und alle Male sehr lesenswert, ich kann es nur jedem ans Herz legen.


An dieser Stelle soll nochmal kurz erklärt werden, wie das publizieren einer Studie genau funktioniert und was ein Peer-Review ist. Die Erklärung stammt von Tobias hier aus dem Forum und wurde der Einfachheit halber einfach von mir kopiert. Vielen Dank nochmal dafür. Will man eine Studie über eine Fachzeitschrift publizieren, läuft das in den folgenden Schritten ab:

1. Artikel schreiben, dabei das allgemeingültige Schema einhalten: Beschreibung der Situation vor der Studie, Beschreibung der Studie: Material und Methoden, Ergebnisse, Diskussion (= Interpretation) der Ergebnisse.
2. Zeitschrift aussuchen und Artikel an deren Layout anpassen (z.B. werden zitierte Paper per Fußnote oder als Autorenzitat geschrieben, wie wird ein Autorenzitat formuliert etc. Bildunterschriften, Literaturverzeichnis, Format der Textdatei und der Bilder)
3. Manuskript an die Zeitschrift schicken
4. warten. In dieser Wartezeit wird ein Redakteur der Zeitschrift das Paper lesen und eine erste Entscheidung treffen, ob es thematisch in die Zeitschrift passt oder nicht. Wenn nicht, gibts das Paper zurück, u.U. mit einem Vorschlag, in welcher Zeitschrift es besser passen würde.
Wenn es thematisch passt, wird der Redakteur es an zwei bis vier "Peers" (Gutachter) weitergeben, Wissenschaftler, die mit diesem Thema grundsätzlich vertraut sind. Diese werden den Material-und-Methoden-Teil ausgiebig auf Fehler prüfen. Hier gibts dann drei Möglichkeiten: a) die Gutachter sind der Meinung, die Arbeit reicht nicht aus, um im entsprechenden Journal zu erscheinen, b) Die Gutachter fordern Nachprüfungen, z.B. dass bestimmte Proben von anderen Instituten erneut sequenziert werden oder andere Institute den Versuch nach der Aufbaubeschreibung im Paper wiederholen, c) die Gutachter sind der Meinung, dass das Paper so wie es ist, in der vorliegenden Zeitschrift veröffentlicht werden kann.
Ist c) der Fall, entscheidet der Redakteur, wann das Paper veröffentlicht wird. In der Regel werden die Paper, zu denen Gutachten vorliegen, in der Reihenfolge des Eintreffens in der Redaktion veröffentlicht (hierbei gibt es für verschiedene Themenbereiche einer Zeitschrift meist unterschiedliche Wartelisten). Bei Papern mit besonders wichtigen oder aufsehenerregenden Inhalt hat der Redakteur aber auch die Möglichkeit ein Paper vorzuziehen (oder auch ans Ende der Liste zu setzen).
5. Post vom Journal, dass das Paper soundso veröffentlicht wird (heute mit pdf-Datei, früher mit Druckfahne), zum Korrekturlesen
6. Rücksendung der Druckfahne, bzw. Druckfreigabe
7. warten, bis das Paper erscheint. Unter Umständen gibt das Journal eine Vorab-Info heraus, wenn das Thema außergewöhnlich erscheint.

Im Laufe der Wochen stellt sich heraus das viele versch. Personen und Bigfoot-Research-Gruppen Proben an Dr. Ketchum gesendet haben, darunter das Erickson Project, sowie das Olympic Project. Sie alle unterliegen einer NDA, einem Geheimhaltungsvertrag, der ihnen untersagt über die Ergebnisse der DNA-Tests oder der Studie zu sprechen.

Am 16.6.2011 gibt Richard Stubstadt Robert Lindsay ein Interview, in dem er behauptet aus der Studie geschmissen worden zu sein. Dieses Interview ist dafür verantwortlich das plötzlich überall über die Studie diskutiert wird und das viele Missinformation darüber verbreitet werden.

Am 27.6.2011 erscheint auf Robert Lindsays Blog ein Interview mit dem “Bear Hunter” Derek Randles, über den angeblichen Abschuss von zwei Bigfoot in Californien. Proben der Körper dieser Bigfoot wurden angeblich über das Erickson-Project an Dr. Ketchum weitergeleitet - eine Information die sich später als falsch herausstellt. Ihr wurden Proben zugespielt, allerdings nicht von Erickson, sondern vom Olympic-Project, daß sich eingehend mit dem sogenannten “Sierra-Shooting” befasst. Auf dieser Ereignisse werde ich später noch näher eingehen. Wichtig an dieser Stelle erscheint mir die Aussage, daß Dr. Ketchum nach Erhalt der Proben nervös wird, da sie befürchtet, durch die Größe der Proben und die Ähnlichkeit mit menschlichem Gewebe, könnten Behörden diese Proben sowie Ihre Studie und sämtliche bisher gewonnenen Ergebnisse, beschlagnahmen. Auch diese Information stellt sich nachher als teilweise falsch heraus. Auch darauf wird später noch einmal eingegangen.

J.C. Johnson, ein Finanzierer der Ketchum-Studie und Mitarbeiter von Tom Biscardi, stellt in einem Interview klar, daß die DNA-Studie nichts mit dem Erickson-Project zu tun hat. Sie läuft unabhängig, Erickson hat lediglich mehrere Proben zu Studie beigetragen und ca. 70.000 Dollar an Dr. Ketchum für die Untersuchung dieser Proben bezahlt. Er stellt auch klar, daß, ohne das Interview von Richard Stubstadt, die Studie wahrscheinlich nie großes Aufsehen erregt hätte und erst mit erscheinen in einem wissenschaftlichen Journal eingeschlagen wäre wie eine Bombe.

David Paulides, Executive Director des Projektes, der ebenfalls Proben zur Studie beigesteuert hat, sagt aus das vom Olympic Project in der Tat Gewebe, sowie viele andere Proben zur Studie beigetragen wurden. Neu zugesendete Proben würden zuerst von einem Experten für Haare und Fasern untersucht werden. Hält er sie für testwürdig, werden die Proben zurück an da Labor von Dr. Ketchum gesendet, wo sie katalogisiert, eingetragen und fotografiert werden. Danach werden sie an verschiedenste weiter Labore gesendet um sie testen zu lassen. Er betont ausdrücklich das die Mehrheit der Proben nich von Dr. Ketchum alleine, sondern von vielen weiteren Laboren getestet wurden, die alle zu dem gleichen Ergebnis kamen, wie Dr. Ketchum. Er stellt nochmals klar das es keine direkte Verbindung zwischen dem Erickson-Project und der Studie gäbe (ausser den erwähnten Proben).


Soweit zu den Informationen die ich aus den Blogeinträgen von http://www.oregonbigfoot.com entnehmen konnte. Des weiteren muss noch erwähnt werden, das es anscheinend eine Diskussion um die Rechte an den eingesendeten Proben gibt, da Dr. Ketchum versucht, sich diese Rechte zu sichern. Dies, und der Hinweis darauf das Sie anscheinend PR-Berater engagiert hat, könnten darauf hindeuten das eine Veröffentlichung der Studie kurz bevor steht.

Die komplette Chronologie auf Englisch kann in folgendem Dokument nachgelesen werden und enthält noch weitaus mehr Informationen, als ich hier zusammengefasst habe.
https://docs.google.com/document/d/1psl ... edit?hl=de




2.1 Glaubwürdigkeit der Studie

Einer der größten Kritikpunkte an der Studie die bislang zur Sprache kamen, ist die Mitwirkung von Tom Biscardi und seinen Mitarbeitern. Biscardi, der maßgeblich in den Georgia-Hoax verwickelt war, und auch schon früher durch ähnliche Aktionen auffiel, ist laut diesem Blogeintrag in die Studie involviert. Seitden Geschehnissen des Georgia-Hoaxes 2008 ist Biscardi in der Bigfoot-Gemeinschaft so etwas wie ein rotes Tuch. Wann immer sein Name fällt in Zusammenhang mit Bigfoot oder Beweisen für selbigen, entstehen rege Diskussion über seine Glaubwürdigkeit. Andererseits konnte nie bewiesen werden das Biscardi auch Drahtzieher des Georgia-Hoaxes war. Er selber behauptet betrogen worden zu sein und in dem ganzen Vorgang zu leichgläubig gewesen zu sein. Man kann darüber nur mutmaßen, aber auch mir persönlich verschafft Biscardis Verstrickung ein ungutes Gefühl im Magen.

Andererseits muss man sich natürlich fragen, wieso Zulieferer von Proben für die Studie, nach einer gewissen Zeit und der Auswertung von ersten Ergebnissen, NDA´s auferlegt wurden. Auch die Tatsache das Dr. Ketchum versucht, sämtliche Rechte an den Proben zu bekommen, klingt seltsam. Man würde meinen das man solche Dinge normalerweise nicht macht, wenn eine Studie in diese Richtung ergebnislos wäre. Es bleibt also nur übrig darüber zu spekulieren, ob die Studie wirklich geschrieben wurde, oder schon hier der große Hoax beginnt. Einen rechten Sinn darin, so etwas vorzutäuschen, erschliesst sich mir allerdings nicht. Geht man davon aus das die Studie wirklich existiert und eingereicht wurde, dann muss man auch bedenken das sich die Studie schon recht lange im Peer-Review befindet. Sie ist also nicht nur von einem Fachmagazin akzeptiert worden, sondern wird bereits gegengeprüft und das bereits seit einer längeren Zeitspanne. Würden die Ergebnisse dieser Gegenprüfungen nichts ergeben, wäre das Peer-Review sicherlich schon lange abgeschlossen. Letztlich bleibt nur zu sagen: Nichts genaues weiss man nicht. Man kann nur abwarten ob sie veröffentlicht und sich dann selber ein Bild davon machen.
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Re: Zusammenfassung der Ketchum-Studie und Vorgängen dazu

Beitragvon Tobias » 01.09.2011 19:44

Hallo,

dass ein peer-review lange dauert, ist bei einem solchen Paper nicht unüblich. Jede Zeitschrift, die das bringen soll, wird sich mehrfach absichern, möglicherweise sogar einen Teil der Untersuchungen in anderen Labors wiederholen lassen. Abgesehen davon, dass es ziemlich schwierig sein wird, einen Bigfoot-Forscher mit Universitätsrang zu finden, der nicht bei seinen Fachkollegen als Spinner gilt, wird die Zeitschrift vermutlich die Zahl der peers verdoppeln oder sogar verdreifachen. Da werden Humangenetiker ebenso dran sein, wie Affenexperten und Fachleuten für die entsprechende Verfahrenstechnik. Wenn man bedenkt, dass die übliche Zeit, ein solches Paper durchzuarbeiten bei 4 Wochen bis 3 Monaten liegt und sie gerne um 100% überschritten wird, ist es normal, dass es etwas dauert.

Also: keine Hektik.

schöne Grüße

Tobias
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Re: Zusammenfassung der Ketchum-Studie und Vorgängen dazu

Beitragvon Beren » 06.09.2011 20:41

Sehr fett, KnutKutter!

Schön zusammengefasst. Bin immer noch eher skeptisch, und wie Tobias schon sagte, denk ich auch dass das mehr Peers braucht. Wenn was dran ist, würden Nature und Science vermutlich sich drum reißen, obwohl solcherlei High Profile-Journale umso mehr Angst vor nem Gesichtsverlust hätten, wenn sich das dann doch in Wohlgefallen auflöst. Sollte es im optimistischsten Fall wirklich hinkommen, wird's Generationen von Anthropologen und Menschenaffenleuten geben, die sich ihre Karrieren an dem Tier rausmonographeiren können.[/idealismus] Bin mal sehr gespannt wie sich das weiterentwickelt.
Beren
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Re: Zusammenfassung der Ketchum-Studie und Vorgängen dazu

Beitragvon KnutKutter » 07.09.2011 06:52

Moin Beren,

vielen Dank auch. Der letzte Teil kommt noch, hab nur im Moment kaum Zeit was zu schreiben.

Die Frage ist ja, ob es Nature und Science vorgestellt wurde, oder ob man direkt zu anderen Magazinen ging. Ketchum hat irgendwann mal die Aussage getroffen das sie jemanden kennen würde, der offen genug wäre, daß zu veröffentlichen. Was auch immer das heissen mag :). Eine Sensationsstudie werden sich die Magazine ja nicht gegenseitig zuschustern sondern eher selber behalten wollen. Ich bin nur mal gespannt ob das was bringen wird. Gesetzt den Fall die Studie erscheint, wie reagiert dann die wissenschaftliche Welt. Im Endeffekt sieht es ja so aus: Es wurde DNA einer unbekannten Art entdeckt. Es wird genug Skeptiker für die das absolut kein Beweis ist, die von Betrug reden werden etc. Auch die Videos von Erickson werden da nicht weiterhelfen. Die würden wohl erst Ruhe geben wenn irgendwo ein toter Bigfoot auftauchen würde und von diesem, für jeden einsichtbar und nachvollziehbar, Tests gemacht werden.
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Re: Zusammenfassung der Ketchum-Studie und Vorgängen dazu

Beitragvon Tobias » 07.09.2011 16:56

hallo Knut,

ich würde hier in dem Zusammenhang sogar noch weniger weit gehen und sagen "Es wurde Material entdeckt, das DNA enthält, die einheitlich ist, aber keiner untersuchten Art zugeordnet werden kann" (falls denn Bigfoot-DNA in den Proben zu finden ist).

An sich ist das erst einmal keine besondere Nachricht, erst in Kombination mit anderen Spuren, Fotos etc. wird ein Schuh draus. Die Frage ist jetzt, wie weit die gefundene DNA zwischen den bekannten Arten einsortiert werden kann. Hier wären Vergleiche mit Homo sapiens, den 6 Menschenaffen-Arten und vielleicht sogar mit fossiler DNA von Homo erectus und Australopithecinen (falls es sowas gibt) gut. Falls hier ausreichend Material vorliegt, kann man schon aufgrund der Genetik ein solches Wesen in die Kladde der Hominiden/Pongiden im weiteren Sinne einordnen. Ist das der Fall, die Quelle der Funde dokumentiert und die Analytik wasserdicht, ist das Paper definitiv für ein Top-Journal gut.

Wie gesagt: da hat jemand ein großes Fass aufgemacht, wir müssen nur warten, was drin ist und bis der Inhalt zu uns "runter" schwappt. Dazu braucht es nicht weniger als Geduld.

schöne Grüße

Tobias
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Re: Zusammenfassung der Ketchum-Studie und Vorgängen dazu

Beitragvon Vogel Greif » 07.09.2011 17:33

Und was ist, wenn die DNA in das Kontinuum von Homo sapiens fällt?
Es ist nicht die einzige Option, dass es sich beim Sasquatch um eine neue Spezies handelt. Eine übermäßig große und behaarte Menschenpopulation fiele mit ihrer DNA vermutlich nicht aus dem Raster. Diese DNA-Studie (selbst wenn alles so stimmt, was ich natürlich nicht glaube...) muss nicht die Antwort auf die Frage nach dem Sasquatch sein. Diese Grenze muss man auch klar ziehen.
In dieser Hinsicht ließe sich viel erzählen von geheimnisvollen Tieren, deren Papierdasein sich so ziemlich über den ganzen Erdball erstreckt hat.
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Re: Zusammenfassung der Ketchum-Studie und Vorgängen dazu

Beitragvon Beren » 08.09.2011 06:39

KnutKutter hat geschrieben:Die würden wohl erst Ruhe geben wenn irgendwo ein toter Bigfoot auftauchen würde und von diesem, für jeden einsichtbar und nachvollziehbar, Tests gemacht werden.

Das ist so eine der wenigen Situationen wo mensch sich nen Redneck mit ner .30-06er wünscht... :bindagegen: / :bindafür:

Tobias hat geschrieben:Falls hier ausreichend Material vorliegt, kann man schon aufgrund der Genetik ein solches Wesen in die Kladde der Hominiden/Pongiden im weiteren Sinne einordnen.

OT: Monophyla Schmonophyla? ;)

Vogel Greif hat geschrieben:Und was ist, wenn die DNA in das Kontinuum von Homo sapiens fällt?

Puuuuuh. Würd mir ehrlich gesagt die Socken ausziehen. Mit was soll der Kollege interbreedet haben? Bisherige Outgroups wären ja melanesisch-australische Aborigines oder tiefstafrikanische "ur"-Völker (apropos, kam die Tage was raus, wenn du nicht im Bilde sein solltest, was mich wundern würde, post ich nen Link). Phänotypisch wär er dann der Oddball des Jahrhunderts. Ab dann kann die obige Knarre die Hände vom Redneck zum Bigfoot wechseln :D
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Re: Zusammenfassung der Ketchum-Studie und Vorgängen dazu

Beitragvon KnutKutter » 16.12.2011 11:34

Ich bin irgendwie nie dazu gekommen den dritten Teil zu schreiben und habe die weitere Entwicklung nur am Rande mitverfolgt, da ich recht viel um die Ohren hatte. Nach wie vor herrscht ein furchtbares Chaos um die ganze Sache, neue Behauptungen werden jeden Tag aufgestellt, neue Websites und Blogs schiessen aus dem Boden und verschwinden wieder. Es ist einiges los zu dem Thema. Da ich das alles nicht ausführlich auseinander frimmeln kann, versuch ich nur mal einen kleinen Überblick zu geben.


Ketchum und die Studie:

Wie bereits vorher schon befürchtet, soll sich die Veröffentlichung mal wieder verschoben haben, diesmal auf ca. Mai nächsten Jahres. Hier ist ein Link zu einem interessaten Post von Matt Moneymaker über das PeerReview-Verfahren und warum das Paper nicht erscheinen soll - natürlich nur alles Spekulation durch "Hören-Sagen". Ketchum gibt sich bedeckt, gibt keine Interviews, fliegt wegen der Studie angeblich in der Weltgeschichte umher und veröffentlicht alle paar Monate ein Facebook-Update:
For all of the people speculating on the Erickson project, Adrian and I have agreed to set aside the NDA to tell you that his group is a successful participant in this project. His research project to obtain the DNA samples is separate from us. His samples will be in the paper along with all of the successful submitters. And, yes, his great footage will come out so lets let all of the rumors go, OK? And once again, please know that we are at the mercy of the journal as to when we can announce. Thanks!
Angeblich ist Ketchum auch in Deutschland gewesen wegen der Studie. Vielleicht wegen des Peer-Reviews? Hat niemand Kontakt mit Laboren die sowas machen und kann mal nachfragen was da los war? :)


Erickson:

Will nach wie vor seine Videos veröffentlichen. Hier und da sind Infos auf angeblichen DNA-Tests veröffentlicht worden. Demnach seien die Proben erschreckend humanoid. Woraus die Erheber schliessen, daß letztlich die weiblichen Vorfahren von Bigfoot auf einen Menschen zurückzuführen sind, die männlichen Vorfahren aber zu 100% nicht menschlich sind. Wenn ihr euch fragt was das heisst, dann kann das sicherlich jemand, der sich besser auskennt mit DNA-Tests als ich, auch besser erklären. Es hat wohl etwas mit den 2 versch. Arten von DNA zu tun die man untersuchen kann. Wenn ich das richtig verstanden habe wird die eine nur von weiblichen Individuen weitergegeben, während die andere von beiden Geschlechtern vererbt wird, aber auch schwieriger zu untersuchen sei. Bitte korrigiert mich wenn ihr euch da besser auskennt, im Link wird das auch nochmal angerissen.


Bearhunter, erschossene Bigfoot & Co.:


Mittlerweile ist die Identität des Jägers, der angeblich die zwei Bigfoot erschoss, bekannt. Er postet mittlerweile selber in div. Foren und Blogs und erzählt seine eigenen Versionen der Geschichte. In den div. Geschichten rund um die erschossenen Bigfoot geht es unter anderem um ein großes Bigfoot-Steak!!!! das der Jäger besitzen soll, welches derzeit zum Verkauf angeboten hat. Tom Biscardi will dieses Steak unbedingt für ganz viel Geld kaufen weil es ein Beweis ist. Ja, Tom Biscardi, der auch vor ein paar Jahren den Bigfoot-Kadaver im Kühlschrank gekauft hat, der dann ein Halloween-Kostüm war. Weiter wird spekuliert das die Bigfoot-Kadaver, die ja nie geborgen wurden, sehr wohl gefunden und eingefroren wurden. Und zwar in einem Kühlschrank des Jägers der sie erschoss. Der ist nämlich gleichzeitig auch Fischer für Großfische und hat dementsprechend größe Kühlschränke.




Klingt alles ziemlich abgedreht, oder nicht? Dazu kommt noch das Bigfoot-Unwort des Jahres: NDA!!!! Irgendwie ist jede der hier genannten Personen, einschliessich Biscardi, Jäger und Erickson an die NDA gebunden und deshalb kann keiner mit der Wahrheit rausrücken bis die Studie draussen ist.

http://www.cryptomundo.com bringt relativ viel über die Geschichte.

Ein Blog der mir sehr gut gefällt und versucht all diese Geschichten einigermaßen unter einen Hut zu bringen ist der folgende:

http://bigfootevidence.blogspot.com/

Es lohnt sich immer wieder mal da vorbeizuschauen wenn man sich ein wenig informieren will.

So long

Andreas
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Re: Zusammenfassung der Ketchum-Studie und Vorgängen dazu

Beitragvon swf MPc » 25.11.2012 00:16

Neuste Entwicklung: es gibt endlich eine offizielle Pressemitteilung von Dr. Ketchum - http://www.dnadiagnostics.com/press.html

Erwähnt sei an dieser Stelle, dass das Paper offensichtlich noch nicht durch den Peer Review Prozess und die Pressemitteilung eine Reaktion auf die freizügige Äußerung von Igor Burtsev ist - http://www.cryptomundo.com/bigfoot-repo ... dna-study/

Viele Grüße Marcus
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Re: Zusammenfassung der Ketchum-Studie und Vorgängen dazu

Beitragvon Tobias » 25.11.2012 11:16

Hallo,

ich übersetze mal den Artikel aus DNA-Diagnostics, für alle, die im Englischen nicht so sicher sind.
"Bigfoot"-DNA für demnächst erscheinende Studie sequenziert

Dallas, 24. Nov (2012) Eine wissenschaftliche Arbeitsgruppe kann mit ihrer 5 Jahre dauernden DNA-Studie die Existenz einer neuen homininen Hybrid-Art bestätigen, die üblicherweise als Bigfoot oder Sasquatch bekannt ist und in Nordamerika lebt. Die Arbeit begindet sich zur Zeit im Peer-Review Prozess.
Die DNA-Sequenzen legen nahe, dass der legendäre Sasquatch ein Verwandter der modernen Menschen ist. Die Art ist vor etwa 15.000 Jahren als Hybridart zwischen modernen Homo sapiens und einer unbekannten Primatenart entstanden.

Die Studie wurde von einem Team aus Experten der Genetik, Forensik, Bildgebung und Pathologie unter der Leitung von Dr. Melba S. Ketchum in Nacogdoches, Texas durchgeführt. Aufgrund aktuellen Interesses an der Studie kann Dr. Ketchum bestätigen, dass ihr Team 3 komplette Sasquatch nuklear-Genome sequenziert hat und auf dieses Basis die Art als menschliche Hybridart determiniert:

"Wir haben 20 komplette Mitochondrien-Genome sequenziert und mittels next-generation-sequencing drei komplette Kern-Genome von angeblichen Sasquatch-Proben sequenzuert. Die Sequenzierung zeigte dass die mt-DNA des Sasquatch mit der moderner Menschen identisch ist, aber die nDNA ist neu, von einem unbekannten Homininen, der mit Homo sapiens und anderen Primatenarten verwandt ist. Unsere Daten zeigen, dass die nordamerikanischen Sasquatches eine Hybridart sind, ein Resultat aus Männchen einer unbekannten Primatenart und menschlichen Frauen."

Hominine sind Mitglieder der taxonomischen Gruppe Hominini, die alle Mitglieder der Gattung Homo einschließt (und daneben auch die Gattungen Australopithecus und Paranthropus einschließt, möglicherweise auch Ardipithecus, Orrorin und Sahelanthropus, Anm. d. Übers.) Genetische Untersuchungen haben bereits Homo neanderthalis (sic.) und den Denisova-Menschen als "Lieferanten" für die mDNA oder nDNA ausgeschlossen. "Der männliche Vorfahre, der die unbekannten DNA-Sequenzen mitbrachte, ist einzigartig. Seine DNA unterscheidet sich stärker vom modernen Menschen als die DNA relativ junger Entdeckungen wie dem Denisova-Menschen." erklärt Ketchum.

"Die Sasquatch-Kern-DNA ist unglaublich neu und entspricht nichts von dem, was wir erwartet haben. Obwohl es menschliche DNA im Genom gibt, gibt es ebenfalls bestimmte Sequenzen, die weder einem Menschen noch einem archaischen Homininen oder einem Affen zugeordnet werden können. Wir beschreiben es als ein Mosaik von menschlichen und neuartigen nicht-menschlichen Substanzen. Weitere Studien sind notwendig und werden bereits durchgeführt, um die Sasquatch-Kern-DNA besser zu charakterisieren und zu verstehen."

“Sasquatch nuclear DNA is incredibly novel and not at all what we had expected. While it has human nuclear DNA within its genome, there are also distinctly non-human, non-archaic hominin, and non-ape sequences. We describe it as a mosaic of human and novel non-human sequence. Further study is needed and is ongoing to better characterize and understand Sasquatch nuclear DNA.”

Frau Dr. Ketchum ist Veterinärin und hat 27 Jahre Erfahrungen in der Genforschung, einschließlich forensischer Genetik. Am Beginn ihrer Karriere arbeitete sie als Tierärztin, vor kurzem hat sie als Mitautorin eine Genomkarte der Pferde veröffentlicht. Vor fünf Jahren begann sie, angebliche DNA-Proben aus Sasquatch-Haaren zu untersuchen.

Ketchum ruft die Offiziellen und die Gesetzgeber dazu auf, den Sasquatch sofort als indigenes Volk anzuerkennen:

"Genetisch ist der Sasquatch ein menschlicher Hybride mit eindeutig menschlichen Wurzeln mütterlicherseits. Alle Regierungsebenen müssen ihn als indigenes Volk anerkennen und sofort seine Menschen- und Verfassungsrechte gegen Leute schützen, die ihre physischen und kulturellen Differenzen als "Lizenz" sehen, ihn zu jagen, ihm Fallen zu stellen oder ihn zu töten."

Die gesamten Details der Studie werden in naher Zukunft vorgestellt, wenn die Studie veröffentlicht wird.


Mein Kommentar folgt.

Schöne Grüße

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Re: Zusammenfassung der Ketchum-Studie und Vorgängen dazu

Beitragvon Tobias » 25.11.2012 11:55

Hallo,

Donnerwetter, das ist auf den ersten Blick starker Tobak auf einen Sonntagmorgen.
Doch was sagt die Vorab-Veröffentlichung zu dieser Studie genau:

1. Die Arbeitsgruppe um Frau Dr. Ketchum hat DNA-Proben vom Sasquatch bekommen, offenbar alles Haare. Die Herkunft der Proben wurde mit keinem Wort erwähnt.

2. Sequenziert wurden 20 mitochondrialer Genome und 3 Kern-Genome.

3. Die mitochondirale DNA, die beinahe ausschließlich mütterlich vererbt wird, entspricht weitgehend der DNA moderner Menschen.

4. Die Kern-DNA entspricht einem Mosaik aus menschlicher und eigener sasquatch-DNA, die aber offenbar Ähnlichkeit zur DNA anderer Homininen hat, jedoch nicht zu jüngeren Formen wie dem Neanderthaler und dem Denisova-Hominiden.

Hieraus schließen die Forscher:

a. Es handelt sich um eine Hybridart eines unbekannten Affen mit menschlichen Frauen.

b. Die Hybridisierung hat vor etwa 15.000 Jahren stattgefunden.

indirekt ist auch Schluß c möglich: Die männliche Vorläuferart unterscheidet sich stärker vom modernen Menschen als der Neanderthaler oder der Denisova-Hominide.

Hieraus ergibt sich der Aufruf der Forscher, den Sasquatch als menschliches Wesen anzuerkennen und ihm Menschenrechte sowie die Rechte der Verfassung der USA bzw. Kanadas zu zu erkennen.

Meine Meinung hierzu:

1. Mit der Hybridisierung hat niemand gerechnet. Ich bin diesbezüglich noch skeptisch, u.a. weil 20 mitochondriale Proben vorliegen, aber nur drei Kern-DNA-Proben. Hier stellt sich eindeutig das Problem der Zuordnung und der Verunreinigung (siehe Heilbronner Phantom). Diesen schweren Verdacht können die Studienteilnehmer ausschalten, in dem sie belegen, wo die menschliche DNA innerhalb der verschiedenen menschlichen Populationen einzuordnen ist.

2. Ein Hybridisierungspunkt vor 15.000 Jahren deckt sich spannenderweise mit den ersten größeren Einwanderungswellen. DNA von Einwanderern aus dieser Zeit steht mit Funden aus den Paisley-Höhlen in Oregon und den Funden im Buttermilk-Creek-Complex in Texas zur Verfügung.
Dennoch ist es nicht zwingend, dass die Hybridisierung in Amerika stattgefunden hat. Die Vorfahren der Sasquatch könnten Bewohner von Beringia gewesen sein, möglicherweise (ich spekuliere sehr) kennt man sie heute auf der anderen Seite der Beringstraße als Alma?

3. Die Einordnung der eindeutig eigenständigen DNA-Sequenzen im Komplex der Hominini steht noch aus. Offenbar unterscheiden sie sich stärker von uns, als der Neanderthaler. Dies ließe auf eine frühere Trennung der Ursprungsarten schließen, trotzdem ist fruchtbare Hybridisierung möglich. (Dies sagt nicht zwingend etwas über die Wahrscheinlichkeit der Hybridisierung zwischen Neanderthaler und modernen Menschen aus.)

4. Unter Umständen ist aufgrund der Varianz der mDNA eine Abschätzung der Populationsgröße möglich.

Wie so oft bei Vorab-Ankündigungen: Ein paar durchaus aufsehenerregende Fakten, ein wenig warme Luft, aber wesentliche Fragen bleiben (noch?) offen.

Schöne Grüße

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Re: Zusammenfassung der Ketchum-Studie und Vorgängen dazu

Beitragvon Tobias » 25.11.2012 12:14

Nachtrag:

Es gibt aus dem Kaukasus einen Bericht über Hybridisierungen zwischen Menschen und einem nichtmenschlichen Wesen, das weitgehend in Richtung des Sasquatch eingeordnet werden kann. Ich zitiere hierzu Paturi, F.R.: Die großen Rätsel unserer Welt. Deutscher Bücherbund, Stuttgart, 1989:

Aufgezeichnet wurde dieser Bericht von Frau Dr. Marie-Jean Kofman im Kaukasus. Aber dieser militärische Bericht ist keinesfalls ihr spektakulärster Beitrag zur Tiermenschenforschung: Im vergangenen Jahrhundert (dem 19. Anm. T.) sollen Almas kaukasischen Bauern gelegentlich bei der Feldarbeit geholfen haben, und in der Gegend von Ochamchir in Abchasien hatte, so erfuhr die Forscherin, ein Alma-Weibchen sogar leichte Hausarbeiten verrichtet, etwa Brennholz gesammelt und Korn gemahlen. Nicht genug damit: "Sie hatte sogar Kinder von menschlichen Vätern. Leider wusch sie nach jeder Geburt das neugeborene Kind im Fluß und die Kinder überlebten das eisige Bad nicht. Später nahmen ihr die Leute des Dorfes die Säuglinge rechtzeitig weg, und vier von ihnen überlebten. Sie entwickelten sich zu fast normalen Männern und Frauen. Zana selbst starb Ende des 19. Jahrhunderts und wurde begraben.
Im Jahre 1964 konnte Dr. Boris Porschnew, ein anderer eifriger russischer Forscher, zwei ihrer Enkel aufsuchen und sie sprechen. Er berichtete, sie hätten dunkle Haut und sähen leicht negroid aus. Der Enkelsohn hatte sehr starke Kiefermuskeln und konnte einen Stuhl samt einem darauf sitzenden Mann mit den Zähnen hochheben.


Leider gibt es hierzu keine Literaturquellen in dem Buch. Der Band ist eher als prächtig illustriertes Lesebuch, denn als halbwegs glaubhaftes wissenschaftliches Werk zu sehen ist.

Schöne Grüße

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Re: Zusammenfassung der Ketchum-Studie und Vorgängen dazu

Beitragvon Marozi » 25.11.2012 21:54

Hallo Tobias,

die Geschichte um Zana ist z. B. aus Bayanov, D. (1998). Auf den Spuren des Schneemenschen. Stuttgart: Kosmos bekannt. Bilder von Chwit's Schädel gibt es z. B. auf der Webseite des International Center of Hominology. Wissenschaftliches Werk ist natürlich nichts davon, evtl. gibt es hier nur solche in russischer Sprache (dazu müsste ich aber nochmals tiefer in die Bibliothek).

Edit: Offenbar gab es auch schon Untersuchungen der DNA von Khwit u. a., aber den aktuellen Sachstand kriege ich ganz so schnell nicht zusammen (Hans-Jörg hat da z. B. bessere Kontakte zu den russischen Kryptozoologen, es müsste m. W. auch einiges im DKR stehen).
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Re: Zusammenfassung der Ketchum-Studie und Vorgängen dazu

Beitragvon KnutKutter » 27.11.2012 13:25

Wow, das alles hab ich ja gar nicht mitgkriegt. Zu Zara gibt es auch einen Thread hier im Forum der etwas detaillierter ist. Ist recht interessant zu lesen.

Ok, nun zur Studie. Das ganze wirft mal wieder Fragen über Fragen auf und ich weiss gar nicht wo ich anfangen soll. Zunächst einmal zu den Quellen der Proben: Soweit ich das verstehe ist die Studie nach wie vor nicht veröffentlicht. In der vollständigen Studie sollten die Quellenangaben doch vorhanden sein, oder? Für mich interessant wäre jetzt die Frage, inwieweit sich das Peer-Review auswirkt. Wir sind ja sicherlich nicht die ersten die sich fragen, ob die Studien kontaminiert sind. Ist denn das Peer-Review genau für solche Dinge da? Das dort dieser Frage nachgegangen wird? Oder anders: Kann man nach erscheinen der Studie davon ausgehen, daß die Proben nicht kontaminiert wurden?

Jetzt mal allgemein zu dem Thema Kontamination in bezug auf Hominiden: Da ich mir vorstellen kann das es einen riesen Aufstand in der wissenschaftlichen Szene geben wird (und nicht nur da), bei der Skeptiker darauf bestehen werden, daß die Proben kontaminiert wurden, drängt sich mir eine andere Problematik auf. Jede Probe, egal von welchem Lebewesen, muss ja zwangsläufig von einem Menschen gesammelt werden. Die Gefahr einer Kontamination ist also grundsätzlich immer gegeben. Man kann ja schlecht zwei unabhängige "Experten" mit in den Busch nehmen die dann verifizieren, daß keine Verunreinigung stattgefunden hat. Genausowenig wie ich meinen Hund trainieren kann, Proben zu nehmen, damit augeschlossen werden kann, daß diese durch den Mensch verunreinigt wird. Letztlich wäre es also völlig egal, wo die Probe herstammt, bei dem Thema Bigfoot (Hominid, verwandt mit dem Menschen, DNA zeigt menschliche Teile) kann man als Skeptiker immer das Totschlagargument Kontamination bringen. Klärt mich auf, wie stellt sowas an damit es absolut bombenfest wäre?


Über ein Veröffentlichungsdatum ist nach wie vor nichts bekannt, oder? Einhergehend mit dem erscheinen der Studie sollen ja div. Video- und Fotoaufnahmen veröffentlicht werden, die eindeutig Bigfeet zeigen sollen. Ich kann mir einen mittelschweren Medienhype vorstellen, sobald das passieren sollte.


Letztlich kann man aber sagen: Genaues weiss man nicht. Die Studie ist nach wie vor nicht veröffentlicht, es kann sich also weiterhin um einen riesen Hoax handeln. Die jetzt veröfentlichen Informationen stammen letztlich wieder von Ketchum selber. Es wurde nur etwas genauer spezifiziert was uns angeblich erwarten wird. Dann bleibt zu hoffen das die Studie bald erscheint, vorher bleibt die ganze Sache leider schlicht ungewiss.

Bin mal gespannt, ich werd jetzt mal ein wenig im Netz und auf einschlägigen Seiten stöbern um zu schauen wie das alles dort eingeschlagen ist. Cryptomundo dürfte lustig werden :)

Gruß,

der Knut.
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Re: Zusammenfassung der Ketchum-Studie und Vorgängen dazu

Beitragvon Tobias » 27.11.2012 19:41

Hallo Knut,

ich zitiere mal deine Fragen:
> Soweit ich das verstehe ist die Studie nach wie vor nicht veröffentlicht.

So ist es. Das war eine Vorankündigung, nicht mal eine Vorab-Veröffentlichung.

> In der vollständigen Studie sollten die Quellenangaben doch vorhanden sein, oder?

Ja, wobei ich denke, dann die Quellen nicht so das Problem sind, sondern eher die Herkunft und Behandlung der Proben. Das wird im Material & Methoden - Teil der Arbeit ausgiebig beschrieben werden.

> Für mich interessant wäre jetzt die Frage, inwieweit sich das Peer-Review auswirkt.

Letztlich gucken die Reviewer nur, ob die Arbeit keine handwerklichen Fehler, weder im experimentellen Teil noch in den Schlußfolgerungen enthält. Wenn sie sehr weit gehen, können sie verlangen, dass Versuche und die Auswertungen teilweise oder komplett wiederholt werden, vielleicht auch in anderen Labors.

> Wir sind ja sicherlich nicht die ersten die sich fragen, ob die Studien kontaminiert sind. Ist denn das Peer-Review genau für solche Dinge da? Das dort dieser Frage nachgegangen wird? Oder anders: Kann man nach erscheinen der Studie davon ausgehen, daß die Proben nicht kontaminiert wurden?

Ja, das werden die Reviewer fragen. Das wird eine der wichtigsten Fragen sein, die sie stellen. Auch die Autoren der Studie werden sich das gefragt haben und offenbar eine Antwort gefunden haben, die eine Kontamination ausschließt bzw. sehr unwahrscheinlich macht.

Ich könnte mir vorstellen, dass man auch die Probennehmer (und Labormitarbeiter) sequenziert hat, um sie auszuschließen. Das passiert u.a. in forensischen Labors, um Kontaminationen durch Labormitarbeiter auszuschließen, ist also eine Routineangelegenheit.

> Jetzt mal allgemein zu dem Thema Kontamination in bezug auf Hominiden: Da ich mir vorstellen kann das es einen riesen Aufstand in der wissenschaftlichen Szene
> geben wird (und nicht nur da), bei der Skeptiker darauf bestehen werden, daß die Proben kontaminiert wurden, drängt sich mir eine andere Problematik auf.

Ich bezweifle, dass es außerhalb der Bigfoot-Gemeinde und der Kryptozoologie einen Hype geben wird. Es wird möglicherweise als Fußnote in den Medien kurz erwähnt werden, das wars.

> Jede Probe, egal von welchem Lebewesen, muss ja zwangsläufig von einem Menschen gesammelt werden. Die Gefahr einer Kontamination ist also grundsätzlich immer
> gegeben. Man kann ja schlecht zwei unabhängige "Experten" mit in den Busch nehmen die dann verifizieren, daß keine Verunreinigung stattgefunden hat. Genausowenig
> wie ich meinen Hund trainieren kann, Proben zu nehmen, damit augeschlossen werden kann, daß diese durch den Mensch verunreinigt wird. Letztlich wäre es also völlig
> egal, wo die Probe herstammt, bei dem Thema Bigfoot (Hominid, verwandt mit dem Menschen, DNA zeigt menschliche Teile) kann man als Skeptiker immer das
> Totschlagargument Kontamination bringen. Klärt mich auf, wie stellt sowas an damit es absolut bombenfest wäre?

Klar, ich schließe jeden, der mit der Probe, dem Probengefäß und ggf. der Pinzette handtiert, aus. Das geht ja gut mit der Sequenzierung.

> Über ein Veröffentlichungsdatum ist nach wie vor nichts bekannt, oder? Einhergehend mit dem erscheinen der Studie sollen ja div. Video- und Fotoaufnahmen
> veröffentlicht werden, die eindeutig Bigfeet zeigen sollen. Ich kann mir einen mittelschweren Medienhype vorstellen, sobald das passieren sollte.

Ich bezweifle, dass die Autoren einer solchen Studie Bilder zeigen, die nichts mit der direkten Studie zu tun haben. Im Höchstfall werden sie eine Haarprobe am Auffindeort zeigen, vermutlich eher Gele und Kladogramme. Alles andere ist spekulativ, und damit möchte man sich in einem wissenschaftlichen Paper nicht belasten.
Das Thema ist sowieso sehr heiß, man kann damit seinen Ruf sehr schnell verbrennen, was in den USA dazu führt, dass man nicht mehr wiedergewählt wird und keine Drittmittel einwerben kann und damit den Job verliert. Und vor allem nie wieder einen an einer wissenschaftlichen Institution bekommt ("Ketchum? war da nicht was mit so einem Spinner, der meinte, er hätte den Yeti sequenziert? Ist die das etwa?").

> Letztlich kann man aber sagen: Genaues weiss man nicht. Die Studie ist nach wie vor nicht veröffentlicht, es kann sich also weiterhin um einen riesen Hoax handeln. Die
> jetzt veröfentlichen Informationen stammen letztlich wieder von Ketchum selber. Es wurde nur etwas genauer spezifiziert was uns angeblich erwarten wird. Dann bleibt
> zu hoffen das die Studie bald erscheint, vorher bleibt die ganze Sache leider schlicht ungewiss.

Genau so ist es. Mal sehen, was kommt.

> Bin mal gespannt, ich werd jetzt mal ein wenig im Netz und auf einschlägigen Seiten stöbern um zu schauen wie das alles dort eingeschlagen ist. Cryptomundo dürfte
> lustig werden :)

Wir werden sehen.

Schöne Grüße

Tobias
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Re: Zusammenfassung der Ketchum-Studie und Vorgängen dazu

Beitragvon KnutKutter » 28.11.2012 10:06

Hi Tobias,

danke für deine Antworten. Du hast geschrieben:

> Ja, wobei ich denke, dann die Quellen nicht so das Problem sind, sondern eher die Herkunft und Behandlung der Proben. Das wird im Material & Methoden - Teil der Arbeit ausgiebig beschrieben werden.

Das meinte ich mit Quellen. Also die Quellen der Proben. Deine weiteren Antworten lassen ja darauf schließen das höchstwahrscheinlich genauestens geprüft wird, ob die Probem kontaminiert wurden.

> Ich bezweifle, dass die Autoren einer solchen Studie Bilder zeigen, die nichts mit der direkten Studie zu tun haben. Im Höchstfall werden sie eine Haarprobe am Auffindeort zeigen, vermutlich eher Gele und Kladogramme. Alles andere ist spekulativ, und damit möchte man sich in einem wissenschaftlichen Paper nicht belasten.

Die Veröffentlichung von der ich sprach sollte nicht in der Studie selber geschehen, sondern gesondert. Weiter oben ion meinen Beiträgen habe ich das bereits beschrieben. Das Erickson-Project, von denen viele der Proben der Studie stammen sollen, möchte nach Veröffentlichung der Studie die von ihnen gemachten Videos vorstellen. Vorher wollte man damit nich raus, weil man der Meinung ist, daß die Videos ohne den DNA-Beweis als Fake abgetan werden. Für den Fall das dies alles wahr sein sollte, dann kann man davon ausgehen das ein Teil der Proben von den Lebewesen aus den Videos stammen. Wie gesagt, nur für den Fall das da wirklich etwas an Bigfoot dran sein sollte :)

Grüße

Knut
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Re: Zusammenfassung der Ketchum-Studie und Vorgängen dazu

Beitragvon swf MPc » 28.11.2012 13:02

Ich habe folgenden Artikelverweis beim "Bigfoot Lunch Club" gefunden: http://www.yakimaherald.com/search/5578 ... -its-human
Scheinbar eine Lokalzeitung, die Dr. Ketchum ein paar Antworten entlocken konnte:
- zum Releasedatum: "... in weeks instead of many months, that’s for sure."
- zum möglichen Einfluss der Pressemitteilung auf den laufenden Peer-Review-Prozess: "I hope not. So far we haven’t heard anything that says it’s going to stop it."

Außerdem schreiben sie von einem "50-page manuscript" und 13 Einrichtungen, die DNA für die Studie getestet haben.

Viele Grüße Marcus


p.s.: auf die Videos des Erickson-Projekts bzw. Sasquatch the Quest bin ich auch mal gespannt ;)
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Re: Zusammenfassung der Ketchum-Studie und Vorgängen dazu

Beitragvon KnutKutter » 28.11.2012 14:20

Hi sfw MPc,

du hast geschrieben:

> auf die Videos des Erickson-Projekts bzw. Sasquatch the Quest bin ich auch mal gespannt

Ich hab das Thema lange nicht mehr verfolgt, deshalb bin ich nicht auf dem laufenden. Hat Erickson die Rechte daran an irgendeinen Sender oder eine TV-Show verkauft? Das ist doch eine Dokuserie wenn mich nicht alles täuscht? Falls ja kann ich mir vorstellen das die Videos dann mal wieder irgendwo im Nirvana landen.
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Re: Zusammenfassung der Ketchum-Studie und Vorgängen dazu

Beitragvon swf MPc » 28.11.2012 14:28

Bei dem Thema habe ich auch die Übersicht verloren. Zumindest offiziell (nach ihrer Homepage) warten sie nur auf den Release des Papers von Dr. Ketchum.
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Re: Zusammenfassung der Ketchum-Studie und Vorgängen dazu

Beitragvon Beren » 06.12.2012 17:20

Und die haltens nich mal für nötig das (die nichtmenschliche DNA) gegen den GenBank-Bestand zu testen.

Und das was daraus werden soll, sei angeblich momentan "in review".

Bild

Die Wahrscheinlichkeit ist hoch, dass kein Journal sich ne derart große Fuhre Fremd- zu ihrer Eigenscham machen will. Denk ich mal.
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Re: Zusammenfassung der Ketchum-Studie und Vorgängen dazu

Beitragvon KnutKutter » 07.12.2012 08:27

Hi Beren,

GenBank? Meinst du diese Art von Bibliothek in der die Gendaten von allen möglichen Tieren weltweit gespeichert wird? Ich hab jetzt natürlich keine Links zur Hand, hab aber schon des öfteren gelesen das sie das getan haben und das es keinem Lebewesen entsprach, welches dort vorhanden war. Steht wahrscheinlich oben in meinen Texten, bzw. in den Links dazu. Irgendwo :)
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Re: Zusammenfassung der Ketchum-Studie und Vorgängen dazu

Beitragvon Allosaurus » 18.12.2012 19:54

KnutKutter hat geschrieben:hab aber schon des öfteren gelesen das sie das getan haben und das es keinem Lebewesen entsprach, welches dort vorhanden war.


Das wird in solchen Fällen natürlich oft behauptet, aber rein von der Logik her müsste das Material deutlich mit Menschen, Schimpansen und wahrscheinlich auch Gorillas clustern. Denn durch Urzeugung ist diese Spezies mit Sicherheit nicht entstanden.

LG
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Re: Zusammenfassung der Ketchum-Studie und Vorgängen dazu

Beitragvon KnutKutter » 18.12.2012 20:00

Öhm, aber auch das liest man immer wieder mal, so nach dem Motto "Wir haben ne Genprobe machen lassen, herauskam kein bekanntes Tier, aber nahe an Menschen/Menschenaffen etc". In solchen Fällen schreien die Leute dann normalerweise das die Probe verunreinigt ist.
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