15 | 12 | 2017
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Enzyklopädie

Die Einträge dieser kryptozoologischen Enzyklopädie liegen in einem standard-alphabetischen Format vor. Biografische Einträge sind nach dem Nachnamen der Person eingeordnet, Organisationen nach ihrem offiziellen Namen. Die Kryptide wurden nach ihrem bekanntesten oder häufigsten Namen eingeordnet. Bei unbenannten Kryptiden, vor allem bei Seeschlangen, wurde die Örtlichkeit der Sichtung oder das sichtende Schiff zur Einordnung herangezogen.

Diese Enzyklopädie erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit.

Ataka-Kadaver

Wal auf Bugwall eines KreuzfahrtschiffsEine der Gefahren, der Wale neben der Umweltverschmutzung und Bejagung (direkt oder indirekt) durch den Menschen ausgesetzt sind, sind Kollisionen mit Schiffen. Natürlich stellt dies für ein hiervon betroffenes Tier prinzipiell beinahe immer ein Problem dar, allerdings kann dies unter Umständen auf Populationsebene eine andere Dimension gewinnen. So war die Kollision mit einem Schiff beispielsweise mit 35 Prozent (entspricht 16 Tieren) zwischen 1970 und 1999 die zweithöchste Ursache bei 45 nachweislichen Todesfällen von Atlantischen Nordkapern (Eubalaena glacialis), die hauptsächlich durch Bejagung nur eine relativ kleine Gesamtpopulation aufweisen. Diese Gefahr könnte auch nach Ansicht einiger Forscher den Unterschied zwischen Aussterben und Überleben dieser Walart ausmachen. Aber auch für andere Cetacea stellt der Schiffsverkehr eine Gefahr dar. Seit dem Aufkommen von Dampfschiffen im späten neunzehnten Jahrhundert und der durch die neue Technologie zunehmenden Geschwindigkeit von Schiffen lassen sich derartige Kollisionen mit steigendem Vorkommen verzeichnen. Diverse Forschungsberichte der letzten Jahre haben dabei gezeigt, dass solche Zusammenstöße weit häufiger sind als einst angenommen. Die Daten in diese Richtung werden deshalb mittlerweile ständig aktualisiert, wobei im folgenden als Beispiel eine Auswertung des Zeitraums zwischen 1970 und 2002 genügen soll. Die Biologen Aleria Jensen und Gregory Silber zählten anhand von Berichten und gestrandeten Tieren mit entsprechenden Verletzungen insgesamt 292 Großwal-Schiffskollisionen. Die Dunkelziffer nicht erkannter oder nicht berichteter Kollisionen ist mit Sicherheit allerdings weit höher, da nicht immer ein Bericht vorliegt oder ein toter Wal angeschwemmt wird1. Betroffen von Zusammenstößen mit Schiffen ist natürlich nicht nur der Atlantische Nordkaper sondern auch andere Großwale. Der Finnwal wird sehr häufig getroffen (75 Tiere) und nimmt damit die traurige Spitzenposition ein, Kollisionen mit dem Buckelwal (44), Grauwal (24), Zwergwal (19), Pottwal (17) und Südlichem Glattwal (15) sind relativ häufig in einigen Gebieten, nur wenige gibt es hingegen mit dem Blauwal (8). Zusammenstöße mit Sei- und Brydewal (jeweils 3) und dem Grönlandwal sind noch seltener. Eine sehr große Anzahl (42) wurde beziehungsweise konnte nicht identifiziert werden. Zwar verliefen nicht alle Kollisionen mit größeren Konsequenzen für das betroffene Tier (48 Vorfälle resultierten lediglich in Verletzungen) aber mit 198 tödlichen Vorfällen nichtsdestotrotz der Großteil. Die Verletzungen selbst umfassten im übrigen eine große Bandbreite angefangen von Hämatomen und Propeller-Schnitten bis hin zu Frakturen und abgetrennten Flossen. Wie erwähnt, konnte nicht in allen Fällen das mit dem jeweiligen Schiff kollidierte Tier identifiziert werden. Und solch ein Fall schien zunächst auch der sogenannte Ataka2-Kadaver zu sein...

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Bridge of Don-Kadaver

Während eines Spaziergangs mit ihren Hunden fanden Margaret and Nick Flippence bei Bridge of Don, nahe Aberdeen, einen kuriosen Kadaver. "Es ist wie nichts zuvor was wir gesehen haben, es sieht fast prähistorisch aus", meinte Herr Flippence gegenüber der britischen Presse. Das angeblich rund zehn Meter lange "Seemonster" war bereits ziemlich verwest, Teile der Wirbelsäule konnten am Schwanzende gesehen werden und auch der Schädel war einigermaßen erkennbar. Fotos der Tierleiche wurden Experten vorgelegt, wobei Meeresbiologe Rob Deville vom Londoner Zoo auf Killer- oder Grindwal tippte. Die Kuratoren für Säugetiere am Londoner Naturkundemuseum hielten das "Monster" für einen Grindwal (Globicephala melas). Diese "grauenhafte Seekreatur" wurde infolge in vielen Internetforen, -seiten und Email-Gruppen heiß diskutiert, die Spekulationen reichten von Riesenaal über Genmutation bis hin zu den gerade genannten Walarten. Man kann sich vorstellen, welches Mysterium hieraus erwachsen hätte können wenn wir nicht 2011 sondern zum Beispiel 1934 hätten...

Tatsächlich ist der Kadaver, wie Kryptozoologe Markus Bühler zu diesem Fall angemerkt hat, wohl kaum zehn Meter lang, was man an der im Hintergrund stehenden Frau Flippence abschätzen kann. Die Wirbel stammen nicht von einem Hai oder Rochen, der Gesamteindruck spricht für ein Säugetier, die Frage scheint also tatsächlich ob einem Killer- oder Grindwal. Was viele nicht sofort erkannten war, das wie beim Schädel des Tecolutla-Monsters auch der Schädel des Kadavers von Bridge of Don falsch herum liegt, sprich man sieht von unten auf den Schädel, wobei der Unterkiefer fehlt. Im Vergleich von Schädelbildern und aufgrund der relativ dünnen Zahnlöcher scheint Grindwal der richtige Kandidat. Und tatsächlich enthüllte das Scottish Agricultural College, dem die Leitung in Fällen von Strandungen von marinen Lebewesen in Schottland obliegt, dass es sich um einen jungen Grindwal handelt. Der Veterinär Dr. Andrew Brownlow untersuchte demnach den auf etwa fünf Jahre geschätzten Wal bereits im Mai 2011. Bei diesem ersten Fund, lag der Kadaver allerdings noch in einer anderen Position und der Kiefer war noch vorhanden. Seitdem verweste die Leiche natürlich weiter und wurde vermutlich durch die Wellen auf den Rücken gedreht, wobei dann letztlich auch der Unterkiefer irgendwann verloren ging.

  • Anonymous (2011) 'Sea monster' carcass found on beach is pilot whale
    URL: http://local.stv.tv/aberdeen/news/263148-mystery-carcass-is-pilot-whale/ [Stand: 20.07.2011]
  • Anonymous (2011) A monster of a find: Couple walking their dogs discover 30ft carcass of sea creature rotting on beach
    URL: http://www.dailymail.co.uk/news/article-2016781/Lock-Ness-Monsters-little-brother-Couple-discover-30ft-sea-creature-carcass.html [Stand: 20.07.2011]
  • Smernicki, Jane (2011) SAC vets believe 'mysterious' carcass on Aberdeen beach is a pilot whale
    URL: http://www.sac.ac.uk/news/currentnews/11n91aberdeencarcass [Stand: 21.07.2011]

Champ

Diese prähistorisch anmutende Kreatur lebt den Berichten nach im Lake Champlain, welcher je zu einem Teil in den US-Bundesstaaten New York, Vermont und in der kanadischen Region Quebec liegt. Bei Champ soll es sich um ein plesiosaurierartiges Tier handeln, man zieht allerdings auch die Möglichkeit in Betracht, dass Champs wahre Identität in einem urzeitlichen Wal von schlangenartiger Statur liegt, dem Basilosaurus.
Indianer kannten das Untier im Lake Champlain schon lange vor den ersten weißen Siedlern unter dem Namen „Chaousarou“. 1609 beobachtete der französische Entdecker Samuel de Champlain (um 1567 bis 1635) das Ungeheuer. Der spätere Gouverneur von Kanada besuchte damals als erster Europäer das Gebiet um den See.
1873 wurden Bahnarbeiter der New York & Canada Railroad nahe der nordamerikanischen Stadt Dresden (New York) Zeugen einer riesigen Seeschlange, deren Kopf aus dem Wasser ragte und die Gruppe beobachtete. In der Folgezeit erblickten immer mehr Menschen ein Monster im Lake Champlain.

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Cadborosaurus (Caddy)

Der kanadischen Provinz British Columbia sagt man nach, sie sei die Heimat zahlreicher Seeungeheuer. Eines von ihnen taucht seit langer Zeit immer wieder in der Cadboro Bay auf, einer Bucht, die nahe der Stadt Victoria auf Vancouver Island liegt. 1933 taufte der Redakteur der „Victoria Daily Times“, Archie H. Wills, die Kreatur auf den Namen „Cadborosaurus“ – kurz „Caddy“. Die Chinhook-Indianer kannten dieses rätselhafte Lebewesen allerdings schon lange unter dem Namen „Hiachuckaluck“.

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Cherbourg-Kadaver

siehe Querqueville-Kadaver.