25 | 07 | 2017
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Morag

Neben Ungeheuern wie Nessie oder Lizzy soll auch das Seewesen „Morag“ in einem schottischen Gewässer sein Unwesen treiben. Und tatsächlich erfreut es sich großer Berühmtheit, denn Forscher stellten schon mehrfach Versuche an, es zu fangen. Der Loch Morar, die Heimat Morags, liegt etwa 50 Kilometer südwestlich von Loch Ness. Er ist mindestens 310 Meter tief, jedoch kleiner als der See Nessies. Die Bezeichnung „Morag“ leitet sich von dem gälischen Wort „a Mhorag“ („Geist des Sees“) ab.

Seit der ersten bekannt gewordenen Sichtung im Januar 1887 wurde das Ungeheuer etwa 30 Mal beobachtet. Die meisten Berichte beschreiben ein sich flink bewegendes, etwa sechs Meter langes Wesen mit einem schlangenartigen Hals und Höckern auf dem Rücken. Nach anderen Angaben besitzt Morag eine Länge von bis zu neun Metern und ist dunkelbraun gefärbt. Auch Morag soll einem prähistorischen Plesiosaurier ähnlich sehen.
Der Legende nach soll das Ungeheuer immer dann auftauchen, wenn der Tod eines Familienmitgliedes des McDonald-Clans unmittelbar bevorsteht.
Eine aufregende Begegnung mit Morag erlebten am 16. August 1969 die Fischer Duncan McDonell und William Simpson, als sie am Abend mit ihrem Motorboot nach Hause fahren wollten. Plötzlich erblickten sie auf dem Loch Morar ein beinahe zehn Meter langes Monster mit einem 20 Zentimeter dicken Kopf, drei Buckeln auf dem Rücken und einer braunen Haut. Das Seeungeheuer soll versucht haben, das Boot zu attackieren. Erst, als die Männer auf Morag schossen, tauchte es im Wasser unter.
Im September 1958 sah Dr. George Cooper das Monster. Kurze Zeit nach der Beobachtung fertigte er eine Zeichnung des Untiers an. 1970 sichtete Neil Bass, ein Mitglied des „Loch Ness Investigation Bureau“, das Seeungeheuer im Loch Morar.
Im April 1971 beobachteten Ewan Gillies und sein Sohn John vom Ufer aus das Monster. Ihrer Schilderung zufolge schwamm Morag friedlich durch das Wasser, war etwa sechs Meter lang, trug einen kleinen Kopf, der nicht dicker als sein langer, schlanker Hals war, und hatte zwei oder drei Höcker auf dem Rücken. Die Zeugen legten sogar Fotos vor, doch Experten konnten darauf nichts Außergewöhnliches entdecken.
Der Nessieforscher Adrian Shine führte einst eine aufwändige Suchaktion nach Morag durch, entdeckte jedoch nichts Aufsehenerregendes im Loch Morar.
1996 fand ein Taucher, der nach dem Ungeheuer suchte, in etwa 18 Metern Tiefe das Skelett eines Hirsches, das er phantasievoll als Rest von Morags Jagdbeute deutete...