24 | 06 | 2017
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Nessie

Das ganz ohne Zweifel berühmteste, spektakulärste und am intensivsten untersuchte Seeungeheuer der Welt ist das Ungeheuer von Loch Ness – die legendäre Seeschlange „Nessie“. Über kein anderes Tier der Kryptozoologie wurde intensiver spekuliert als über dieses fabelhafte Wesen. Seine Geschichte reicht angeblich bis ins sechste Jahrhundert zurück, denn schon anno 565 soll es das erste Mal aufgetaucht sein. Der irische Missionar St. Columba war damals zu einem Begräbnis gerufen worden – ein Schwimmer war in dem schottischen See Loch Ness von einer unbekannten Bestie getötet worden. Da Columba den River Ness, die Wasserstraße, die die Nordsee mit Loch Ness verbindet, im Schottischen Hochland überqueren musste, um zum Ziel zu gelangen, befahl er seinem Begleiter, ans andere Ufer zu schwimmen und das dortige Boot zu holen. Als der Mann sich allerdings schon im Wasser befand, tauchte ein schreckliches Geschöpf mit einem langen Hals auf und griff ihn mit lautem Gebrüll und weit aufgerissenem Maul an. Columba hielt der Kreatur geistesgegenwärtig das Kreuzzeichen entgegen und rief: „Lass von dem Mann ab! Krümme ihm kein Haar!“ – und so geschah es. Das Monstrum zog sich schneller zurück als es erschienen war. Alle, die Zeuge dieses Wunders wurden, nahmen augenblicklich christlichen Glauben an.

Loch Ness ist ein großer Binnensee, eingebettet zwischen den zerklüfteten Bergen des schottischen Hochlandes. Zusammen mit Loch Oich, Loch Lochy und Loch Linnhe liegt er im „Great Glen“ – dem „Großen Tal“, das sich im 45°-Winkel von Nordosten nach Südwesten durch Schottland zieht und die Nordsee mit dem Atlantischen Ozean verbindet. Loch Ness ist 38 km lang, aber nur 1,5 km breit. Der See hat eine Fläche von 56,4 Quadratkilometern und wird in der Urquhart Bay bis zu 250 Meter tief. Man weiß allerdings noch nicht, ob er an einigen Stellen vielleicht noch tiefer wird. Er enthält ca. 263 Milliarden Kubikmeter Wasser, das ist mehr Wasser als alle Seen von England und Wales zusammengenommen; Loch Ness ist daher der wasserreichste Binnensee Großbritanniens. An Fläche übertroffen wird er nur von Loch Lomond in Zentralschottland und an Tiefe von Loch Morar, einem See, der etwa 50 km südwestlich von Loch Ness liegt und mindestens 310 Meter tief wird, vielleicht sogar über 370 Meter. Die Jahresdurchschnittstemperatur im Loch Ness beträgt etwa fünf Grad Celsius, doch der See friert im Winter nie zu. Das Wasser wird durch Torfpartikel getrübt, was die Sicht unter der Oberfläche erschwert. Berühmt und zum Touristenziel schlechthin wurde er, wie bereits erwähnt, zweifellos durch das legendäre Ungeheuer „Nessie“, das seit 15 Jahrhunderten sein Unwesen im See treiben soll.
Man unterscheidet drei wesentliche Sichtungsarten: Das „umgedrehte Boot“ (der Zeuge sieht einen einzigen dunklen Buckel im Wasser, der an ein kieloben schwimmendes Boot erinnert); eine Reihe von Höckern, die sich entweder gleichmäßig oder „rollend“ fortbewegt; und die dritte Erscheinungsform, der „Plesiosaurier“, welcher einen langen Hals, einen kleinen schlangenartigen Kopf und einen oder mehrere Höcker auf dem Rücken trägt. Die meisten Beobachtungen finden in der 250 Meter tiefen Urquhart Bay statt, nahe der zerfallenen Schlossruine Urquhart Castle. In den Burgdokumenten ist das Ungeheuer kurioserweise allerdings niemals erwähnt worden.
Manche Wissenschaftler sind der Meinung, ein Ungeheuer von Nessies Größe könnte gar nicht im Loch Ness überleben, da das Nahrungsangebot an Fisch nicht ausreichend ist. Aber dort leben unter anderem Lachse, Aale, Elritzen, Hechte und Forellen, was wiederum als wahrscheinlichste Nahrungsquelle für Nessie gilt. Vielleicht ernährt sich das Monster auch von Wasserpflanzen, davon gibt es jedoch nicht allzu viele im Loch Ness – Wurzelpflanzen gedeihen infolge des dunklen, trüben Wassers, des steil abfallenden Ufers und des kurzen Sommers nur bis in eine Tiefe von drei Metern. Große Pflanzen wachsen lediglich in Ufernähe. Ein großes Tier, dass sich pflanzlich ernährt, hätte man deshalb öfter sehen müssen als bisher. Eine naheliegende Theorie über Nessies Nahrung ist das Fressen von Plankton, obgleich der Planktongehalt schottischer Seen im Vergleich zu anderen Gewässern Großbritanniens, wie etwa im Lake District, eher gering ist. Eine weitere Möglichkeit ist, dass sich das Ungeheuer von Detriti ernährt. Das sind teilweise organische Ablagerungen am Grunde des Sees. Sie bilden das Hauptnahrungsmittel bestimmter Fischarten. Andere bevorzugen Weichtiere und Insektenlarven an den Klippen. Allerdings sind die Ablagerungen im Loch Ness nicht sehr reichhaltig an organischen Stoffen – Proben haben ergeben, dass der organische Bestandteil lediglich 15 bis 30 Prozent beträgt.
Auch über die Frage nach der Anzahl "nessieartiger" Ungeheuer im Loch Ness wird noch spekuliert – wenn sie denn überhaupt existieren: George Zug von der „Smithsonian Institution“ hat errechnet, dass die ungefähre Zahl, die der See ernähren könnte, bei einem Gewicht von je etwa 1350 Kilogramm zehn bis 20 Exemplare beträgt, bei einem Gewicht von jeweils 150 Kilogramm etwa 150 Tiere.
Um was für eine Lebensform handelt es sich bei Nessie? Die gängigste Theorie besagt, es handle sich – wie bei so vielen anderen Seeungeheuer – um einen Plesiosaurier, jene vierzehn Meter langen Geschöpfe des Mesozoikums, die einen schwanenartigen Hals, einen kleinen Kopf, vier paddelähnliche Flossen, einen fassförmigen Rumpf und einen kräftigen Schwanz besaßen. Loch Ness war tatsächlich während der letzten Eiszeit einmal mit dem Meer verbunden – ein großes Tier, das von dort aus einwanderte, fand möglicherweise nicht wieder zurück und war im See gefangen, als dieser wieder vom offenen Meer abgeschnitten wurde (obgleich während der letzten Eiszeit keine Plesiosaurier mehr existierten). Heute liegen zwischen Loch Ness und der Nordsee nur noch der River Ness und einige Kanäle wie der bekannte Caledonian Canal. Aber ist es Reptilien im Loch Ness nicht zu kalt? Auch wird wieder einmal die prähistorische Walart Basilosaurus nicht ausgeschlossen, und manche Menschen glauben, dass Nessie ein Amphibium ist. Niemand kann die Frage mit absoluter Sicherheit beantworten. Skeptiker sind der Meinung, es handle sich um einen großen Stör. Auch Robben wie etwa Seehunde verirren sich gelegentlich in den Loch Ness, Fischotter leben dort ohnehin. Wasserspiegelungen könnten das Bild eines gewöhnlichen Seebewohners so verzerren, dass ein Augenzeuge glaubt, einen langen Hals zu sehen. Sogar Rotwild wurde bereits beim Schwimmen im Loch Ness beobachtet. Nicht selten halten aufgeregte Beobachter auch gewöhnliche Wellen für ein Ungeheuer.
Lange Zeit blieb es ruhig um Nessie. Seltsamerweise stammen die meisten Sichtungen nicht aus dem Mittelalter, als die schlecht informierten Menschen noch an Riesen, Einhörner und Drachen glaubten. Nach der Legende um St. Columba ist das Ungeheuer erst wieder am Anfang der 1930er Jahre des 20. Jahrhunderts aufgetaucht. Die früheste bekannte „moderne“ Sichtung fand am 22. Juli des Jahres 1930 statt. Der junge Ian Milne war gerade nahe dem kleinen Ort Dores mit zwei Freunden beim Fischen, als sie in etwa 600 Meter Entfernung unruhiges Wasser bemerkten. „Ich sah, wie die Gischt hoch in die Luft spritzte“, berichtete Milne später. Ein seltsames Wesen schwamm rasch auf die Jungen zu, und als es nur noch 300 Meter von ihnen entfernt war, zog es einen Halbkreis und entfernte sich mit einer Geschwindigkeit von nahezu 15 Knoten. Die Zeugen sagten aus, dass der Teil, den sie von dem Geschöpf sehen konnten, mindestens sechs Meter lang und etwa einen Meter hoch war. „Der Wellenschlag, den es verursachte, brachte unser Boot heftig ins Schaukeln“, behauptete Milne weiterhin, „Ganz ohne Zweifel war es ein lebendes Wesen, und ich kann mit Gewissheit sagen, dass es sich nicht um einen Riesenhai, eine Robbe, eine Gruppe Otter oder irgend etwas anderes Normales gehandelt hatte.“
Zwei weitere bekannte Beobachtungen fanden am 2. Mai und dem 22. Juli des Jahres 1933 statt – im ersten Fall beobachtete die Frau eines ortsansässigen Gastwirts zwei große, schwarze Buckel im See, und im Juli berichtete das Ehepaar Mr. und Mrs. George Spicer, wie eine riesige, prähistorisch anmutende schwarze Kreatur vor ihrem Auto die Uferstraße überquerte.

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Die Zeugen beschrieben das Geschöpf als ein beinloses Wesen, das einer riesigen, knapp acht Meter langen Schnecke mit einem langen Hals ähnelte. Erwähnenswert ist, dass die Eheleute vor ihrer Beobachtung noch nie etwas von einem Ungeheuer im Loch Ness gehört hatten. Sechs Monate später berichtete Arthur Grant, er hätte im Licht seiner Motorradscheinwerfer auf der Straße ein großes, eidechsenartiges Lebewesen beobachtet, das wie eine Kreuzung zwischen Seehund und Plesiosaurus aussah und mit dem er fast zusammengestoßen wäre. Tatsächlich scheint Nessie des Öfteren Landausflüge zu unternehmen – mindestens einmal soll das Monster ein Schaf oder Teile einer Kuh im Maul getragen haben. Eine der jüngsten Landsichtungen fand am 22. Februar 1999 statt, als einige Menschen ein zehn bis 15 Meter langes Monster am Strand nahe dem Örtchen Dores beobachten.
Bis heute schwören mindestens 3.000 Menschen hoch und heilig, Nessie leibhaftig gesehen zu haben – darunter nicht nur sensationsjagende Touristen, sondern auch oft ernst zu nehmende Menschen wie Mediziner, Mathematiker und Geistliche. Sogar der Chemie-Nobelpreisträger von 1952, Richard Sygne, will Nessie gesehen haben. Auch Bruder Andrew aus einem Kloster am Loch Ness, eine durchaus vertrauenswürdige Person, behauptet, ein Monster im See gesehen zu haben. Seinen Angaben zufolge entdeckte er einen großen Buckel im Wasser, der wie ein kieloben schwimmendes Boot aussah. Dann tauchte noch ein langer Schlangenhals mit einem kleinen Kopf auf. Der Zeuge sagte: „Ich habe nicht viel darüber gesprochen, da so etwas bei uns keine Seltenheit ist. Wir sind keine Touristen, die sich von Wellen oder Baumstämmen täuschen lassen. Wir wissen, was wir gesehen haben, und das war ganz sicher das Ungeheuer.“ Auch ein anderer Geistlicher, Gregory Brusey aus dem Kloster Fort Augustus, sichtete Mitte Oktober 1971 das Loch Ness-Monster. Er erblickte den etwa zwei bis drei Meter langen und 15 Zentimeter dicken Hals sowie den Höcker eines unbekannten Tieres. Ein ähnliches schlangenhälsiges Monster mit einem riesigen Maul und großen, ovalen Augen soll einmal vor einem Boot aufgetaucht sein. „Nie werde ich vergessen, wie mich diese Augen angestarrt haben“, erzählt der Zeuge.
Die Liste der Zeugen führt durch alle möglichen gesellschaftlichen Schichten und Berufsrichtungen: Anwohner und Touristen, Geistliche, Nobelpreisträger, Kriminalbeamte und andere mehr oder weniger vertrauenswürdige Menschen.
Das erste offizielle Foto eines vermeintlichen „Ungeheuers“ im Loch Ness gelang im Jahre 1933 Hugh Gray. Man kann darauf scheinbar einen breiten Rücken und eine Flosse im aufgewühlten Wasser erkennen – so glaubt zumindest der Betrachter. Doch hier trügt der Augenschein: die Aufnahme zeigt nichts weiter als den unscharf aufgenommen Kopf eines Labradors, der einen Stock im Maul trägt.
Sogar Sichtungen durch Taucher sind bekannt: Einmal soll ein Monstrum, das einem riesigen Frosch glich, einen Menschen, der nach einem Schiffswrack im Loch Ness suchen sollte, derart erschreckt haben, dass dieser sich weigerte, die Mission fortzuführen.
Die Tatsache, dass der See „seine Toten niemals wieder hergibt“, untermauert seinen düsteren Ruf noch: Geht ein Boot auf Loch Ness unter, und sei es auch in unmittelbarer Ufernähe, so tauchen nicht wenige Verunglückte nie wieder auf.
Am 19. April 1934 wurde das berühmteste Foto von Nessie geschossen, das über 60 Jahre als Beweis ihrer Existenz um die Welt ging und unzählige Male abgedruckt wurde. Ein Chirurg namens Robert Kenneth Wilson aus London nahm an jenem Tage ein langhalsiges Objekt mit einem kleinen Kopf auf, dahinter einen Schatten, der möglicherweise der bucklige Rücken des Monsters sein könnte. Doch das Bild war eine Fälschung, wie sich Jahrzehnte später herausstellte, als der Hersteller des „Ungeheuers“, schon auf dem Totenbett ruhend, gestand, damals ein künstliches Monster von etwa 30 Zentimetern Länge erschaffen zu haben. Wilson war nicht einmal der wahre Fotograf: Ein gewisser Marmaduke Wetherall lichtete das Modell ab, das er mitsamt eines schwimmbaren Untersatzes in einer seichten Bucht des Loch Ness ins Wasser gesetzt hatte. Der Mann war etwas früher bereits als Fälscher entlarvt worden – er hatte mit einem präparierten Nilpferdfuß Nessies Fußabdrücke vorgetäuscht. Wilsons guter Ruf als Mediziner sollte die ganze Geschichte nur glaubwürdiger erscheinen lassen.
Von den unzähligen Fotografien, die ungewöhnliche Objekte im Loch Ness zeigen sollen, erwiesen sich große Anteile als Fälschungen, Täuschungen oder als Aufnahmen normaler Tiere oder Gegenstände, die im Wasser schwammen. Erwähnenswert ist allerdings der Film von Tim Dinsdale, der am 23. April 1960 entstand. Darauf zu sehen ist in mäßiger Bildqualität ein etwa 1,7 Meter langer, schwarzer Buckel, der im Zickzackkurs mit ca. 16 Stundenkilometern über den Loch Ness schwimmt und schließlich untertaucht, woraufhin er eine Bugwelle erzeugt. Wissenschaftler erklärten die Aufnahmen für echt. Man weiß von mindestens 25 weiteren Filmen, deren Echtheit jedoch weit mehr in Frage steht.
Die gesamte Geschichte des Loch Ness-Monsters könnte eine kleine Bibliothek füllen. Allein über die unzähligen von 1930 bis heute durchgeführten Suchaktionen – und seien es nur intensive Beobachtungen mit Ferngläsern vom Ufer aus – könnte ein Buch geschrieben werden. Deshalb soll hier nur auf die aufwändigste Expedition näher eingegangen werden, wie etwa „Operation Deepscan“, die 1987 unter der Leitung des Nessie-Forschers Adrian Shine stattfand. 24 mit modernster Sonartechnik ausgestattete Boote zogen über einen Zeitraum von neun Tagen mehrmals in einer Reihe nebeneinander fahrend durch weite Teile des Sees einen Sonarvorhang. Das Team glaubte, dass ihnen kein lebendes Wesen entgehen könnte. Zwar stieß man auf belebte Objekte im Wasser, größer als jeder dort lebende Fisch – dennoch erbrachte die Aktion keinen greifbaren Beweis für die Existenz des Seeungeheuers.
Anfang der 70er Jahre schien es dann doch so weit: Dr. Robert Rines installierte Kameras unter Wasser, die in regelmäßigen Abständen jedes größere Objekt fotografierten, das ihnen vor die Linse kam, bis es wieder verschwand. Der erste Erfolg waren 1972 einige Fotos einer rhombenförmigen „Flosse“, die in der Mitte eine „Rippe“ besaß und den Gliedmaßen eines Plesiosauriers ähnelte.
Von NASA-Computern wurden die Bildkonturen verstärkt. Die Größe der „Flosse“ betrug etwa 1,8 bis zweieinhalb Meter. Einer späteren Aussage von Dr. Rines ist jedoch zu entnehmen, dass an den Fotos manipuliert wurde und sie nicht als beweiskräftig angesehen werden können.
Weiterhin gelangen Aufnahmen eines sechs Meter langen, scheinbar langhalsigen Objektes mit einem fassförmigen Rumpf und einer Flosse – dieses Etwas lässt sich aber auch als Gasblasenansammlung deuten. Ein weiteres interessantes Bild zeigt anscheinend die groben Umrisse eines gehörnten Kopfes mit geöffnetem Maul; diese dämonische Erscheinung geht jedoch vermutlich nur auf einen Baumstumpf zurück.
Nessies Existenz wird heute stärker denn je angezweifelt. Zu viele Fälschungen wurden aufgedeckt, zu viele Betrüger entlarvt, die aus dem Ungeheuer Profit schlagen wollten. Denn wenn Nessie tatsächlich ein real existierendes Wesen ist, dann fehlen derzeit noch grundlegende biologische Informationen, um sie eindeutig einer bekannten Tierart zuzuordnen. Ist sie ein Amphibium – wie ist sie dann in den See gekommen? Ist sie ein Reptil – wie kann sie dann in diesem kalten Wasser überleben? Ist sie ein Säugetier – weshalb taucht sie dann als Lungenatmer nicht häufiger auf? Ist sie ein Fisch – dann ein wahrlich ungewöhnliches Exemplar.
All diese Zweifel brachten sogar den Fanclub von Nessie zu der Erkenntnis, dass wohl nicht einmal ein einziger Plesiosaurier im See lebt. Die Forschungen des deutschen Kryptozoologen Ulrich Magin, der jahrelang in den Archiven der Zeitungen von Inverness alle Meldungen über Nessie untersuchte, brachten neben einigen populären Irrtümern in der Nessie-Historie auch die Erkenntnis ans Tageslicht, dass vor 1930 keinerlei Berichte eines Seeungeheuers existierten und der Mythos Nessie wohl nur auf einen einzigen Zeitungsredakteur namens Alexander Cambpell zurückgeht.