23 | 06 | 2017
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Storsjöodjuret (Storsie)

Im bis zu 300 Meter tiefen See Storsjön im schwedischen Jämtland existiert – schenkt man den Berichten zahlreicher Augenzeugen Glauben – ein schlangenartiges Seeungetüm namens „Storsjöodjuret“, auch kurz „Storsie“ genannt. Diese riesige Kreatur trägt ein pferde- oder kamelähnliches Haupt, hat große Augen, ein großes Maul und besitzt einen langgestreckten Leib.
Storsie soll bereits den Wikingern bekannt gewesen sein, wiewohl diese als recht abergläubisch bekannt waren. Die Schlange wurde zwischen 1820 und 1898 gut 22 Mal gesichtet. Insgesamt weiß man sogar von rund 175 Sichtungen. Merkwürdigerweise ist das Monster während der 1960er Jahre nur einmal, nämlich 1965, beobachtet worden.

Storsie scheint nur wenig Scheu zu haben, sich vor Menschen zu zeigen. Eine Zeugin namens Gun-Britt Widmark konnte 1996 von der Seeschlange sogar ein Video machen, auf dem ein kleines, dunkles Objekt inmitten einer Welle zu sehen ist. Ihre Schwester Margaretha Wallin hat das Ungeheuer mit Pinsel und Leinwand festgehalten.
Niemals gibt Storsie Laute von sich, wie alle Augenzeugen übereinstimmend beschreiben.
In die sicherlich spektakulärste und gefährlichste Begegnung war der Schwede Ragnar Björks, ein Fischereibeamter am Storsjön-See, verwickelt. Er glaubte, alles zu kennen, was es im See gibt. Storsie, das Seeungeheuer, hielt er für einen amüsanten Mythos – bis der 350 Jahre alte Mythos unter sein Boot schwamm, als der Skipper unterwegs war, um die Lizenzen einiger Fischer auf dem See zu kontrollieren. Björks erschrak und versetzte dem Tier einen Schlag mit einem Ruder. Noch mehr erschrak er, als der „Mythos“ zurückschlug und sein Boot rund drei Meter in die Luft schleuderte. Solche Ereignisse bekehren in der Regel auch eingefleischte Skeptiker – Skeptiker, zu denen sich Ragnar Björks heute nicht mehr zählen dürfte.
Am 4. August 1999 tauchte Storsie angeblich nur 30 Meter vom Ufer entfernt auf.
Im See Storsjön wurde einige Male anscheinend auch ein zweiter Seeungeheuer-Typ beobachtet. Dieser soll einen rundlichen Kopf besitzen und an einen gewöhnlichen Seelöwen oder Seehund erinnern. Nach Ansicht einiger Kryptozoologen handelt es sich hierbei tatsächlich nur um ein solches Tier.
In Schweden weiß man von 25 Lokalitäten, an denen Seeungeheuer aufgetaucht sein sollen. Darunter befinden sich einige weitere schlangenartige Monster, unter anderem „Gryttie“ aus dem See Gryttjen.