26 | 07 | 2017
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Top 10 der Kryptozoologie 2005

Im Jahr 2005 wurden, nicht nur im Bereich der Insekten, einige neue Tierarten aufgespürt. Obwohl vermutlich nur die wenigsten davon von ihren Entdeckern im Bewusstsein um die Kryptozoologie gemacht wurden, zeigt die Geschichte dieser Entdeckungen deutlich, dass man sich Gedanken machen muss um die Intention der Kryptozoologie. Denn bei all diesen Entdeckungen waren die unbekannten Tiere eben doch ethnologisch, d. h. einer gewissen Gruppe oder Person, bekannt oder es bestanden zwar Indizien, die aber als ungenügend bewertet wurden. Zwei wichtige Kategorisierungsmerkmale, die die Kryptozoologie für sich voraussetzt.

 

Die folgende „Top Ten“-Liste führt nochmals alle über das Jahr 2005 für die Kryptozoologie relevanten Nachrichten auf. Diese Punkte wurden ausgewählt, weil sie entweder große Aufmerksamkeit der Medien beziehungsweise der Öffentlichkeit auf sich zogen oder für die Kryptozoologie aus wissenschaftlicher oder historischer Sicht bedeutend waren.

  1. Elfenbeinspecht


    Gemälde des Elfenbeinspechts (John J. Audubon)Was viele Menschen gehofft hatten, hatte sich am 28. April 2005 bestätigt. Auch viele Jahrzehnte nach dem offiziell erklärten Aussterben einer Art kann diese doch noch existieren. Seit den 1960er Jahren galt der zweitgrößte Specht der USA, der Elfenbeinspecht (Campephilus principalis principalis), als ausgestorben. Der einst in den südöstlichen Vereinigten Staaten verbreitete Vogel fiel der Zerstörung seines Lebensraums zwischen 1880 und 1940 zum Opfer, die letzte sichere Sichtung in Nordamerika erfolgte 1944. Die Unterart des Spechts aus Kuba (C. p. bairdii) wurde 1990 als ausgestorben erklärt. Seitdem gab es zwar mehrere Berichte über Sichtungen und einige Expeditionen in den letzten fünf Jahren in Kuba und Nordamerika auf der Suche nach überlebenden Populationen – allesamt ohne einen konkreten Beweis für die fortwährende Existenz.

    Biologen der Organisation „Big Woods Conservation Partnership“ unter Führung der Cornell Laboratory of Ornithology (CLO) und der Nature Conservancy haben dann im April 2005 auf einer Pressekonferenz insgesamt acht Sichtungen des Waldspechts im östlichen Arkansas bestätigt. Das Video einer Sichtung zeigt, obwohl verwackelt, nach den Aussagen der Forscher anhand eindeutiger Merkmale wie z. B. der Größe und der Zeichnung einen elfenbeinfarbenen Waldspechts. Die Sichtungen selbst erfolgten in den letzten zwei Jahren durch einzelne Forscher oder Teams in einem Umkreis von drei Kilometern in der „Big Woods“-Region, die zum Schutzgebiet Cache- und White River gehört. Trotz der intensiven Suche der Forscher, konnte die genaue Populationsgröße bislang nicht ermittelt werden. „Amerika hat vielleicht noch eine Chance die Zukunft dieses wundervollen Vogels und des Waldes in dem er lebt zu beschützen“ so John Fitzpatrick, der Direktor der CLO.

    Waren zuerst noch Zweifel aufgekommen, konnten die Entdecker diese bald durch Tonaufnahmen der unverwechselbaren Spechtlaute widerlegen. Das letzte Mal wurde der Specht nachweislich am 14. Februar 2005 gesichtet, zwei Monate vor der offiziellen Bekanntmachung der Wiederentdeckung. Der Schlüssel ist jetzt das Auffinden eines Nestlochs oder ähnlichem. Andere wichtige und noch zu erlangende Informationen sind die Zählung der Population, ob sie sich fortpflanzen, welche Nahrung sie hier zu sich nehmen und ihr genaues Verbreitungsgebiet. Derzeit befinden sich weitere Forschungsteams in der Region und konzentrieren sich dabei auf das Auffinden der Nistplätze und weitere Aufnahmen des unverwechselbaren Klangs des Spechts.

  2. Unbekannte Tierart auf Borneo


    Bereits im Mai 2005 kamen Berichte über ein im Kayam Menterong Nationalpark durch den WWF mittels einer bewegungssensitiven Infrarotkamera fotografiertes unbekanntes Tier auf. Doch erst am 05. Dezember 2005 wurden nähere und Aufsehen erregende Details bekannt.

    Der World Wide Fund for Nature (WWF) stellte im Rahmen einer Pressekonferenz zwei, bereits 2003 aufgenommene, Fotos einer automatischen Infrarot-Kamerafalle, die ein unbekanntes Tier zeigen. Die Kreatur wurde von einer Forschungsgruppe des WWF unter Leitung des Biologen Stephan Wulffraat im Kayan Mentarang National Park auf Borneo fotografiert. Es ist größer als eine Hauskatze, dunkelrot und verfügt über einen langen, muskulösen Schwanz. Befragungen unter den Einheimischen ergaben keine weiteren Erkenntnisse, offenbar ist es auch ihnen unbekannt. "Du findest nicht so oft neue Säugetiere und wenn doch ist es außergewöhnlich!" so der Direktor des Artenprogramms des WWF-UK Callum Rankine gegenüber BBC.

    "Wir hatten Kamerafallen dort, die passiv mit einem Infrarotstrahl über Waldwege strahlen. Viele Tiere kamen vorbei in der Vergangenheit - es ist auch viel einfacher als selbst durch den Wald zu stampfen - und wenn ein Tier den Strahl unterbricht, schießen zwei Kameras Fotos von der Vorderseite und von hinten." Es existieren leider nur zwei Bilder, doch die sind genug um Nick Isaac vom Institute of Zoology in London zu überzeugen es könnte eine unbekannte Art sein. " Die Fotos ähneln am meisten einem Lemur. Aber in Borneo sollten sicherlich keine Lemuren sein. Es ist mehr eine Art Schleichkatze - die Familie zu der auch Zibetkatzen und Mungos gehören - welche eine sehr wenig bekannte Gruppe darstellt. Eines der Fotos zeigt klar die Länge des Schwanzes und wie muskulös er ist; Schleichkatzen nutzen ihren Schwanz um in den Bäumen zu balancieren, so das dieses neue Tier vielleicht einen Teil seiner Zeit auch in den Bäumen verbringt." Der WWF hat einen vollen Bericht über dieses Tier in die Publikation "Lalut Birai The ecology of a rainforest in the Heart of Borneo" mit aufgenommen, zu dessen Veröffentlichung die Fotos auch erstmals der Öffentlichkeit präsentiert wurde.

    Borneo, die drittgrößte Insel der Welt, hat eine der reichsten Tier- und Pflanzenwelten der Erde. Erst letzte Woche veröffentlichte der WWF eine Liste der in der letzten Dekade dort gefundenen Arten. Dazu zählen 260 Insekten-, 50 Pflanzen- 30 Fisch-, 7 Frosch, 6 Echsen-, 5 Krabben-, 2 Schlangen- und eine Froschart. Die neuerliche, möglicherweise bislang unbekannte Säugetierart gibt dem Naturschutz in Indonesien weiter Auftrieb. Erst jüngst wurde durch die Regierung zusammen mit Malaysia und Brunei begonnen ein 220.000 Quadratkilometer großes Naturschutzgebiet zu gründen.

    Solange weitere Expeditionen die neue Art jedoch noch nicht bestätigen, ist ihr tatsächlicher Status offen.

  3. Neue Nagetierart auf Laos entdeckt


    Auf Märkten in Laos, wo sie zum Essen angeboten wurden, wurde bereits 1996 durch Zufall eine neue Art Nagetier entdeckt, die in den dortigen Wäldern heimisch ist. Diese Entdeckung wurde durch die Wildlife Conservation Society im Fachjournal "Systematics and Biodiversity" jedoch erst am 11.05.2055 veröffentlichte, wurde, da zwar 1998 drei weitere Exemplare gefunden wurden bis 2005 jedoch keine weitere. Nach langen Untersuchungen wurde festgestellt, dass die neue Spezies eine komplett neue Familie der Nagetiere, die Laonastidae, bildet. Unterschiede in der Schädel- und Knochenstruktur und in der DNA enthüllten, dass es sich um ein Mitglied einer neuen Familie handelt die sich von anderen Nagetieren vor Millionen Jahren abgespalten hat. "Nach allem was wir wissen, könnte dies die letzte Säugetierfamilie sein die es zu beschreiben gibt." so Dr. Robert J. Timmins von der Society. Die vorhergehende fand man 1970, eine neue Familie der Fledermäuse aus Thailand.

    Die Tiere, die den Einheimischen schon lange unter dem Namen "kha-nyou" bekannt waren, werden von Farmern und Jägern, denen sie auch unter dem Begriff "Felsenratten" bekannt sind, gejagt und auf den lokalen Märkten feilgeboten. Kein westlicher Wissenschaftler hat sie bislang lebend gesehen, so Dr. Timmins. Sie wurden durch Dr. Timmins bereits Ende der neunziger Jahre entdeckt, zeitgleich als auch Dr. Mark F. Robinson mehrere Kadaver dieser Art sammeln konnte. Die erwachsenen Tiere sind etwas über 30, 48 Zentimeter lang mit einem etwa 15, 24 Zentimeter langen Schwanz. Die Tiere wurden dem Naturhistorischen Museum in London, an Dr. Paulina Jenkins, für ein analytischen Vergleich mit anderen Nagetieren gesandt. An die Universität Vermont, Dr. C. William Kilpatrick, ging eine Gewebeprobe zur DNA-Analyse.

    Die Tiere zeigen eine einzigartige Kombination von äußeren und caniodentalen Merkmalen als Mitglieder einer neuen Familie, Gattung und Art benannt als Laonastes aenigmamus unter dem trivialen Namen kha-nyou oder Laotische Felsenratte.

  4. Zwergseekuh am Amazonas gefunden


    Der Niederländer Marc van Roosmalen ist promovierter Botaniker, Primatologe und Ökologe. Seit 1986 ist er am "National Institute for Amazon Research" (INPA) in Manaus, Brasilien, beschäftigt.
    In den vergangenen acht Jahren hat van Roosmalen mehr als 20 neue Affenarten im südamerikanischen Dschungel entdeckt, dazu fünf Vögel, ein Zwergstachelschwein sowie etwa 30 Pflanzen. Erst 2004 beschrieb er ein bislang unbekanntes Riesenpekari, das größte Nabelschwein der Welt.
    Vielfache Auszeichnungen und die Ernennung zum "Heroe for the Planet" vom "Time"-Magazin sind der Lohn für die Forschungen des Biologen. Wie GEO in seiner Ausgabe vom Juni 2005 berichtet hat Marc van Roosmalen einen weiteren fantastischen Fund im Regenwald des Amazonasgebietes gemacht.

    Das Volk der Caboclos nennt sie „Pretinho“, die „kleine Schwarze“. Sie sei nur etwa halb so groß wie die bis zu drei Meter lange Amazonasmanati, hatten die Indianer dem niederländischen Biologen Marc van Roosmalen berichtet, und sie sei nur in den schnell fließenden und kristallklaren Wassern des Arauazinho zu finden. Dem Forscher wurde schnell bewusst, dass die verborgen lebende Zwergseekuh ein winziges Verbreitungsgebiet haben müsste, wenn die Angaben der Einheimischen zutrafen, und dass es sich um eines der seltensten Säugetiere der Welt handeln würde. Vielleicht existierten nicht einmal mehr als 100 Exemplare davon.
    Der Arauazinho - in der Nähe des Aripuana zwischen den Läufen des Rio Madeira und des Rio Tapajós in Amazonien gelegen - ist ein Fluss mit ganz besonderen ökologischen Bedingungen, die es in der gesamten Region kein zweites Mal gibt. Die Zwergseekühe wären also ein gutes Beispiel für die mögliche Diversifizierung in der einzigartigen Vielfalt von verschiedenen Wasser- und Flusstypen des Amazonasgebietes. Van Roosmalen glaubte den Caboclos – und er besaß bereits einen weiteren Hinweis auf die gesuchten Tiere: den Schädel einer winzigen Seekuh. Einer ausgewachsenen Seekuh, versteht sich. Das ließ sich am Gebiss ermitteln: Im Vergleich zu jungen Amazonasmanatis vergleichbarer Größe, die sich in diesem Alter hauptsächlich noch von Muttermilch ernähren, sind die Zähne des kleinen Schädels bereits völlig intakt und spitz.
    Während der Trockenzeit machte sich der Niederländer zusammen mit dem deutschen Wissenschaftsjournalisten Lothar Frenz auf eine erste ausgerüstete Suche nach den Zwergen. Überall am Grunde des Arauazinho wuchsen regelrechte Teppiche aus Unterwassergras (Eleocharis). „Pretinho weidet das gern vom Boden ab“, erklärte der einheimische Francis Corrêa, der die Forscher begleitete. Van Roosmalen bemerkte, dass die Ernährung von Eleocharis-Gras ein bedeutsamer Unterschied zur gewöhnlichen Amazonasseekuh wäre, da diese hauptsächlich Schwimmpflanzen oder überschwemmte Blätter frisst. Weiterhin vermutete der Biologe, dass sich die stark abgeschliffenen Backenzähne des Pretinho-Schädels damit erklären ließen, dass die Tiere beim Grasen vermutlich auch Sand aufnehmen.
    Corrêa führte die Männer zu einer Stelle, an der viele Unterwassergrashalme auf der Oberfläche trieben. „Pretinho frisst nicht besonders ordentlich“, sagte der Indianer. „Wenn er das Gras abbeißt, geht immer viel daneben.“ Es erschien sehr gut denkbar, dass flussaufwärts einige Zwergseekühe am Grasen waren und die Forscher bald auf sie stoßen würden.
    Eine flache, relativ langsam fließende Stelle erschien ihnen geeignet, den Fluss „abzuriegeln“. Sie banden ein großmaschiges Netz an einigen Ästen am Ufer fest, richteten es mit Stöcken straff auf und verankerten es im Grund. Anderthalb Kilometer weiter aufwärts spannten sie ein zweites Netz. Stück für Stück wollten sie so den Fluss nach der Zwergseekuh durchsuchen.
    Immer wieder schnorchelten die Forscher durch den Arauazinho, schauten unter Wurzeln und Stämmen nach und warfen Blicke in kleine Höhlen. Auch in die bis zu vier Meter tiefen, ausgespülten Kurven tauchten sie - hier versteckten sich die Tiere besonders gern, hatte ihnen Corrêa erzählt.
    Sie sahen große Fischschwärme, Buntbarsche, Stechrochen, Zitteraale und kleine Kaimane, die gesuchte Zwergseekuh jedoch blieb unauffindbar. Nicht jedoch die Zeugnisse ihrer Anwesenheit: Rundum fand sich Eleocharis-Gras, dessen Spitzen abgefressen worden waren.
    Tagelang fahndeten die Männer nach den Pretinho, bauten ihre Netze ab und woanders wieder auf, tauchten und suchten. Die einzige Seekuh jedoch, die sie während ihrer Zeit am Arauazinho entdeckten, war eine Manatiskulptur, die die Indianer vor langer Zeit aus einem länglichen Felsen gemeißelt hatten. Die Zwerge ließen sich auch beim letzten Tauchgang der Forscher nicht blicken.

    Ein Jahr später klingelte bei Lothar Frenz mitten in der Nacht das Telefon. Am Apparat war Marc van Roosmalen, per Satellitentelefon aus dem Dschungel Brasiliens, offenbar in höchster Aufregung. „Wir haben sie!“, schallte die Stimme des Niederländers aus dem Hörer.
    Endlich war es gelungen: Man hatte eine Zwergseekuh im Arauazinho eingezäunt. Erste Vermessungen ergaben eine Länge von gut 1,30 Metern und ein Gewicht von etwa 60 Kilogramm. Am ganzen Körper war das Wesen dunkelgrau bis schwarz gefärbt, mit Ausnahme einiger weißer Flecken an der Bauchseite. Die zahllosen Schrammen und verheilten Narben ließen auf ein ausgewachsenes Männchen schließen, ein Jungtier würde solche Spuren noch nicht aufweisen.
    „Wenn wir Pflanzen auf die Oberfläche streuen, um das Tier zu füttern, nimmt es die nicht an. Es verhält sich genauso, wie es Corrêa immer beschrieben hat“, berichtet Roosmalen. „Um nicht von der Strömung abgetrieben zu werden, stützt es sich mit den Flossen am Boden auf. Übrigens reichen die gar nicht bis ans Maul heran. Sie sind wesentlich kürzer als bei der großen Amazonasseekuh, die mit ihren Flippern Wasserpflanzen in sich hineinschaufelt. Es gibt so viele Unterschiede...“
    Es herrscht dennoch Unklarheit darüber, ob es sich bei Pretinho nun tatsächlich schon um eine eigenständige Art handelt – oder ob die Tiere noch auf dem Weg dazu sind. Denn die bisher verzeichneten Unterschiede und Gemeinsamkeiten zur Amazonasmanati lassen Fachleute darauf schließen, dass sich die Zwergseekühe erst vor etwa 80.000 bis 160.000 Jahren abgespalten haben.

  5. Neue Affenart in Tansania


    Bereits im Jahr 2004, aber erst im Mai 2005 bekanntgegeben, haben im südlichen Tansania Dr. Tim Davenport, Direktor des "Southern Highlands Conservation Program" und Leiter des Teams um Noah Mpunga, Sophy Machaga und Dr. Daniela De Luca eine neue Affenart entdeckt. Die Hochlandmangabe (Lophocebus kipunji) wurde einen Monat später nochmals von einem anderen Team um die Primatologin Dr. Carolyn Ehrhardt von der Universität Georgia im Ndundulu Forest Reserve in den Udzungwa- Bergen gesichtet. Wie zuvor schon bei der Felsenratte, war auch in diesem Fall eine Art den Bewohnern der Region schon vor den "Entdeckern" bekannt...

    Die neue Art gehört zur Gattung der Mangaben, wird bis zu 16 Kilogramm schwer und erreicht eine Größe von etwa 90 Zentimetern plus nochmals ca. 90 Zentimeter Schwanzlänge. Das Fell der Affen ist am Rücken braun, an Bauch und Schwanz weiß. Auffällig ist neben dem schwarzen Gesicht der Haarbüschel auf dem Kopf, der einem Irokesenschnitt gleicht, und ein Backenbart ähnlich der bekannten Comicfigur Dagobert Duck.

    Die neue Art weist eine Gesamtpopulation zwischen 500 und 1000 Tieren auf und ist damit extrem gefährdet. Die Region wird zudem von illegaler Abholzung bedroht. Jäger um den Mt. Rungwe kannten die Hochlandmangabe bereits unter dem Kinyakyusa-Namen "Kipunji" (gesprochen: kip-oon-jee).

  6. Neue Geckoart auf Union Island entdeckt


    Nachdem ein Amateur-Naturkundler Professor Robert Powell von der Kansas City Avila University von einem unbekannten kleinen Gecko erzählte, konnte der 30jährige Biologe jetzt den Fund dieser neuen Art bestätigen.

    Powell befand sich gerade bei der Rekrutierung von Studenten für ein von der National Science Foundation unterstütztes Exkurionsprogamm in die Karibik, als ihm Reverend Bob de Silva von den Tieren erzählte. Der Gecko ist grünlich mit hellen roten, schwarzen und weißen Flecken, die „aussehen als würden sie herausspringen wenn man die Echse auf einen flachen Hintergrund platziert“. Dennoch ist das Reptil der Gattung Gonatodes in seiner natürlichen Umgebung nur schwer zu entdecken. Powell spekuliert, dass die Leute den Gecko sehr wohl schon des öfteren gesehen haben, das 3,81 Zentimeter kurze Tier aber viel mehr nur für eine Art Käfer hielten.

    Im Gegensatz zu den meisten anderen mit hunderten von Arten, weist die Gattung Gonatodes nur etwa 25 Arten auf. Die meisten dieser Spezies sind im südlichen Zentralamerika und im nördlichen Südamerika beheimatet. Powell’s Gecko ist der erste, die in nennenswerter Anzahl in Westindien vorkommt. Der Zoologe ist sich nicht sicher, denkt aber das die Art die Kriterien für eine gefährdete Spezies erfüllt.

    Er und sein Kollege Robert Henderson fanden, auf Händen und Knien kriechend, zwei Exemplare auf Union Island in der südlichen Karibik. Ihre Entdeckung wird in der Dezember-Ausgabe des Caribbean Journal of Science veröffentlicht während der Holotypus in der University of Kansas Natural History Museum aufbewahrt wird.

    Der Moment der Entdeckung war aufregend aber – es war kein Eureka – denn wir wussten es war da und wir waren hier um es zu sehen.

  7. Beutelwolf-Fotos


    Der Beutelwolf (Thylacinus cynocephalus) gilt vielen Menschen als Symboltier für die Ignoranz der Menschen gegenüber ihrer Umwelt. 1930 wurde das letzte frei lebende Tier im nordwestlichen Tasmanien von Wilfried Batty, einem jungen Farmersohn, vorsorglich als vermeintlicher Hühnerdieb abgeschossen. Sechs Jahre darauf starb "Benjamin", das letzte bekannte Exemplar, im Zoo von Hobart, nur zwei Monate bevor der Schutz dieser Art gesetzlich verankert wurde. Viel zu spät erkannte man den unersetzlichen Verlust des größten Raubbeutlers der Neuzeit und erließ noch Jahrzehnte später Schutzgesetze. 1982 wurde der Beutelwolf von der International Union for Conservation of Nature and Natural Resources (IUCN) offiziell als ausgestorben erklärt. Doch viele Menschen in Tasmanien, Australien und der ganzen Welt hoffen - gerade im Hinblick auf die Verantwortung der Menschen für das Aussterben - immer noch darauf, dass die Art noch existiert. Einer der Gründe für diese ungebrochene Hoffnung und die Popularität des Beutelwolfs sind immer wiederkehrende Berichte über seine Sichtung bis zum heutigen Tag.

    Thylacinus im Zoo von Washington DC.Die jüngsten Sichtungsereignisse wurden in der Woche vom 21.2. bis 26.2.2005 bekannt. Ein deutscher Staatsangehöriger fotografierte in der Gegend um Lake St. Clair ein Tier, das nach Ansicht einiger Thylacinus-Experten die Hoffnungen auf das Überleben des Beutelwolfs erfüllen könnte. Die Fotos überließ er seinem in Tasmanien lebenden Bruder, der sie verschiedenen Institutionen und Personen vorlegte und damit Diskussionen und Spekulationen über den ganzen Erdball auslöste. Peter West, Marketing Manager der Tasmanian Museum and Art Gallery (TMAG), äußerte sich am 26.2.2005 gegenüber der Presse vernünftigerweise zurückhaltend. Die Fotos würden einen Beutelwolf zeigen, die Echtheit der Fotos könne durch das Museum jedoch nicht bestimmt werden, da diese von dem unbekannten Mann wieder mitgenommen und so einer näheren Analyse entzogen wurden. West konnte zu diesem Zeitpunkt nur sagen, dass man die Fotografien gesehen habe, dass man sie nicht besitze und deshalb keinen weiteren Kommentar abgeben könne.

    Weitaus offener zeigten sich die beiden Thylacinus-Experten Bill Bleathman, Direktor der TMAG, und Nick Mooney vom Primary Industries Nature Conservation Branch (PINCB), nachdem sie die Fotografien am Freitag (offenbar auf einem Laptop) begutachten konnten. Unverkennbar würden diese einen Beutelwolf zeigen. Die klar zu erkennenden "Tiger-Streifen" seien ein deutlicher Hinweis, und das fotografierte Tier gleiche eindeutig eher einem Beutelwolf als irgend einem anderen Tier. Jedoch sei fraglich, ob die mit einer Digitalkamera aufgenommenen Bilder auch authentisch seien. Nach den Beschreibungen von Nick Mooney sind die (nicht veröffentlichten) Bilder leider qualitativ schlecht, unscharf und verwackelt, vermutlich weil der Fotograf aufgeregt war. Sie zeigen ein Tier, das zwanzig Meter vom Fotografen entfernt in den Busch verschwindet. Größtenteils ist es vom Gebüsch verdeckt bis auf Teile des Rückens mit den klar zu erkennenden Streifen. Jedoch sollen auf weiteren Aufnahmen auch noch Teile des Kopfes und des Schwanzes durch das Dickicht zu erkennen sein. Sein Kollege Bleathman bestätigt diese Beschreibung. Grundsätzlich sei man an derartigen Sichtungen sehr interessiert und gehe allen Sichtungen nach Möglichkeit nach. Deshalb habe man sich auch diese Fotos angesehen und sei zu der Einschätzung gekommen, dass ein endgültiges Urteil nicht möglich ist. "Ich sage nicht, dass es eine Fälschung ist", stellt Bleathman klar.

    Da nach Mooneys Einschätzung dieser Fall einer der bisher überzeugendsten Belege für das Überleben des Beutelwolfs darstellt, hat die tasmanische Regierung den Besitzer der Fotos schriftlich gebeten, sein Schweigen zu brechen und weiteren Kontakt "zum Land, das die Tiger Heimat nannten" aufzunehmen, damit die Fotos analysiert werden können. Die Regierung und alle Tasmanier wollen Antworten, so Umweltminister Steve Kons. Nick Mooney hatte zum letzten Mal am 28.2. mit dem Besitzer telefoniert, als dieser sich bei ihm verärgert über die große Medienaufmerksamkeit äußerte. Mooney könne jederzeit wieder mit ihm in Kontakt treten, aber man wolle ihn nicht weiter verärgern. Vermutlich überlege er gerade, die Fotos an den höchsten Bieter zu verkaufen.

    In Ergänzung zu seinen Beschreibungen äußerte der Biologe, dass die Fotos denen ähneln würden, die in einem Buch des deutschen Zoologen und Beutelwolfexperten Prof. Dr. Hans F. Moeller von der Ruprecht-Karl-Universität Heidelberg abgebildet seien. Das Buch beziehungsweise die genauen Abbildungen möchte er jedoch nicht benennen, um frühzeitigen Diskussionen über einen Betrung oder Hoax vorzubeugen.

    Seit 1937 wurden über viertausend Sichtungen in Tasmanien und (kurioserweise) in Australien gemeldet. Dr. Robert Paddle, Tierpsychologe an der Australian Catholic University Melbourne, Mitglied der Australian Rare Fauna Research Association und Autor von "The Last Tasmanian Tiger", erläutert, dass die meisten einfach zu widerlegen sind. Sichtungen von Beutelwölfen, die die Hauptstraßen von Sydney oder Melbourne überqueren, seien nicht ernst zu nehmen. Weitere Sichtungen gehen zurück auf Leute, die Spaß am Fälschen von Fotografien haben. Es sei aber wichtig, nicht alle Sichtungen zurückzuweisen, so Paddle. Er habe selbst mit fünf oder sechs Augenzeugen gesprochen, die von ihren Sichtungen absolut überzeugt sind und die Flora und Fauna von Tasmanien sehr genau kennen, sei es durch das Leben in dieser Umwelt oder wissenschaftlicher Erfahrung als Zoologe. Die Entdeckung von vermeintlich ausgestorbenen Tieren sei auch nach fünfzig Jahren nicht ausgeschlossen.

    Alle sind sich jedoch darin einig, dass die Fotos einer Prüfung durch Fachleute für digitale Fotografien analysiert werden müssen, da die Möglichkeit einer Fälschung nicht ausgeschlossen ist und die kurzen Begutachtung durch die Biologen nicht weiterführen. Eine wissenschaftliche Authentifizierung ist nötig, um die Hoffnungen nicht zu enttäuschen.

  8. Indische Zwergelefanten?


    Nach Berichten des Himalayan News Service vom 20. Januar 2005 behauptete der Wildtierfotograf Sali Palode und ein lokaler Stammesmann namens Mannan, nahe Peppara (Kerala) in einem Wald eine Gruppe von fünf Zwergelefanten gesehen zu haben. Sie seien sehr klein gewesen, aber hätten ausgesehen wie völlig ausgewachsene, erwachsene Tiere. Eine Fotografie von einem Elefanten durch Palode wurde im Himalayan News Service publiziert. Der Fotograf ist der Meinung, dies könnten keine Jungtiere sein, denn diese würden nicht in Herden wandern und seien immer in Gesellschaft älterer Tiere.

    Jacob Cheeran, der führende Experte in Indien für Elefanten, zweifelt diese Möglichkeit von Zwergelefanten jedoch an. Er mahnt DNA-Proben an, um derartige Behauptungen zu prüfen. "DNA kann einfach durch Proben von Elefantendung getestet werden, denn im Dung ist immer eine Präsenz von DNA. Die reine Erlangung von DNA dürfte also nicht das Problem sein und die Test können im Indian Institute of Science in Bangalore durchgeführt werden". Nachdem Cheeran das Foto gesehen hatte, merkte er an das das Ohr eines erwachsenen Elefanten in einer Kurve nach innen verläuft. Diese Kurve war auf dem Foto nicht zu erkennen. Die Präsenz von Zwergelefanten, so Cheeran, außerhalb von Afrika ist nicht wissenschaftlich nachgewiesen. Er selbst habe jedoch Stämme im Süden Keralas über Zwergelefanten reden hören, die sie "kallana" nannten. Bis heute jedoch hat keiner diese gesehen. "So habe ich meine Zweifel und ich hoffe die Autoritäten werden die Tests durchführen."

    Ökologen des indischen Institute of Science Bangalore und offizielle Vertreter der Umweltbehörde starteten kurz darauf eine Expedition mit dem Ziel den mythischen Zwergelefanten "kallaana" zu finden.

    Man wollte konkret die Existenz bestätigen oder ablehnen und dazu auch Elefantendung-Proben in den Regionen nehmen wo die Zwergelefanten angeblich gesichtet wurden. Obwohl Dung nicht ideal und üblich ist, ist er wesentlich einfacher zu gewinnen als Blutproben. Insgesamt waren drei Teams in den dichten Wäldern von Agasthyavanam und Neyyar unterwegs. Überzeugt waren die Wissenschaftler jedoch nicht von ihrer Suche. "Es könnte nur eine Variation innerhalb der Art sein" so der Elefantenexperte Dr. R. Sukumar. Eine weitere Möglichkeit wäre eine Verwechslung mit noch nicht ausgewachsenen Männchen in einer Herde normalgroßer Erwachsener. "Wie auch immer, die jetzige Studie will wissenschaftliche Erkenntnis darüber bringen ob es ein Mythos oder Realtität ist".

    Wie befürchtet, verlief die Suche nach den Zwergelefanten in Agasthyavanam, ohne Ergebnisse. "Wir haben basierend auf den Berichten Untersuchungen angestellt. Bislang haben wir jedoch keine Beweise gefunden, die die Existenz eines derartigen Elefanten bestätigen würden", so der Chief Conservator of Forests, Gopinathan.

    Saly Palode, der Wildtierfotograf, der die Suche anstieß, ist nicht bereit die Meinung der Regierungsstellen über ein missgebildetes Tier zu akzeptieren. Der Fall der indischen Zwergelefanten bleibt ungeklärt.

  9. Mitbegründer des ISC, Richard J. Greenwell, verstorben


    Wie erst später bekannt wurde, erlag J. Richard Greenwell in der ersten Novemberwoche 2005 seinem Krebsleiden.

    Der 1942 geborene Greenwell stammte ursprünglich aus Surrey (England), lebte sechs Jahre in Südamerika bevor er nach Arizona (USA) kam als "Research Coordinator of the Office of Arid Lands Studies" der Universität Arizona in Tucson.

    Er war eine der treibenden Kräfte als, auf Vorschlag von Jerome Clark und Dr. George Zug vom Smithsonian Institution (Washington D.C.) sowie Dr. Roy Mackal von der Universität Chigaco, im Januar 1982 die erste offizielle wissenschaftliche Organisation zur Studie der verborgenen Tiere gegründet wurde - die International Society of Cryptozoology (ISC). Als Präsident der Organisation wurde der moderne "Vater der Kryptozoologie" Dr. Bernard Heuvelmans (1916 - 2001) gewählt. J. Richard Greenwell wurde geschäftsführender Sekretär mit der Aufgabe das Journal und den Newsletter des ISC redaktionell zu betreuen.

    Er reiste zudem in viele Teile der Welt um kryptozoologische Forschungen zu unternehmen, darunter z. B. eine Expedition auf der Suche nach Mokele-Mbembe mit Roy P. Mackal in den Kongo, eine weitere nach Neu-Guinea auf der Suche nach dem Ri mit dem Antrophologen Roy Wagner, er untersuchte Berichte über die Onza in Mexiko und über den Yeren in China. Bis zum August 2005 befand er sich auf diversen Forschungsreisen auf der Suche nach dem Sasquatch im nördlichen Kalifornien, hier bereits im Endstadium der Krankheit. 1991 erhielt er die Ehrendoktorwürde der mexikanischen Universität von Guadalajara. Greenwell war Mitglied diverser wissenschaftlicher Organisationen, darunter die "American Society of Mammalogists", "Explorers Club" (New York) und der "Royal Geographical Society" (London). Er schrieb weit mehr als 100 wissenschaftliche Artikel, dabei auch für einige Jahre seit 1993 als Kolumnist des BBC Wildlife Magazine. Auch im Fernsehen war Greenwell sehr aktiv, hielt an vielen Schuleinrichtungen und Universitäten, wissenschaftlichen Institutionen, Museen, Zoos und Aquarien Vorträge über Kryptozoologie. J. Richard Greenwell leistete für die wissenschaftliche Kryptozoologie insbesondere in der organisatorischen Struktur und Zielformulierung bedeutende Arbeit. Mit ihm starb wieder eine der prominentesten Persönlichkeiten der Kryptozoologie.

  10. Schwarze Großkatze in Australien getötet?


    Im australischen Bundesstaat Victoria wurde, wiederum bereits 2004 geschehen aber erst 2005 bekannt geworden, eine freilebende schwarze Großkatze geschossen.

    Kurt Engel (67) begegnete dem Tier im vergangenen Juni, als er nahe Sale in Gippsland auf der Jagd nach Rehen war. Zunächst stieß er auf ungewöhnlich große Pfotenabdrücke in einem trockenen Flussbett, dann erblickte er eine große, dunkle Katze, die in einiger Entfernung im Gebüsch lauerte. „Ich konnte ihre Augen sehen, und ich verhielt mich sehr ruhig“, sagte Engel. Schließlich setzte sie sich in Bewegung: „Sie ging stark geduckt, und ihre Brust berührte fast den Boden, als sie geradewegs auf mich zu kam. Ich sah ihre Zähne und die weißen Augen.
    Als das Tier sich ihm auf etwa 70 Meter genähert hatte, erhob Engel das Gewehr, doch die Katze änderte die Richtung und entfernte sich in großen Sätzen. „Etwa beim dritten Sprung schoss ich. Die Kugel traf sie hinter den Schultern.“ Dabei wurde unglücklicherweise ihr Kopf zerfetzt.
    Ganz in der Nähe seiner Sichtung fand der Jäger kurz darauf einen erst kürzlich getöteten Wombat mit zerschmettertem Schädel.

    Er schleppte den Kadaver der Katze in sein Camp, fotografierte ihn und schnitt den Schwanz ab. Den Körper warf er in einen Fluss. Vom Schwanz wurden später DNS-Proben für Analysezwecke entnommen; in etwa drei Wochen erwartet man die Ergebnisse. Dann wird es eine Antwort auf die Frage geben, welcher Spezies das Tier angehörte.
    Dies ist der erste physische Hinweis auf die Existenz von Großkatzen in der australischen Wildnis. Sichtungen derartiger Tiere tauchen bereits seit vielen Jahren in unregelmäßigen Abständen auf; allein in Gippsland kam es zwischen 1998 und 2001 zu 59 Meldungen. Kurt Engel selbst glaubte bis zu seinem Erlebnis nie an große Katzen in Australien. 50 Jahre schon ist er Jäger, und noch nie zuvor hatte er etwas Vergleichbares gesehen.

    Die rätselhafte schwarze Katze, wurde dann jedoch als verwilderte Hauskatze identifiziert - allerdings als die größte, die jemals verzeichnet wurde.
    Anfangs vermutete man anhand der Fotos und des abgeschnittenen Schwanzes einen melanistischen Leoparden oder Jaguar. Der Schwanz allein war 65 cm lang; fast doppelt so groß wie der längste bisher vermessene Hauskatzenschwanz. Experten der Monash University analysierten jedoch das Gewebe, verglichen es mit diversen Proben anderer Haus-, Wild- und Großkatzen und stellten fest, dass es sich mit einer Sicherheit von 98% um eine Hauskatze handelte.

    Der 67-jährige Jäger Kurt Engel, akzeptiert die Ergebnisse, beharrt jedoch weiterhin darauf, dass die Katze extrem groß war. "Wenn das wirklich nur eine Hauskatze war, dann muss es die größte auf der Welt gewesen sein", lautet seine Meinung.
    Auch der Großkatzenforscher Mike Williams war höchst überrascht vom Resultat der Analyse. "Das Tier war so groß, dass ich von einer exotischen Art ausging. Ich lag dabei offensichtlich falsch. Aber es ist wirklich außergewöhnlich, dass in Australien eine solche 'mutierte' Katze lebte, die in der Wildnis zur Größe eines Leoparden heranwachsen konnte. Das erklärt möglicherweise die vielen Berichte über riesige schwarze Katzen in Australien - es war die weltgrößte Hauskatze."
    Williams' Kollege Bernie Mace ist der Meinung, dass es sich um eine wichtige Entdeckung handelt. "Sie wirft die Frage auf, wie groß wilde Hauskatzen wirklich werden können. Das könnte Folgen für die einheimische Fauna und Ökologie Australiens haben".

 

Quellennachweis:

Bildnachweis:

  • John James Audubon, 1826 (Public Domain)
  • Thylacinus im Zoo von Washington D.C. (Public Domain)