18 | 11 | 2017
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Kongamato - Lebende Pterosaurier im Herzen Afrikas?

„Was ist der Kongamato‘?“
„Ein Vogel.“
„Was für eine Art Vogel?“
„Oh! Nun, er ist kein wirklicher Vogel; er ist eher eine Eidechse mit membranartigen Flügeln wie eine Fledermaus.“

Frank H. Melland im Gespräch mit einem Angehörigen des Kaonde-Stammes, 1923

Bevor eine weltweite Umwälzung sie und einen Großteil ihrer Zeitgenossen am Ende des Mesozoikums von der Bühne des Lebens fegte, beherrschten nicht Vögel, sondern fliegende Reptilien die Lufträume. Man kennt sie heute unter der allgemeinen Bezeichnung Pterosaurier.
Die Ordnung Pterosauria entwickelte sich in der Obertrias, etwa 70 Millionen Jahre vor dem Archaeopteryx – dem ältesten bekannten Vogel. Ihre Blütezeit lag im Jura und in der Unterkreide, zwischen 206 und 65 Millionen Jahren vor unserer Zeit. Bei den Pterosauriern handelte es sich um die ersten Wirbeltiere überhaupt, die sich dem Leben in der Luft angepasst hatten. Ihre Flügel unterschieden sich von denen heutiger Vögel oder Fledertiere, denn sie bestanden aus einer Membran, die vom stark verlängerten vierten Finger ausgespannt wurde und in Höhe des Oberschenkels wieder am Körper befestigt war.

 

Pterosaurier besaßen hohle, leichte Knochen und ein starkes Brustbein, eine Befiederung wiesen sie nach heutigem Kenntnisstand nicht auf - auch wenn einige Forscher der Meinung sind, die Rümpfe verschiedener Arten seien von einer isolierenden Daunen- oder Haarschicht bedeckt gewesen.
Die zusammenfassende Ordnung der Pterosaurier umfasst zwei Unterordnungen: Die ältesten und primitivsten Arten kennt man als Rhamphorhynchoidea, während die „eigentlichen“ Flugsaurier als Pterodactyloidea bezeichnet werden – letztere besaßen als markantesten Unterschied kürzere Schwänze sowie längere Hälse und Köpfe.
Unter den Pterodactyloidea findet man denn auch die größten fliegenden Lebewesen, die sich jemals auf der Erde entwickelt haben. Bereits riesig mit seinen vier Metern Flügelspannweite war der in Brasilien entdeckte Cearadactylus, doch der imposante Pteranodon mit seinem charakteristischen Kamm am Hinterende des Schädels brachte es sogar auf gut sieben Meter. Man fand seine Überreste in England und den USA (Kansas). Der in Texas entdeckte Quetzalcoatlus stellte mit seinen zwölf Metern Spannweite sogar diesen Giganten noch in den Schatten. Mit diesen Ausmaßen war das Reptil fast so groß wie ein modernes Sportflugzeug – und wog dennoch nur 65 Kilogramm!
Als einer der bekanntesten Flugsaurier gilt jedoch die Art Pterodactylus (griech. „Flügelfinger“), mit einer Spannweite von nur etwa 75 cm. Man entdeckte ihre fossilen Überreste in England, Frankreich und Deutschland, aber auch im afrikanischen Tansania . Die Spezies zeigte alle typischen Merkmale der Pterodactyloidea: einen kurzen Schwanz, einen langen Hals und einen zur Unterstützung der Flügel stark verlängerten Mittelhandknochen und vierten Finger.
Wie sich die Pterosaurier ernährten, verraten den Wissenschaftlern die Schnäbel. Verschiedene Vertreter der Rhamphorhynchoidea trugen lange, spitze Zähne in ihren Kiefern, wie etwa der gänsegroße Eudimorphodon, der europäische Scaphognathus oder der in Europa und Afrika gefundene Rhamphorhynchus. Auch unter den Pterodactyloidea finden sich solche Zahnformen, etwa bei Pterodactylus oder Cearadactylus. Diese Zähne waren für den Fischfang äußerst vorteilhaft, denn durch sie konnte die zappelnde und glitschige Beute gut festgehalten werden. Pteranodon beispielsweise besaß dagegen einen zahnlosen Schnabel, doch auch dieser eignete sich gut zum Erbeuten von Fischen. Vermutlich ernährte sich diese und andere Pterosaurierarten ganz ähnlich wie ein Pelikan. Fisch muss also die Hauptnahrungsquelle für die meisten Flugsaurier gewesen sein.
Mit Ausnahme der Antarktis fand man die Fossilien von Pterosauriern auf der ganzen Welt. Gegen Ende des Mesozoikums verschwanden die damaligen Herrscher der Lüfte dann zusammen mit den Dinosauriern und wurden als Beherrscher des Luftraums von den Vögeln abgelöst. Das zumindest ist die nachgewiesene Erklärung der Paläontologen anhand des fossilen Materials und historischen Zusammenhangs. Doch gibt es nicht auch Hinweise auf lebende Flugsaurier nach ihrem Aussterben? Werfen wir einen Blick in die nähere Vergangenheit…

Im Grenzgebiet der afrikanischen Staaten Kongo, Angola und der Demokratischen Republik Kongo liegen die Jiundu-Sümpfe, eine beinahe unzugängliche, tropische Region, deren Randgebiete von verschiedenen Volksstämmen besiedelt werden. Mehr als einmal sollen Angehörige dieser Stämme zu tief in die „Verbotenen Sümpfe“ eingedrungen sein. Dort, so heißt es in ihren Erzählungen, wurden sie von fürchterlichen Dämonen angegriffen – Dämonen, die ein hochinteressantes kryptozoologisches Phänomen darstellen.

Im Jahre 1925 befand sich der Pressekorrespondent J. Ward Price aus England mit dem späteren König Edward VIII. (1894 bis 1972) in den damaligen britischen Kolonien in Afrika. Auf dieser Reise stießen sie auf einen Eingeborenen, der weit in die gefürchteten Jiundu-Sümpfe vorgedrungen war. Er hatte offenbar immenses Glück, überhaupt zurückgekehrt zu sein, denn irgendetwas hatte ihn dort schrecklich zugerichtet. Auf seinem Rücken klaffte eine tiefe Fleischwunde; angsterfüllt sprach er von einem großen Vogel, der ihn in den Sümpfen angegriffen hatte. Besonders auffallend an der Schilderung des Mannes war, dass er behauptete, der Schnabel jenes Vogels sei mit fürchterlichen Zähnen besetzt gewesen. Als man dem Eingeborenen einige Zeit darauf ein Buch mit Darstellungen verschiedener prähistorischer Tiere zeigte, ergriff dieser in Panik die Flucht. Er hatte seinen Angreifer wieder erkannt: Einen Pterosaurier des Erdmittelalters!

Bereits zwei Jahre vor diesem dramatischen Zwischenfall hörte die westliche Welt das erste Mal von jenem geheimnisvollen, geflügelten Wesen der afrikanischen Sümpfe. Der britische Reisende und Abenteurer Frank H. Melland, der schon zehn Jahre zuvor mit einer waghalsigen Durchquerung Afrikas bekannt geworden war, hatte 1923 in Sambia Arbeit gefunden und zeigte sich fasziniert von den Erzählungen des Kaonde-Stammes, einem Eingeborenenvolk am Rande des Jiundu-Gebietes. Die Kaonde wussten von einer merkwürdigen Tierart – jenen gefürchteten, fliegenden Dämonen der Sümpfe, die sie „Kongamato“ nannten.
Sie beschrieben diese Geschöpfe als große Eidechsen „mit Flügeln wie Fledermäuse“. Ihre Flügelspannweite liegt nach ihren Angaben zwischen 1,2 und 2,1 Meter, während die glatte, schwarze Haut der Bestien weder Fell noch Federn trägt. Einige Exemplare dieser Spezies seien sogar rötlich gefärbt, und im Schnabel der Kreaturen säßen scharfe, nadelspitze Zähne. Die Kaonde fürchteten diese Flugwesen seit ungezählten Generationen, besonders aufgrund ihrer offensichtlichen Vorliebe, Boote zu attackieren und zum Kentern zu bringen. Aufgrund dieser üblen Nachsage hatte man den schattenhaften Geschöpfen auch jenen Namen gegeben, der zu Deutsch soviel wie „Überwältiger der Boote“ oder „Bootsbrecher“ bedeutet. Als Frank H. Melland den Eingeborenen Zeichnungen von Pterosauriern zeigte, erkannte jeder von ihnen darin ohne zu Zögern die Dämonen der Jiundu-Sümpfe.
Doch nicht nur aus den schwer zugänglichen Sumpfgebieten Zentralafrikas erreichen uns Berichte über derartige fliegende Echsen…

In den Jahren 1932 und 1933 war der später weltweit bekannte Zoologe, Kryptozoologe und Schriftsteller Ivan T. Sanderson (1911 bis 1973) im Rahmen der sogenannten Percy-Sladen-Expedition, die im Auftrag des Britischen Museums stattfand, in Zentral- und Westafrika unterwegs (im tropischen Regenwald stieß diese Expedition auch auf eine mächtige Spur, die von Eingeborenen dem berüchtigten Mokele-Mbembe zugeschrieben wurde.)
Die Forscher waren bereits einige Zeit in den Assumbo-Bergen Kameruns unterwegs. Sie wählten ein dicht bewaldetes Tal als Lagerplatz und ließen sich in der Nähe eines Flusses mit steil abfallenden Ufern nieder. In der Abenddämmerung machten sich einige Expeditionsmitglieder auf die Suche nach etwas Essbarem. Sanderson gelang es, mit seinem Gewehr einen großen Flughund zu erlegen; es handelte sich um einen sogenannten „Hammerkopf“, der sich von Früchten ernährt. Tödlich getroffen fiel das Tier in den Fluss. So musste der Jäger seine Beute aus den reißenden Fluten bergen, wobei er das Gleichgewicht verlor und ins Wasser stürzte. Kaum hatte er sich wieder aufgerichtet, rief ihm sein Kollege Gerald Russel voller Angst zu, er solle Acht geben.
Ein dunkler Schatten von gewaltiger Spannweite schnellte in Augenhöhe auf Sanderson zu und verfehlte ihn nur um Haaresbreite. Dem Forscher gelang es lediglich, einen raschen Blick auf seinen Angreifer zu werfen, da sah er sich auch schon gezwungen, unterzutauchen. Doch was der Zoologe gesehen hatte, genügte ihm, um einen Vogel auszuschließen, denn er hatte im geöffneten Maul der Kreatur spitze, weiße Zähne erkannt, die seinen Worten zufolge in gleichmäßigen Abständen zueinander angeordnet waren. Als Sanderson wieder auftauchte, drehte das schwarze Flugwesen ab, worauf Russel ihm eine Kugel nachschickte, es jedoch verfehlte.
Als die Nacht beinahe hereingebrochen war, sichteten Sanderson und sein Begleiter das Geschöpf ein zweites Mal. Es flog mit hoher Geschwindigkeit über dem Fluss entlang, soll drohend mit seinen zahnbewehrten Kiefern geklappert haben und ließ bei jedem Schlag seiner großen, membranartigen Flügel ein scharfes, zischendes Geräusch entstehen. Auch bei dieser Begegnung verfehlten die Schüsse der Forscher ihr Ziel.
Sofort nachdem die beiden Männer zum Lager zurückgekehrt waren, schilderten sie den eingeborenen Trägern, was sie gesehen hatten. Die Flügelspannweite der unheimlichen Kreatur schätzten beide Augenzeugen auf gut 3,6 Meter. Die Antwort auf seine Frage, was das für ein Tier gewesen sei, lautete „Olitiau“ – und ihrerseits wurden Sanderson und George gefragt, wo ihnen das Wesen begegnet sei. Als Sanderson in Richtung des Flusses deutete, flohen die Schwarzen urplötzlich voller maßlosem Entsetzen aus dem Lager. Sie ließen alles zurück – nur ihre Gewehre nahmen sie mit sich.

Ein Kongamato greift einen Einheimischen an

1942 wurde Colonel C. R. S. Pitman von einem namentlich nicht bekannten Eingeborenenstamm erzählt, dass in den undurchdringlichen Sümpfen von Nord-Rhodesien (heute Simbabwe) ein schreckliches, fliegendes Tier hausen würde, eine Kreatur, die wie eine Kreuzung aus Vogel und Fledermaus aussehen soll. Derjenige, der sie erblickt, ist der Legende nach dem Tode geweiht. Tatsächlich konnten Spuren des Tieres gefunden werden, sowie angeblich auch Abdrücke seines langen Schwanzes im Morast.

Sichtungsberichte solcher geflügelter, Angst und Schrecken verbreitender Reptilien – mag man sie nun Kongamato, Olitiau oder eben Pterosaurier nennen – kommen also aus verschiedenen Regionen des afrikanischen Kontinents. Aus den Erzählungen kann man schließen, dass das Verbreitungsgebiet dieser Tiere – sofern es sich natürlich überhaupt um eine einzige Spezies handelt – von Kamerun bis Sambia und von Simbabwe bis Kenia reicht. Selbst aus Madagaskar wurden bereits ganz ähnliche Beobachtungsfälle gemeldet. Und überall ähneln oder gleichen sich die Berichte auffallend…

Der nächste Fall führt zum Kilimandscharo, ein im Randgebiet zwischen Kenia und Tansania liegender Vulkan, und zeitgleich mit 5895 Metern über dem Meeresspiegel die höchste Erhebung Afrikas. Sein Name ist der Sprache der Suaheli entlehnt und bedeutet soviel wie „der Berg der bösen Geister“.
Alte Sagen und Legenden in diesem Teil der Welt wissen von „fliegenden Drachen“ zu berichten, die von Zeit zu Zeit Menschen attackiert haben sollen. Von gelegentlichen Sichtungen derartiger Lebewesen berichtete ein deutscher Missionar namens Trappe, der unweit des Mount Meru (zwischen dem Kilimandscharo und dem Ngorongoro-Krater) lebte. Dr. Laszlo Saska, ein guter Freund des Deutschen, bestätigte in einem Gespräch mit Bernard Heuvelmans, dass jene geflügelten Echsen des Öfteren in den Wäldern nahe dem Landhaus des Missionars beobachtet wurden.

Die Grenze zwischen Sambia und dem damaligen Kongo bildet der Luapula-Fluss. Im Jahre 1956 befuhr ihn der englische Ingenieur J. P. F. Brown auf der sambischen Seite in südlicher Richtung, sein Ziel war Salisbury in Rhodesien (heute Harare in Simbabwe). Da er bis dorthin noch einen weiten Weg vor sich hatte, rastete er in Fort Roseberry, westlich des Bangweolo-Sees. Plötzlich erspähte er zwei Tiere, die gemächlich über ihn hinwegflogen. Brown gelang es, sie eine Zeit lang zu beobachten, wobei er feststellte, dass sie ein seiner Aussage nach „prähistorisches Aussehen“ hatten, und zudem eine Flügelspannweite von schätzungsweise einem Meter. Sie besaßen einen sehr schmalen Kopf und einen langen, dünnen Schwanz. Als eines der beiden Wesen seinen Schnabel kurz öffnete, wurde eine Reihe spitzer Zähne erkennbar. Die Gesamtlänge der Tiere gab Brown mit ungefähr 1,5 Metern an.

Bald nachdem Browns Sichtung in der englischen Presse veröffentlicht worden war, meldeten sich Leser, die vergleichbare Beobachtungen gemacht hatten – so etwa das Ehepaar Gregor, das im Süden Rhodesiens „fliegende Eidechsen“ von gut einem Meter Länge gesehen hatte. Auch ein gewisser Dr. J. Blake-Thompson, der dies von Angehörigen des Awemba-Stammes erfahren hatte, berichtete, dass große, rattenähnliche Fluggeschöpfe von Zeit zu Zeit regelrechte Jagden auf Eingeborene veranstalteten. Ganze Schwärme dieser Tiere sollen demnach in ausgedehnten Höhlen in Zentral-Angola hausen, unweit den Quellen des Sambesi.

1957 wurde ein Mann mit schweren Brustverletzungen ins Krankenhaus der bereits erwähnten Stadt Fort Roseberry eingeliefert. Als die Ärzte wissen wollten, wie es zu diesen Wunden gekommen war, erklärte der Patient, er sei in der Sumpflandschaft rund um den Bangweolo-See von einem „riesenhaften Vogel“ angegriffen worden. Wen wundert es noch, dass der Verletzte, als man ihn bat, eine Skizze der Kreatur anzufertigen, etwas zu Papier brachte, das man als Pterosaurier identifizieren konnte?

Auf der Suche nach rationalen Erklärungen ist es zunächst immer sinnvoll, bekannte afrikanische Tierarten zu finden, die für die Sichtungen, oder zumindest für einen Teil davon, verantwortlich sein könnten.
So sind in den Sumpfgebieten Sambias zwei Vogelarten heimisch, die vom ungeschulten oder getäuschten Auge möglicherweise mit Pterosauriern verwechselt werden könnten. Dabei handelt es sich um den sogenannten Schuhschnabel-Storch (Balaeniceps rex), einen meist graublauen Vogel mit einer Länge von bis zu 1,4 Metern und einer Spannweite von über zwei Metern, sowie den Sattelschnabel-Storch (Ephippiorhynchus senegalensis), der es mitunter auf bis zu 2,5 Meter Flügelspannweite bringt.
Balaeniceps, dessen Schnabel recht dick ist und in der Form an einen niederländischen Holzschuh erinnert, ist mittlerweile sehr selten geworden, und es liegen keine Berichte über aggressives Verhalten gegenüber Menschen vor. Tatsächlich ist diese Art von extrem scheuer Natur und vermeidet nach Möglichkeit den Kontakt mit Menschen.
Die zweite Art, der Sattelschnabel, hat einen langen, roten Schnabel mit einem schwarzen Streifen. Zudem trägt er im Gesicht einen gelben, orange umstreiften Fleck.
Der längliche Hals und die Ausmaße beider Arten mögen auf einen großen Teil der Sichtungen jener unbekannter Flugwesen in Afrika zutreffen. Zudem strecken storchen- und kranichartige Vögel ihre Beine während des Fluges gerade nach hinten aus, was vom Boden aus betrachtet tatsächlich an einen langen, dünnen Schwanz erinnern kann. Doch es gibt Kriterien, die sämtliche Vogelarten nicht erfüllen: die bei fast jeder Beobachtung beschriebenen, furchterregenden Zähne der fliegenden Dämonen sowie die völlige Federlosigkeit.

Es scheint, als käme man bei den Vögeln nicht wirklich weiter, wenn man nach konventionellen Erklärungen für die Berichte um die fliegenden Echsen sucht. Wer behauptet schon nach einer Begegnung mit einem Storchenvogel, er habe eine „Eidechse“ mit membranartigen „Fledermausflügeln“ gesehen? Die unüberlegte Theorie, es handle sich bei Kongamato um das afrikanische Gleithörnchen Anomalurus derbianus, scheidet schon aufgrund der geringen Größe dieses Tieres (38 cm) aus. Bessere Chancen für eine rationale Erklärung bestehen da schon eher bei den Fledertieren.

Die Ordnung Chiroptera umfasst 18 Familien. Bei einer davon handelt es sich um die Flug- oder Flederhunde, die Pteropidae. Unter ihnen ist der Indische Flughund (Pteropus giganteus), das mit 1,5 Metern Flügelspannweite größte rezente Fledertier der Erde. Die meisten Vertreter dieser Familie besitzen einen hunde- oder fuchsähnlichen Kopf, während fast alle übrigen Fledermausarten, wie ihr Name schon impliziert, mäuseähnliche Häupter haben. Die allermeisten Fledertiere tragen sehr große, teilweise grotesk überproportional wirkende Ohren, die der besonderen Echo-Orientierung der Tiere dienen. Ausnahmen gibt es bei den bereits erwähnten Flughunden. Flughunde sind, ganz im Gegensatz zu den meisten Fledermäusen, zum Teil auch am Tag aktiv und ernähren sich fast nur von Früchten, deshalb ist die vor allem bei Dunkelheit und bei der Insektenjagd nützliche Orientierungsweise vieler anderer Fledermäuse bei ihnen nicht vonnöten. Es gibt allerdings eine in Nordafrika, Indien und Malaysia beheimatete Flughundspezies, die von der Echopeilung Gebrauch macht, obwohl sie sich nur von Früchten ernährt. Weshalb sie sich dennoch auf diese Weise orientiert, ist unbekannt.

Fledermäuse bzw. Flughunde unterscheiden sich neben vielen anderen markanten Merkmalen in einem ganz besonderen Punkt von den prähistorischen Flugsauriern: Ihre Flügel sind völlig anders aufgebaut. Bei den Pterosaurierflügeln handelte es sich, wie zu Beginn schon erwähnt, um eine Hautmembran, die zwischen jeweils nur einem stark verlängerten Finger und den Oberschenkeln gespannt war. Bei Fledermäusen ist das im Prinzip zwar ähnlich – auch hier haben wir es mit einer Flughaut zu tun –, allerdings wird diese von je vier verlängerten Fingern ausgespannt und ist an den Fußgelenken befestigt. Bei manchen Spezies umschließt die Membran auch den Schwanz. Fledertiere unserer Zeiten verfügen also über weitaus mehr Flughautfläche als die Pterosaurier der Vergangenheit.

Könnte ein laienhafter Beobachter trotz dieser Unterschiede ein großes Fledertier mit einem kleinen Pterosaurier verwechseln? Die riesigen Ohren der meisten Fledermäuse sind ein unübersehbares Merkmal – wer eine Fledermaus sieht, erkennt sie somit auch als solche. Kein Beobachter des Kongamato hat besonders auffallende Ohren beschrieben. Auch seine zumeist kurze Schnauze ähnelt in nichts den Schnäbeln urzeitlicher Flugsaurier. Bei Flughunden ist solch eine Verwechslung viel eher vorstellbar. Die oft längliche Schnauze dieser Familie mag bei einer nur flüchtigen Beobachtung wie ein kurzer Schnabel wirken, Flughunde besitzen wie alle Fledertiere Zähne, und sie werden verhältnismäßig groß – wenn auch nicht so groß, wie manchmal der Kongamato beschrieben wird. Welche Flughundspezies aber treten in Zentralafrika, der Heimat der angeblichen fliegenden Reptilien, auf? Es sind nicht viele…

Hammerkopf-Flughund (Hypsignathus monstrosus)Einmal ist dort der Hammerkopf (Hypsignathus monstrosus) zu finden, er ist von Gambia bis Uganda und Angola verbreitet und lebt in Mangrovenwäldern und anderen Sümpfen. Seine Kopf-Rumpf-Länge beträgt 25 bis 30 cm, seine Spannweite 70 bis 95 cm. Er verfügt über keinen Schwanz. Was ihn aber vielleicht schon aus der Liste der möglichen Erklärungen verbannt, ist neben seiner Nachtaktivität der Grund für seinen Namen: Sein Kopf ist geformt wie ein Hammer, seine Schnauze außergewöhnlich „geschwollen“. Diese Kopfform erinnert am wenigsten an den spitzen Schnabel eines Pterosauriers.
Von Nigeria bis Angola und östlich bis Simbabwe und Tansania ist der Franquet-Epauletten-Flughund (Epomops franqueti) heimisch. Er verfügt über eine kurze und spitze, leicht nach oben gekrümmte Schnauze, hat ein bräunliches Fell und schwarze Flügel. Was ihn von vornherein ausscheiden lässt, ist seine geringe Größe: Er wird nur 13,5 bis 18 cm lang, seine Flügelspannweite beträgt gerade einmal 23 bis 25 cm. Die Epauletten-Flughunde bilden eine eigene Unterfamilie und sind allesamt generell recht klein.
Normalerweise nur im Nordosten des Kontinents verbreitet ist der Ägyptische Flughund (Rousettus aegyptiacus), der eine Flügelspannweite von immerhin 70 bis 95 cm erreicht und 25 bis 30 cm lang wird. Denkbar, dass einige Stämme dieser Art weiter nach Süden gewandert und für einige Kongamato-Beobachtungen verantwortlich zu machen sind.
Die größte bekannte, in Zentralafrika beheimatete „gewöhnliche“ Fledermaus, die Herznasenfledermaus (Megaderma cor), bringt es auf eine Spannweite von gerade einmal 35 cm, was es neben ihrem unverwechselbaren Aussehen ebenfalls nur schwer vorstellbar macht, dass sie mit einem Pterosaurier verwechselt werden kann.

Was man natürlich nicht ausschließen kann, ist die Existenz einer bisher unentdeckten Fledertierspezies – womöglich der Familie der Flughunde angehörig – die die Ausmaße des beschriebenen Kongamato erreicht. Bernard Heuvelmans (1916 bis 2001), der Begründer der modernen Kryptozoologie, vertrat die Meinung, bei den Kongamato handle es sich um eine unbekannte, große Fledermaus- oder Flughundart.
Betrachten wir nun einen Teil der zuvor geschilderten Beobachtungen noch einmal und überprüfen, ob man Fledertiere als mögliche Erklärung heranziehen könnte.

1925 wurde ein Mann in den Jiundu-Sümpfen von einem zahnbewehrten Flugwesen angefallen, das er anhand eines Buches als Pterosaurier identifizierte. 1957 kam es am Bangweolo-See zu einem ähnlichen Zwischenfall. Kann man hierfür Flughunde oder Fledermäuse verantwortlich machen? Bislang hat man bei Fledertieren keine Fälle derartiger Aggressivität gegenüber Menschen verzeichnet, und es ist anzuzweifeln, dass sie so schwere Verletzungen hervorrufen können. Zähne und Krallen aller bisher bekannten Chiropterae sind nicht groß bzw. kräftig genug.

Für die Beobachtung von Ivan T. Sanderson während der Percy-Sladen-Expedition in den frühen Dreißigern kommt ein Fledertier schon eher in Frage. Sanderson selbst glaubte nie daran, dass er einem lebenden Pterosaurus begegnet sei, sondern ging von einer sehr großen Fledermaus oder einem Flughund aus. In Anbetracht der Größe des gesichteten Tieres kommt jedoch keine bekannte Fledertierspezies in Frage.
In seinem Buch „Investigating the Unexplained“ (1972) befürwortet Ivan T. Sanderson den Erklärungsversuch, hinter den Kongamato steckten bisher unbeschriebene Riesenfledermäuse. Recht detailliert schildert er hier die Einzelheiten seiner persönlichen Sichtung:

[…] die Größe dieser Kreatur schockierte mich regelrecht, denn in Afrika existieren keine Vögel mit einer solchen Flügelspannweite. Tatsächlich ist weltweit der einzige Vogel von vergleichbaren Ausmaßen der Andenkondor. Noch bedenklicher ist, dass das, was ich von ihrem Gesicht gesehen habe, einen Vogel absolut ausschließt. […] Ihr Unterkiefer hing herab, und als die letzten Sonnenstrahlen direkt in ihr Gesicht schienen, hätte ich die riesigen weißen Zähne zählen können, wenn ich die Zeit dazu gehabt hätte. Sie waren gut fünf Zentimeter lang, hatten alle etwa die gleiche Größe und konstant denselben Abstand zueinander.
[…]
Dieses Wesen hatte eine Schnauze, die eher der eines Affen ähnelte als der eines Hundes oder irgendeines Reptils […]. Das ganze Tier war kohlenschwarz gefärbt, so auch die völlig undurchsichtigen Flügel. Es sah nicht so aus, als hätte es Haare – doch das tun die meisten Fledermäuse nicht, bis man sie dann in der Hand untersucht. Die wenigen Flügelschläge, die ich sehen konnte, bevor ich untertauchen musste, waren auffallend langsam für die hohe Fluggeschwindigkeit, und sie glichen eher den „flatterndern“ Bewegungen einer früchtefressenden Fledermaus als denen von kleineren Arten, die regelrecht durch die Luft „schwimmen“.

Eine sehr große, bisher unbekannte und vielleicht außergewöhnlich aggressive Fledermaus- oder Flughundart scheint in diesem Fall also tatsächlich die plausibelste Erklärung zu sein. Sehr gut möglich, dass eine solche Spezies hinter einigen weiteren Begegnungen mit den „geflügelten Echsen“ Afrikas steckt.

Was ist mit der Sichtung des J. P. F. Brown in Fort Roseberry 1956? Der Zeuge umschrieb die von ihm beobachteten Tiere mit einem sehr schmalen Kopf und einem langen, dünnen Schwanz. Die Köpfe der meisten Flughunde ähneln, wie bereits erwähnt, denen von Füchsen oder Hunden, sind also keinesfalls so schmal wie von Brown bezeugt. Und der „lange, dünne Schwanz“ lässt auf alles andere als ein Fledertiere schließen: Bei sämtlichen Pteropidae fehlt der Schwanz völlig, und bei allen anderen Fledermäusen ist er entweder ebenfalls nicht vorhanden oder aber von der Flugmembran umschlossen, sodass er nicht als klar abgesetzter Schwanz erkennbar ist.
Und die Berichte des Dr. J. Blake-Thompson, dem Angehörige des Awemba-Stammes erzählt hatten, merkwürdige rattenähnliche Flugwesen würden Hetzjagden auf die Eingeborenen veranstalten? Allein anhand der Bezeichnung als „rattenähnlich“ darf man auf die Identität dieser Kreaturen schließen: Fledertiere, womöglich die Herznasenfledermaus mit ihrem mäuseähnlichen Kopf, oder der spitznäsige Ägyptische Flughund, der in seiner allgemeinen Erscheinung tatsächlich an eine geflügelte Ratte erinnert. Normalerweise greifen Fledertiere keine Menschen an, weshalb also die erwähnten „Hetzjagden“? Sollte es sich um gewöhnliche, insektenfressende Fledermäuse gehandelt haben, so könnte man sich dieses Verhalten damit erklären, dass die Tiere nur auf der Jagd nach tieffliegenden Insekten waren und es für die Beteiligten den Eindruck hatte, die Fledermäuse hätten es auf sie abgesehen. Im Fall, dass es früchtefressende Flughunde waren, so fällt eine Erklärung dieser Art wieder schwerer. Liegt hier eine bisher ungeahnte Aggressivität der Tiere oder eine Verhaltensstörung vor?

Wie ersichtlich bieten selbst gewöhnliche Flughunde und Fledermäuse nicht immer eine akzeptable Erklärung für die Beobachtungen fliegender „Dämonen“ in Afrika. Und den unzähligen Augenzeugen a priori Aberglauben oder Halluzinationen zu unterstellen, wäre unsinnig und nicht objektiv.
Nun also zur populärsten Theorie, die sich durchaus hervorragend in die Dinosaurier-Thesen des Kongobeckens einfügt: Bei den Kongamato handelt es sich um Pterosaurier, überlebende fliegende Reptilien aus dem Mesozoikum!

Pterodactylus-FossilNiemand hat je einen lebendigen, nachweislich echten Flugsaurier gesehen, sodass man kaum Genaueres über das Verhalten dieser Tiere wissen kann – waren sie tatsächlich so aggressiv, wie die Kongamato zu sein scheinen? Hätten sie Menschen angegriffen?
Mindestens zwei bekannte Spezies der prähistorischen Pterosaurier kämen in Betracht, wenn es darum ginge, die afrikanischen Flugteufel zu identifizieren. Rhamphorhynchus, jener kleine Flugsaurier des Oberjura, scheint regional ein perfekter Kandidat, denn man entdeckte seine fossilen Überreste auch in Tansania. Seine Flügelspannweite betrug einen Meter und er besaß einen sehr langen, dünnen Schwanz. In seinen langen, schmalen Kiefern hatte er scharfe Zähne, die wie Widerhaken gekrümmt waren. Wahrscheinlich glitt Rhamphorhynchus in niedriger Höhe über Wasseroberflächen hinweg und schnappte mit dem Schnabel nach Fischen, während er mit seinem Schwanz die Balance hielt.
J. P. F. Brown sah 1956 fliegende Tiere mit sehr schmalen Köpfen und langen, dünnen Schwänzen. Im Maul der Wesen saßen spitze Zähne. Gestalt und Größe stimmen einwandfrei mit den Rekonstruktionen überein. Waren es tatsächlich Rhamphorhynchi?
Und könnten Rhamphorhynchi einem Menschen wirklich jene Verletzungen zufügen, die verschiedene Eingeborene davontrugen, nachdem sie in die „Verbotenen Sümpfe“ eingedrungen waren? In Anbetracht der nadelspitzen Zähne dieser vorzeitlichen Fischfresser wäre das durchaus vorstellbar!
Auch Pterodactylus, den „Flügelfinger“, fand man in Tansania. Optimal passt er jedoch nicht zu den Darstellungen der Kongamato: Die Spezies hatte eine Spannweite von maximal 75 cm, war also kleiner als die beschriebenen Tiere, und auch einen Schwanz besaß Pterodactylus nicht.

In den Jahren vor dem Ersten Weltkrieg fanden bei Tendagaru in Tansania paläontologische Ausgrabungen statt, bei denen unzählige Rhamphorhynchus- und Pterodactylus-Skelette ans Tageslicht gebracht wurden. Viele Skeptiker sind der Meinung, die phantastisch anmutenden Erzählungen über die Kongamato seien von den Eingeborenen verbreitet worden, die damals bei den Ausgrabungsarbeiten geholfen hatten. Allerdings liegen die meisten Beobachtungsorte jener „Ungeheuer“ sehr weit von Tendagaru entfernt, teilweise über 1500 km. Warum gibt es also keine Berichte von überlebenden Pterosauriern aus der Gegend um die Ausgrabungsstelle, wo die Wahrscheinlichkeit der Entstehung einer solchen Legende doch viel höher wäre? Warum gibt es keine gleichartigen Legenden entlang der Verbreitungsroute dieses Mythos, z. B. am Mweru-See?

Unter all den Erklärungsversuchen haben sich nun zwei Theorien besonders herauskristallisiert.
Einige Forscher, wie etwa der amerikanische Zoologe Ivan T. Sanderson, der 1932 ein solches Tier sichtete, vermuten hinter den Berichten über die Kongamato ein riesiges, bislang unklassifiziertes Fledertier. Sanderson beschrieb das von ihm beobachtete Wesen eindeutig als säugetierartig und nahm an, dass diese Spezies eine Flügelspannweite von mindestens 3,5 Metern erreichen könnte.
Als zweite denkbare Möglichkeit darf man tatsächlich einen überlebenden Pterosaurier vermuten, denn bei zahlreichen Beobachtungsfällen ist klar ersichtlich, dass sie sich nicht durch Vögel oder Fledermäuse erklären lassen. Die Beschreibungen vieler Zeugen deuten bis ins Detail auf ein bestimmtes Lebewesen hin, das von Paläontologen eigentlich einstimmig als längst ausgestorben deklariert wurde: den Rhamphorhynchus.
Ausgerechnet Rhamphorhynchus – ein Tier des Erdmittelalters, das den Wissenschaftlern lediglich von versteinerten Knochenfunden bekannt ist – scheint sämtliche Störche, bekannte Fledermäuse und Flughunde Zentralafrikas in den Schatten zu stellen, wenn es um eine Erklärung der Kongamato geht.

Es handelt sich bei den Kongamato nicht um Phantome, sondern vielmehr um lebende Tiere. Dass sie auch einem Menschen gefährlich werden können, wenn er sich zu tief in ihr Habitat wagt, zeigt offenbar mehr als nur ein Vorfall des letzten Jahrhunderts.
Ein großer Teil der afrikanischen Tropenregion im Kongobecken hat sich seit dem Mesozoikum beinahe durchgehend erhalten. Sollte der Rhamphorhynchus tatsächlich das Massensterben vor 65 Millionen Jahren überlebt haben, so hat sich seine Gestalt aufgrund dieser Konstanz vielleicht auch nicht grundlegend verändert.
Es ist nicht häufig in der Kryptozoologie, dass die wohl abenteuerlichste Erklärung eines Phänomens zugleich auch die plausibelste ist. Im vorliegenden Falle scheint es jedoch so. Es wäre wünschenswert, wenn es sich eine neue Generation von Kryptozoologen zur Aufgabe machen würde, die „Verbotenen Sümpfe“ Zentralafrikas zu erforschen – denn die Chancen, dort etwas zu finden, scheinen hoch; und je mehr Zeit vergeht, umso geringer werden durch die Einflussnahme des Menschen auch in diesem Hot Spot der Arten die Chancen, noch neue Spezies zu entdecken.
Aber auf was würden sie im Fall Kongamato schlussendlich stoßen? Auf lebendige Pterosaurier? Eine unbekannte Riesenfledermaus? Oder doch nur auf fiktive Volkslegenden?


Quellennachweis:

  • Cox, Barry (Hrsg.) : „Dinosaurier und andere Tiere der Vorzeit“ München: Mosaik 1989
  • Buffetaut, Eric: „Pterosaurier. Warmblütige Pioniere der Lüfte“
    In: Spektrum der Wissenschaft 1/05
  • Hausdorf, Hartwig: „Die Rückkehr der Drachen“ München: Herbig 2003
  • Heuvelmans, Bernard: „On the Track of unknown Animals“ 3. Aufl. London: Kegan Paul 1995 [Orig.: "Sur la piste de Bêtes Ignorées" Paris: Plon 1955]
  • Sanderson, Ivan T.: „Investigating the Unexplained“ New Jersy (USA): Englewood Cliffs: Prentice Hall 1972
  • Shuker Karl P. N.: "In Search of Prehistoric Survivors" London: Blandford 1995
  • Whitfield, Philip (Hrsg.): „Das große Weltreich der Tiere” 1992

Bildnachweis:

  • Kongamato-Fotomontage: Alexander Blumtritt
  • Hammerkopf-Flughund: Tobias Möser, Säugetier-Sammlung des Forschungsmuseums Alexander Koenig, Bonn
  • Pterodactylus-Fossil: Lydekker R., 1888, Catalogue of the fossil Reptilia and Amphibia in the British Museum (Natural History) Part I (Public Domain)