29 | 07 | 2014
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Globster bei Traittland, Ronsay, 1894

Dracontologie-NewslogoAm 18. September 1894 berichtete der Gloucester Citizen über ein Seeungeheuer bei Traittland, Ronsay (gemeint ist die Orkney-Insel Rousay). In Folge wurde wohl weltweit berichtet, so u. a. im australischen Mercury:

Seeschlange.

Am 18. September wurde berichtet, dass ein Seemonster, ‚etwa 4 Meter lang, mit einem Rücken wie ein Elefant, zwei Reihen fürchterlich aussehender Zähne im Oberkiefer, einer Schnauze wie ein Nashorn und bedeckt mit grau-gefärbten Borsten‘ – mit anderen Worten ‚die Seeschlange“ – angeschwemmt wurde, tot, bei Traittland, Ronsay, und nahe Kirkwall begraben wurde.


Aus dem Gloucester Citizen kann hinzugefügt werden, dass es „einem Walross ähnelt, zwischen 3 bis 4 Meter lang, und in einem verfaulten Status ist.

Während Dr. Heuvelmans in seinem Buch „In the Wake of the Sea Serpent“ über eine Riesenhai-Identität spekuliert - vermutlich anhand der „Borsten“ und der zwei Reihen von Zähnen – schließt der Autor Glen Vaudrey (in: Vaudrey, G. (2012). Sea Serpent Carcasses: Scotland – From the Stronsa Monster to Loch Ness. Bideford: CFZ Press.) dies aus. Zwar ist sein Hauptargument, ein Riesenhai habe keine Zähne, nicht korrekt, andererseits können die winzigen Zähnchen des Hais aber auch nicht als „fürchterlich“ bezeichnet werden. Hier stellt er sich vielmehr die Frage, ob es sich nicht um einen umherziehenden Pinnipedia handelte. In diesem Fall eventuell - wie auch in der Beschreibung erwähnt - um ein Walross (Odobenus rosmarus). Tatsächlich erreichen diese gelegentlich die Schottische Küste, das letzte bekannte wurde erst Anfang März vor der Orkney-Insel North Ronaldsay fotografiert: http://www.bbc.co.uk/news/uk-scotland-n ... d-21647421.

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Die Pseudo-Plesiosaurier-Theorie bietet damit eine rationale Erklärung für derartige Tierleichen, sie ist jedoch keineswegs allgemeingültig. Letztlich bietet der Kadaver von Querqueville aber auch zwei Lehren, die in der Kryptozoologie von Vorteil sind: es ist immer besser einen Experten vor Ort mit Zugriff auf das zu untersuchende Objekt zu haben als nur wild zu spekulieren. Und es ist nicht immer alles so, wie es zu sein scheint.

Querqueville- od. Cherbourg-Kadaver