26 | 04 | 2017
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Arakan-Waldschildkröte in Myanmar wiederentdeckt

Kryptozoologie-NewslogoDie Arakan-Waldschildkröte (Heosemys depressa) lebt nur in den Arakan-Hügeln des westlichen Myanmar und ist eine der seltensten Schildkröten der Welt. Nachdem sie zuletzt 1908 in freier Wildbahn gesichtet wurde, galt sie in der Roten Liste der gefährdeten Tierarten als kritisch gefährdet. Experten dachten lange, sie wäre bereits ausgestorben. Doch 1994 tauchte sie als „Medizin“ und Nahrungsmittel auf asiatischen Märkten auf. Seitdem war es eher still um die Arakan-Waldschildkröte, die von den Einheimischen „Pyant Cheezar“ übersetzt „Schildkröte die Nashorn-Fäkalien ist“ (was sich auf die einst hier vorkommenden Sumatra-Nashörner bezieht) genannt wird. Nur etwa vierzehn Exemplare leben in Zoos und Aquarien in den USA. Im Mai 2007 gab der Zoo Atlanta bekannt, dass sein einzigartiges Brutprogramm für die schwer in Gefangenschaft zu haltende Schildkröte mittlerweile die vierte Generation an Nachkommen innerhalb der letzten sechs Jahre verzeichnen kann.

Am vergangenen Montag gaben der texanische Forscher Steven Platt (Sul Ross State University) und sein Team von der New Yorker Wildlife Conservation Society (WCS) bekannt, dass sie bereits im Mai fünf der hellbraun-braun gefärbten Waldschildkröten im Rakhine Yoma Elephant Sanctuary in Myanmar gefunden haben. Das Schutzgebiet ist von unzugänglichem Bambusdschungel bedeckt, die einzigen Wege hindurch sind die Pfade der Elefanten. So war es sehr mühsam das Gebiet zu durchqueren, bis man schließlich die erste Schildkröte am 31. Mai fand. Das gibt den Biologen Hoffnung, dass die Art doch noch Überlebenschancen hat. Eine Überraschung indes ist der Fund nicht für alle, denn Douglas B. Hendrie, ein Schildkrötenexperte des Education for Nature-Vietnam, hörte von Jägern und Führern schon lange zuvor Berichte über die Arakan-Waldschildkröte.

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