29 | 03 | 2017
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Beck-Sturmvogel wiederentdeckt

Thylacinus-NewslogoEinen von vielen für vermutlich ausgestorben gehaltenen Seevogel hat eine Britische Expedition wiederentdeckt. Der Beck-Sturmvogel (Pseudobulweria becki) wurde seit 1929 nicht mehr nachweislich gesichtet, die Sichtung eines für einen Beck-Sturmvogel gehaltenen Tiers durch eine Expedition in australischen Gewässern 2006 wurde durch das Australian Rare Birds Committe zurückgewiesen. Als kritisch gefährdet wurde die Art vom IUCN eingestuft, da man die Möglichkeit in Betracht zog einzelne Populationen vermeintlich anderer Arten, könnten in Wahrheit doch Beck-Sturmvögel sein. De facto lagen jedoch nur zwei bekannte Museumsexemplare aus dem American Museum of Natural History in New York vor. Bis jetzt eine Population im Bismarck-Archipel nordöstlich von Papua-Neuguinea gefunden wurde. Ein erster Bericht wurde diese Woche im Bulletin of the British Ornithologists Club durch den israelischen Expeditionsleiter, den Ornithologen und Autor Hadoram Shirihai, veröffentlich.

Die Reise wurde speziell für die Suche nach dem Vogel organisiert,“ so Nick Askew, Sprecher der britischen Vogelschutzgesellschaft Birdlife International. „[Herr Shirihai] war bereits vor vier Jahren, 2003, in dem Gebiet auf der Suche nach anderen Vögeln und er dachte er hätte den Beck-Sturmvogel gesichtet. Er organisierte dann 2007 diese zusätzliche Reise um die Art zu finden, welchen nun so erfolgreich war.“ Auf dieser Expedition fotografierte Shirihai mehr als dreißig Individuen dieser Sturmvögel und beobachtete zudem Jungvögel im Flug was auf ein entsprechendes Brüten in der Nähe hindeutet. Mit nach Hause brachte er neben Fotos und Erlebnisberichten auch einen toten Vogel, den er aus dem Meer gefischt hatte. „Wir hatten den Vogel nicht abgeschrieben. Er wurde als kritisch gefährdet eingestuft, was nur einen Schritt vor dem Aussterben steht, aber diese neue Sichtung bestätigt, dass der Vogel noch da ist was fantastische Neuigkeiten sind. Das bedeutet, dass wir nun mit der Konzentration auf Schutzmaßnahmen beginnen könnnen um zu versuchen die Art zu erhalten.“ Auch weitere Reisen müssen nun unternommen werden, so Askew, denn nur wenig ist über die Art überhaupt bekannt. „Wir haben gegenwärtig tatsächlich keine Brutplätze gefunden, obwohl dort junge Vögel waren so dass sie irgendwo in dem Gebiet brüten müssen.

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