19 | 09 | 2017
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Beuteltiger gesichtet in Victoria?

Thylacinus-NewslogoDer Sunday Tasmanian berichtete am 10.02. online über neueste Sichtungen und die seit längerem bekannten Theorien und über freigelassene Beutelwölfe (Thylacinus cynocephalus) auf dem australischen Festland.

Der Farmer Harry Cook inspizierte zusammen mit einem Kamerad auf seinem Land südlich von Melbourne die Kaninchen-Fraßschäden an der kommenden Ernte, als sie drei Keilschwanzadler über einer Koppel kriesen sahen. „Sie kreisten über einem Tier - wir kamen bis auf vier Meter an es heran. Es war von der Größe eines großen Hundes mit einem sehr langen Schwanz der hoch in die Luft ragte als ob er die Adler abwehren wollte. Da waren weiße Streifen auf seiner Brust und es hatte einen schweren Kopf mit runden Ohren und die Seite der Schnauze war weiß,“ so Cook. Für seinen Sichtungsbericht erntete der Farmer viel Unmut aus unvermuteten Gründen. „Die Farmer hier in der Umgebung erzählten mir, dass ich den Schweigenscode gebrochen hätte - dass sie auch Dinge gesehen hätten, aber sobald es erzählt wäre all die Städter kommen würden mit ihren Gewehren um zu versuchen auf es zu schießen.

Acht Sichtungen nahe Geelong hat der Laienforscher Michael Moss in der letzten Zeit archiviert, in einem Dreieck zwischen Anglesea, Torquay und Freshwater Creek. Bereits 1998 filmte er im östlichen Gippsland, was er für einen Thylacinus hält. Seine Theorie: Tasmanische Tiger wurden zwischen 1910 und 19115 im Vorgebirge von Wilsons in die Wildnis entlassen. Zu dieser Zeit war es die Politik der Nationalparkverwaltung diesen mit gefährdeten Tierarten wie Kängurus, Fleckschwanzbeutelmarder und Vögel. „Das Timing ist interessant, denn es gibt keine Aufzeichnungen über Sichtungen bis vor 1912. Der Tiger hat eine Reputation als Viehkiller, so dass es das letzte wäre was das Komitee gewollt hätte dies zu publizieren aus Angst die Farmer würden gehen und sie erschießen, so dass dies ein Grund sein könnte warum es geheim gehalten wurde,“ so Moss. Der Wildtierbiologe Nick Mooney hat diese Theorie schon zuvor gehört, hält sie aber nicht für zutreffend. „Es gibt überhaupt keine Beweise jenseits einer vagen Verschwörung. Es wurden einige Tiere in Wilsons ausgewildert, aber Tiger waren nicht auf der Liste.“ Mooney und andere haben auch das Video von Moss ausgewertet und halten das aufgenommene Tier für einen kranken Fuchs, der ein Kaninchen trägt. Angesichts der Historie des Beutelwolfs auf dem Festland können die meisten Sichtungen dort einfach als Verwechslungen mit streunenden Hunden, Füchsen oder einfache Illusionen verifiziert werden. Dennoch ist Mooney keineswegs ein Skeptiker über die fortwährende Existenz des Thylacinus: „Ich habe immer gesagt es ist möglich - nicht wahrscheinlich, aber möglich.

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