27 | 06 | 2017
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Die Moa-Sichtung der Alice McKenzie

{mosimage}Nahezu 130 Jahre ist es her, als die Neuseeländerin Alice McKenzie bei Martins Bay einen blauen Laufvogel sah. Die 1873 in Hokitika geborene Tochter eines schottischen Journalisten und einer Irin, war fünf als die Familie sich auf einer Farm nahe Martins Bay ansiedelte. Sie war sieben Jahre alt, als sie 1880 einen großen, (pukeko-)blauen Vogel mit Beinen so dick wie ihr Handgelenk und ohne erkennbaren Schwanz an der Grenze zwischen Busch und Strand sah. Der Vogel war lang und gut zu sehen, sie berührte sogar die Brustfedern und streckte einen der dunkelgrünen, schuppigen Beine aus. Erst als sie versuchte ihn mit Hilfe der Strandvegetation anzubinden, stieß er einen rauen, grunzenden Schrei aus und bedrängte sie. 1889 sah sie den Vogel nochmals, danach nie mehr.

Seitdem wurde viel darüber debattiert, ob es sich hierbei nicht um eine überlebende, kleine Moaart handelt. Alice McKenzie folgte lange Zeit der Ansicht, dass es sich um eine überlebende Takahe-Ralle (Porphyrio mantelli) handelt. Aber als der Vogel 1948 tatsächlich wieder entdeckt wurde und sie sich ein Exemplar im Otago Museum in Dunedin angesehen hatte, änderte sie ihre Meinung da die Körpergröße, die roten Beine und der Schnabel nicht zu ihrem gesichteten Tier passten. Der Kritiker John Hall-Jones bezweifelt, dass es sich um einen Moa handelte. „Tatsächlich ist es von größter Bedeutung, wenn dem so wäre, denn dann wäre es der einzige dokumentierte Fall eines Europäers, der einen lebenden Moa gesehen und auch berührt hat. Und es wäre der erste Bericht über einen Moa - tot oder lebendig - mit navy-blauen Federn." Hall-Jones merkt zudem an, dass die Geschichte erst in der zweiten Auflage von McKenzie's Buch „Pioneers of Martins Bay" von 1952 auftaucht als diese bereits 75 Jahre alt war. Noch 1946 hatte sie an einen Professor der Otago Universität geschrieben in dem Glauben eine Takahe gesehen zu haben. Der Autor wagt die Behauptung, dass McKenzie möglicherweise einen blue white-faced heron gesehen hat, der für ein Kind mit den langen Beinen und großen Füßen sicherlich groß ausgehen habe. „Trotz allem muss man sich erinnern, dass wir von der Obersvation eines siebenjährigen Kindes reden, das davon zum ersten Mal im Alter von 69 Jahren berichtet und dies im Alter von 75 Jahren signifikant ändert."

Diese und andere Zweifel haben Margaret Leaker, die einundsechzigjährige Enkelin von Alice McKenzie, dazu veranlasst eine überarbeitete Neuauflage des Buches ihrer Großmutter herauszugeben. Das von Arrowtown Lakes District Museum publizierte Buch vertieft sich weiter in die „Moa-Sichtung" und antwortet den Kritikern. „Ich glaube, dass sie sah, was sie sagte gesehen zu haben. Was sie beschrieb, klingt sehr wahrscheinlich nach dem was wir als Busch-Moa kennen." McKenzie starb 1963 im Alter von neunzig Jahren, nach einer Serie von Schlaganfällen. Ihre Großmutter kennt Margarete Leaker aus der gemeinsamen Zeit, als sie zusammen in Dunedin wohnten. „Ich würde sagen, sie war eine sehr wahrheitsliebende, gute Person. Eine gottesfürchtige Person. Ich könnte mir nie vorstellen, das sie so eine Art Mensch war, die etwas macht um Aufmerksamkeit zu erregen." Die Chance, mit ihrer Großmutter über die Sichtung zu sprechen, erhielt Leaker aber leider nicht. „Bevor du nicht älter wirst, realisierst du nicht, wie wichtig es ist. Und würdest du es dir nicht wünschen, jemanden für ein paar Wochen zurückzuholen um mit ihm zu sprechen?"

Sie [Alice McKenzie] hat ihre Sicht und ich habe meine. Die Archäologen und Ornithologen stimmen mit mir auch überein. Ich möchte nicht wirklich in einen Showdown verwickelt werden", sagt Hall-Jones heute, 20 Jahre nach Erscheinen seines diesbezüglich kritischen Buches „Martins Bay". Margaret Leaker kämpft daher unbeeirt weiter für die Ansicht ihrer Großmutter. „Ihre vielen Berichte dieser Vorfälle sind sehr beschreibend und konsistent. Es ist interessant ihre Tagebücher zu lesen und zu realisieren, wie familiär sie mit der Vogelfauna die sie zu der Zeit umgab gewesen sein muss - auch wenn sie nicht alle beim Namen kannte." Natürlich ist sie sich im Klaren darüber, dass die vorherrschende wissenschaftliche Meinung zum Aussterben der Moa konträr zu der Sichtung ihrer Großmutter steht. „Sie glauben nicht wirklich, dass sie einen gesehen haben kann, aber es gibt so viele Sichtungsberichte im 19ten Jahrhundert in Neuseeland."

Von der Zeitung „The Press" befragte Wissenschaftler haben in der Tat wenig Hoffnung, dass der Vogel den Alice McKenzie sichtete ein Moa war. Dennoch schließen es einige auch nicht aus, so wie der Canterbury Museumskurator Dr. Paul Scofield. Aber es wäre „äußerst unwahrscheinlich". „Tatsache ist, dass es die konventionelle Weisheit ist, dass der Moa in 100 Jahren nach dem Erscheinen des Menschen auf Neuseeland im 12ten Jahrhundert ausstarb". Zwar gäbe es Hinweise, dass eine kleine Hochlandart bis um 1500 überlebt hat, aber „aktuelle Hinweise weisen darauf hin, dass alle Moa um 1500 ausstarben." Zudem käme hinzu, so Scofield, dass dieses Hochlandart am wenigsten auf die Beschreibung von McKenzie zutrifft. „Der Hochlandmoa had einige sehr sonderbare Charakteristika - zum Beispiel behaarte Beine - und war nur so groß wie ein Schaf." Die Farbe des gesichteten Vogels, weist stärker auf die Takahe hin, aber es gibt nach seiner Ansicht weitere Möglichkeiten. Zu dieser Zeit gab es gefleckte Kiwis von der Größe von Truthähnen in fraglichen Gebiet. Auch exotische Arten wie Emus und Strauße wurden in Teilen von Neuseeland in den späten 1800er Jahren ausgesetzt worden, da Experten die einheimischen Vögel verdammten. Auch Alan Tennyson, Fossilienkurator von Te Papa, bezweifelt einen Moa als Lösung. „Die hellblaue Farbe weist auf etwas ähnlich einer Takahe hin, die zu dieser Zeit dort vorhanden war, aber ihre Beschreibung passt auch nicht wirklich zu einer Takahe. Das ist das Problem mit dieser Art von Sichtung. Es wird niemals als definitiver Moa akzeptiert werden. Es ist offensichtlich eine interessante Sichtung und es klingt nicht als wäre es erfunden. Es klingt als hätte sie aufrichtig etwas dort gesehen." So jung könnte ihre Fantasie die Sichtung aber beeinflusst haben, speziell wenn sie sie erst Jahre später niederschrieb.

Dem Schlusssatz der Zeitung kann man sich letztlich anschließen: „Das Rätsel des „blauen Moa" ist mit der vergehenden Zeit leider unmöglich zu lösen. Aber wie die Bewohner um Loch Ness wissen, ist es gerade das, was eine gute Legende am Leben erhält."

The Press 

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