18 | 11 | 2017
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Elfenbeinspecht in Florida gesichtet und gehört

{mosimage}Forscher der Auburn University unter Leitung des Ornithologen Geoff Hill berichten im kanadische Online-Magazin Avian Conservation and Ecology über Hinweise auf den Elfenbeinspecht in einem Sumpfgebiet entlang des Choctawhatchee-Flusses in Florida. Unter den Hinweisen, die die Wissenschaftler gesammelt haben, befinden sich 210 Lautaufzeichnungen der Stimme sowie 99 Aufnahmen des charakteristischen „Doppelklopfens" des Spechts. Zudem sichteten Hill und andere Mitglieder seines Teams den eigentlich als ausgestorben geltenden Vogel insgesamt vierzehnmal in der Jahresmitte 2005 und erneut in den Monaten Dezember 2005 und April 2006, als man ein permanentes Camp nahe Geneva aufschlug.

Ich bin zu hundert Prozent sicher, dass ich einen Elfenbeinspecht gesehen habe," so Hill angesichts einer Sichtung im Januar 2006 gegenüber der Zeitung The Star. Er fügt hinzu, dass der Gruppe auch zwei Sichtungen eines fliegenden Pärchens gelangen. Hill glaubt, dass seine Funde in Choctawhatchee insgesamt stärker sind als die Beweise um überlebende Spechte in Arkansas oder Louisiana. „Ich denke, wir haben die besten Beweise die ein Überleben des Elfenbeinspechts möglich erscheinen lassen seit der Singer-Spur." Jene Spur war die letzte Sichtung eines Elfenbeinspechts aus Louisiana aus dem Jahr 1935. Ken Rosenberg, Direktor von Coservation Science vom Cornell Lab of Ornithology, meint, dass „diese Untersuchung sehr aufregend erscheint aber nicht definitiv ist. Einige der Audioaufnahmen klingen perfekt. In den Begriffen der Klarheit heißt das, es sind sehr nette Aufnahmen. Aber wenn man sie mit den Aufnahmen von 1935 vergleicht, sind sie nicht exakt." Dennoch hält er es für möglich, dass es dialektische Unterschiede sein könnten. Um die Situation zu klären, arbeitet das Cornell Labor eng mit den Auburner Wissenschaftlern zusammen.

Obwohl Hill über eine Kameraausrüstung verfügte, gelang es leider nicht ein klares Bild des Vogels zu schießen. „Wir waren dort draußen um zu beweisen, dass dort Elfenbeinspechte sind. Darin sind wir gescheitert. Es war dennoch ein Erfolg, da wir Hinweise haben." Obwohl das Team über umfangreiche Mittel verfügte, bedauert Hill die Umstände. „Hätten wir mehr Leute und Geld, hätten wir herausgefunden was diese Rufe und diese Doppelklopfe verursacht hat." Überzeugt ist er dennoch. „Ich kann mir nicht vorstellen, dass wir falsch liegen. Was sonst könnte so ein Geräusch machen? Nichts das wir aus der Natur kennen." Ohne eine klare Fotografie jedoch, erwartet er eine Menge an Kritik der er sich stellen möchte. Sein Ko-Autor Daniel Mennill von der University of Windsor in Ontario erwartet ebenfalls viele Fragen und viele Skeptiker, heißt gesunden Skeptizismus aber willkommen. Indirekte Unterstützung finden sie durch den Ornithologen Professor Jerome A. Jackson von der Florida Gulf Coast University in Fort Myers, Autor des Buches „In Search of the Ivory-Bill Woodpecker". Jackson kritisierte die Entdeckungen der Forscher aus Arkansas, da das Gebiet am äußeren Rand des bekannten Verbreitungsgebietes des Elfenbeinspechts liegt. „Das Herz des Elfenbeinspechtlandes ist Florida. Ich erwarte sie dort auftauchen zu sehen." So findet er die Funde von Hills Team zwar „sehr aufregend" aber „nicht schlüssig." Vielleicht mit ein Grund, warum das Fachjournal Nature es ablehnte ihren Bericht zu veröffentlichen.

Hill plant die Untersuchung fortzuführen und hofft auch durch die Offenlegung der gesammelten Daten über das Online-Magazin private und öffentliche Unterstützer zu finden. Sein Team plant noch in diesem Jahr zurückzukehren für eine Langzeituntersuchung. „Nun müssen wir zurückgehen. Nun ist es unsere Aufgabe die Quelle der Klopfe und Rufe zu finden und was genau diese großen Vögel sind."

Weitere und ausführlichere Angaben unter

AnistonStar
Avian Conservation and Ecology (Download der Forschungsdaten)

 

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