24 | 05 | 2017
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Kryptozoologie-Umschau 10

Umschau-LogoOckhams Rasiermesser ist das Sparsamkeitsprinzip in der Wissenschaft. Es besagt, dass von mehreren Theorien, die den gleichen Sachverhalt erklären, die einfachste zu bevorzugen ist. [...] Diese Regel wurde im 19. Jahrhundert zwar nach Wilhelm von Ockham (1285–1347) benannt, obwohl Ockham selbst nie ausdrücklich ein solches Prinzip aufgestellt und benannt hat, sondern es eher implizit in seinen Schriften gebraucht. [...] Die bekannteste Formulierung besagt, dass „Entitäten nicht über das Notwendige hinaus vermehrt werden dürfen“ (lat. Entia non sunt multiplicanda praeter necessitatem oder sine necessitate). Vereinfacht ausgedrückt bedeutet das:

  1. Von mehreren Theorien, die die gleichen Sachverhalte erklären, ist die einfachste allen anderen vorzuziehen.
  2. Eine Theorie ist im Aufbau der inneren Zusammenhänge möglichst einfach zu gestalten.

Das ockhamsche Sparsamkeitsprinzip fordert, dass man in Hypothesen nicht mehr Annahmen einführt, als tatsächlich benötigt werden, um einen bestimmten Sachverhalt zu beschreiben und empirisch nachprüfbare Voraussagen zu treffen. Ein Hintergedanke ist dabei auch, dass Hypothesen mit wenigen Annahmen einfacher zu falsifizieren sind als komplexere Hypothesen. Der Zusatz „Rasiermesser“ ist als Metapher zu verstehen: Die einfachste Erklärung ist vorzuziehen, alle anderen Theorien werden wie mit einem Rasiermesser wegrasiert. Nicht ganz klar ist bei Ockhams Rasiermesser, was einfach und kompliziert bedeutet. Es geht hier nach überwiegender Auffassung weniger um die einfache Nachvollziehbarkeit des Erklärungsmodells, als um die Art und Qualität der erforderlichen unüberprüfbaren Annahmen (Axiom). Im Zweifel wird die kürzeste Darstellung als die einfachste betrachtet. [...] Verallgemeinert ausgedrückt geht es bei Ockhams Rasiermesser darum, zu vermeiden, dass unnötige Hypothesen in die Welt gesetzt werden, dass es nicht erforderlich ist, mehrere Annahmen einzuführen, wenn eine weniger oder eine Annahme zur Erklärung genügt, und dass, wenn mehrere Hypothesen konkurrieren, diejenige zu bevorzugen ist, die mit der geringsten Zahl von Voraussetzungen auskommt, um etwas zu erklären. [...] Tatsächlich ist es so, dass Ockhams Rasiermesser erst dann angesetzt werden kann, wenn mehrere Theorien vorhanden sind, die die gewünschte Erklärung in gleicher Tiefe liefern können. Eine kompliziertere Theorie, die den Gegenstand besser erklärt, kann daher einer einfacheren vorgezogen werden. So ist die Relativitätstheorie komplizierter als die klassische Mechanik, kann aber auch mehr erklären. (Seite „Ockhams Rasiermesser“. In: Wikipedia, Die freie Enzyklopädie. Bearbeitungsstand: 10. Dezember 2009, 21:18 UTC. URL: http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Ockhams_Rasiermesser&oldid=67852458 (Abgerufen: 17. Dezember 2009, 08:51 UTC))

Soweit in Auszügen die wichtigsten Aussagen zu Ockhams Rasiermesser, als Grundlage warum Benjamin Radford das Foto des Minnesota-"Bigfoot" mit dem Messer zerstückelt sehen will. Squatcher präsentiert derweil eine ältere Stellungnahme der Smithsonian Institution zu Yeti, Bigfoot & Co., Loren Coleman widmet sich derweil einem Seeungeheuer im East Okoboji Lake, Richard Muirhead setzt seine Ausführungen zum Kawekaweau mit dem zweiten Teil fort, Lindsay Selby postet einen alten Zeitungsclip über eine ABC-Sichtung in England, Mark Chandler berichtet über die neueste Sichtung des Beast of Sydenham und Austin Whittall setzt seine Blogbeiträge zu patagonischen "Plesiosauriern" und "Fliegenden Kreaturen" mit Teil 2 beziehungsweise 3 fort.

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