26 | 07 | 2017
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Mit Lasern auf der Suche nach dem Elfenbeinspecht

{mosimage}Ein Forscherteam der Universität Maryland und des NASA Goddard Space Flight Center beendete eine zweiwöchige Expedition in das untere Flussdelta des Mississippi, einer Gegend die dem Elfenbeinspecht als Habitat passt. Dabei wurde ein Flugzeug benutzt, dass einen von der NASA entwickelten Laser Vegetation Image Sensor (LVIS) transportierte. Dieser hat die einmalige Möglichkeit, den dichten Wald zu durchdringen um die interne Struktur der Vegetation zu enthüllen sowie Informationen über das Terrain unterhalb des Waldbaldachins. Nunmehr arbeiten die Forscher daran, die Daten zu analysieren die während der Flüge gesammelt wurden und diese in eine Karte der Baldachinoberfläche, der Biomasse und anderen Abmessungen der Waldstruktur zu übersetzen, die man dazu benutzen könnte um Areale zu identifizieren wo der Elfenbeinspecht am ehesten gefunden werden könnte.

Das Kartenprojekt ist der jüngste Schritt in dem zweijährigen Bemühen weitere unwiderlegbare Beweise für das Vorkommen des Vogels zu finden. „Über mehrere Studien haben wir die Effizienz der Daten die durch Lidar [Light Detection and Ranging, Anm. d. Autors] für viele wissenschaftliche Zwecke generiert werden, Karbon-Sequenzierung, Feuermodelle und -voraussagen und Habitat-Charakterisierung," so der LVIS-Projektmanager Ralph Dubayah, Professor für Geographie an der Universität Maryland. „Lidar bietet Messungen der vertikalen Struktur des Baldachins und des Bodens. Dies hebt es von anderen sensuellen Systemen wie Landsat ab, die eine detaillierte horizontale Information bieten aber sehr wenig aussagen zum Beispiel ob ein grüner Fleck Wald kurz oder lang ist. Wir wissen, dass für die Habitat-Charakterisierung und -bevorzugung die vertikale Struktur des Baldachins von übergeordneter Wichtigkeit für viele Arten ist, den Elfenbeinspecht eingeschlossen."

Der Laser Vegetation Image Sensor enthält Laser, die Energiepulse zur Erdoberfläche senden. Lichtphotonen des Lasers prallen auf Blätter, Äste und den Boden und reflektieren zurück zum Instrument. Durch die Analyse dieser Signale erhalten Wissenschaftler eine direkte Messung der Höhe des blätterbedeckten Waldbaldachins, den Bodenlevel unterhalb und alles dazwischen. Das Maryland/Goddard-Projekt bietet den diesen Herbst neu aufgestellten Elfenbeinspecht-Suchteams detaillierte Karten der Habitate. „Die 3-dimensionale Karte der Baldachin-Struktur die währen dieser Flüge gesammelt wurden, werden großartig bei der fortgesetzten Suche nach dem Elfenbeinspecht helfen," so Michelle Hofton, der Verantwortliche für die Planung und Ausführung der Mission. „Diese lidar-Karten enthüllen die Einmaligkeit der Wälder und verifizieren die Wichtigkeit solche Areale zu beschützen als Habitat für den Elfenbeinspecht und andere Vögel und Tierarten."

Das Projekt wurde hauptsächlich durch den U.S. Fish and Wildlife Service und die U.S. Geological Survey gestützt und ist nur ein Beispiel für die breite Anwendung von lidar wie Bryan Blair von der NASA erklärt. „Diese Feldkampagne die LVIS-Daten nutzt, unterstützt Bodenaktiviäten und ist ein exzellentes Beispiel für eine Anwendung von lidar-Daten. Einige Projekte nutzen LVIS-Daten als Teil des Versuches Methoden zu entwickeln die unterschiedliche Typen von sensorischen Daten verschmelzen und diese kombinierten Daten auf ein wissenschaftliches Forschungsproblem anwenden oder, wie in diesem Fall, als operative Anwendung wie Vogelhabitate zu visualisieren." Das Team der Universität Maryland und der NASA hat bereits zuvor diese innovative Lasertechnik verwendet um Tierhabitate in alten Wäldern in den westlichen Staaten der USA und tropischen Regenwäldern zu untersuchen. Die Universität Maryland ist damit führend in der Anwendung derartiger Technik um Tierhabitate, Waldabholzung und andere Änderungen der Landoberfläche sowie Meeresspiegelerhöhungen und Klimaveränderungen zu untersuchen

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