27 | 06 | 2017
Hauptmenü
Translation
Kryptozoologie-Report
RSS
Partnerprojekte

Shunka Warak'in-Präparat wiederentdeckt

ThylacinuslogoDie Keller von Naturkundemuseen, Universitäten usw. sind wahre Schatzgruben, soviel ist bekannt. Wie viele neue Arten oder ungewöhnliche Schätze der Fauna hier noch zu entdecken sind, ist unbekannt. Und manchmal helfen diese Keller sogar, ungelöste kryptozoologische Geschichten einem Ende zuzuführen...

1886 erschoss der mormonische Großvater von Jack Kirby in Madison Valley (Montana, USA) eine wolfsähnliche Kreatur, die Nutztiere getötet hatte und die Bevölkerung in Angst und Schrecken versetzte. Die Hutchins-Familie zog 1880 in das Madison River Valley und gründete hier eine Ranch, vierzig Meilen nördlich der Kleinstadt Ennis (heute als Sun Ranch bekannt). Bald schon begegneten sie der geheimnisvollen Kreatur. Hutchins wurde eines Wintermorgens auf das Gebell der Hunde aufmerksam und sah ein wolfsähnliches, dunkelfarbiges Tier, dass die Gänse jagte. Er feuerte sein Gewehr, verfehlte es jedoch woraufhin es den Fluss hinunter lief. Mehrere Male wurde es darauf um die Ranch und zehn bis fünfzehn Meilen im Umkreis gesichtet. Die Beschreibungen, die von einem nahezu schwarzen Tier mit hohen Schultern und einem abfallenden Rücken ähnlich einer Hyäne sprachen, wurden schließlich bestätigt als im Januar Israel Ammon Hitchins wiederum durch die Hunde aufmerksam wurde und es ihm gelang die Kreatur zu erschießen.

Um was für eine Kreatur es sich jedoch handelte ist nicht überliefert worden. Der Kadaver wurde von Hutchins an den Taxidermisten Joseph Sherwood für eine Kuh verkauft, da der Rancher mit dem ersten verfehlten Schuß die eigene Kuh getötet hatte. Sherwood stellte das Tier schließlich seinem Lebensmittelladen und  "Museum" in Henry Lake, Idaho, als "ringdocus" aus. Danach verliert sich die Spur. Jahre später nahm sich Ross Hutchins, der Enkel des Ranchers, des Mysteriums an. Der Zoologe beschrieb das Tier 1977 in seinem Buch "Trails to Nature's Mysteries: The Life of a Working Naturalist" und spekulierte, dass es sich um eine aus einem Zirkus entlaufene Hyäne handeln könnte. Der nächste Zirkus, so merkte er zugleich an, war zu diesem Zeitpunkt jedoch hunderte von Meilen entfernt... Der Wissenschaftler sandte sogar eine detaillierte Beschreibung an die renommierte Smithsonian Institution, doch auch dort konnte es nicht identifiziert werden.
Alles was Ross Hichens blieb, war ein schwarzweißes Foto des ausgestellten unidentifizierten Tieres mit der Beschriftung des wissenschaftlich-klingenden Namens "Guyasticutus" (der Name einer mythischen Kreatur, die von Schaustellern erfunden wurde um Publikum anzulocken).

1995 erzählte der Ioway-Indianer Lance Foster dem Kryptozoologen Loren Coleman über ein mysteriöses Tier, genannt "shunka warak'in", dass sich nachts in die Lager schlich und Hunde stahl. Es sähe aus wie eine Art Hyäne und kreische wie ein Mensch, der umgebracht wird. Foster, der von der Geschichte um den "ringdocus" gehört hatte, dachte es handle sich um einen "shunka warak'in" und damit war ein Bezug zu indianischen Legenden hergestellt.

Die prähistorische Hyäne Hyaenodon montanus, der pleistozäne hyänenartige Borophagus oder einfach ein Wolf, viel wurde spekuliert, um was für ein Tier es sich handeln könnte. Jetzt, 121 Jahre nach der tödlichen Schuß, steht das Rätsel um den "ringdocus" wohl kurz vor der Lösung. "Ich habe die Geschichte nie angezweifelt," so Jack Kirby. Nach der Lektüre eines Halloween-Artikels über lokale ungeheuerliche Kretauren, machte er sich auf die Suche und fand das Ausstellungsstück schließlich im Idaho Museum of Natural History in Pocatello, dem die gesamte Sammlung von Joseph Sherwood überlassen wurde. Das Museum lieh es ihm und Kirby es nun zurück ins heimatliche Madison Valley History Museum, nicht ohne am Grab von Israel Ammon Hutchins Halt zu machen und ihm seine Kreatur nochmals zu zeigen.

Es ähnelt sehr stark einem Wolf, zeigt jedoch den beschriebenen hyänenartig abfallenden Rücken und einen ungerade-geformten Kopf mit einer schmalen Schnauze auf. Das Fell ist dunkelbraun, beinahe schwarz, mit helleren Arealen und einem schwachen Eindruck von Streifen auf der Seite. Es weist eine Kopf-Rumpf-Länge von 1,21 Meter und  68 bis 71 Zentimetern Schulterhöhe auf. Das präparierte Tier ist in einem erstaunlich guten Zustand und zeigt keine Anzeichen von Beschädigungen oder Zeiteinflüssen z. B. auf die Fellfarbe auf. Ein DNA-Test könnte sich also lohnen und Experten stehen hierfür zur Verfügung, doch Kirby ist sich nicht sicher ob er bereit ist das Mysterium seiner Familie zu beenden. "Wollen wir es wissen?" fragt er.

Der "ringdocus" wird ab Mai im neueröffneten Madison Valley History Museum zu bestaunen sein.

Bozeman Montana Local News (mit Bild)

Cryptomundo-Newsfeed
  • Environmental DNA (eDNA) analysis of ground nests attributed to sasquatch on Olympic Peninsula.

  • Monsters Among Us is a call in show about monsters, and the unexplained. On the latest episode, host Derek Hayes discusses a pair of U.F.O. sightings, a run in with possible MIB’s and yet another mirrored men encounter. ...

  • Jackie Christie, star of VH-1's Basketball Wives LA and wife of NBA Star Doug Christie, shares her childhood Bigfoot encounter in the Pacific Northwest.

  • These two fishermen faced down a sea monster in Casco Bay The creature had a long neck and a broad head held up, out of the water. It stopped 125 feet from their boat. Though they could see no eyes, they...

  • Cryptid Crate is the first and only monthly box subscription service tailored to fans of cryptozoology and the paranormal. Each month subscribers receive a carefully curated box stuffed with various themed items such as t-shirts, books, movies, collectables and much...

CFZ
Grundlagen
Letzte Forenbeiträge
Populärste Artikel