22 | 08 | 2017
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Wildkatzen wieder in Baden-Württemberg

Wie der Baden-Württembergische Landwirtschaftsminister Peter Hauk heute in Stuttgart verkündete, leben tatsächlich wieder Wildkatzen im „Ländle". Analysen der Forstlichen Versuchs- und Forschungsanstalt (FVA) in Freiburg bestätigten, dass zwei Tiere aus der Region Kaiserstuhl im Oberrheingraben sowohl die äußeren morphologischen als auch die genetischen Merkmale der Wildkatze (Felis silvestris) aufweisen und es sich somit nicht um beispielsweise verwilderte Hauskatzen handelt. Seit die wahrscheinlich letzten beiden Wildkatzen in Baden-Württemberg in den Jahren 1911 und 1912 bei Lienzingen im Enzkreis und in Leutershausen im Rhein-Neckar-Kreis erlegt wurden, gab es keinen gesicherten Nachweis ihrer Existenz im Land. Tot gefundene Katzen und Museumsmaterialien aus der Zeit nach 1912, erwiesen sich stets als gewöhnliche Hauskatzen.

Die beiden untersuchten Wildkatzen, ein männliches und ein weibliches Tier, waren im Rahmen des so genannten Wildmonitorings unter mehreren bei Verkehrsunfällen getöteten Katzen aufgefunden worden. Ihre genaue Herkunft ist unklar. Das letzte Rückzugsgebiet der Wildkatzen vor 1912 lag im Schwäbisch-Fränkischen Wald, in der Region Stromberg-Heuchelberg, im Schönbuch, auf der Ostalb und im Nordschwarzwald. Die beiden untersuchten Exemplare sind vermutlich aber aus den nahe gelegenen Vogesen eingewandert, wo es eine stabile Population gibt. Sichtungen, die man jedoch aufgrund der Verwechslungsgefahr mit der Hauskatze nicht verifizieren kann, wurden auch aus anderen Landesteilen unter anderem vor allem aus dem nördlichen Schwarzwald gemeldet. Ob außer diesen beiden Exemplaren noch weitere Wildkatzen im Land leben ist jetzt die Frage, die ein Diplomand im Auftrag der FVA klären soll.

SWR 

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