25 | 07 | 2017
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Bali-Tiger gesichtet?

Kryptozoologie-NewsNoch früher als das Aussterben des Java-Tigers kam das der Verwandten auf der Nachbarinsel Bali. Diese kleinste Unterart des Tigers (Panthera tigris balica) stand sowieso bereits aufgrund des noch begrenzteren Platzes unter Druck. Auch hier war die Hauptursache des Aussterbens wiederum hauptsächlich der Mensch mit seinem massiven Platzbedürfnis für Landwirtschaft und Wohnraum.

Wie andernorts kam zudem das Verlangen einiger Leute hinzu, den „gefährlichen“ Tiger in einem sehr unfairen „Kampf“ mittels Feuerwaffen aus sicheren Entfernung zu töten. Sehr schnell wurde die kleine Population daher in unzugänglichere Bergregionen abgedrängt. In der Mitte der dreißiger Jahre war die Zahl der in Museen und als Jagdtrophäe ausgestellten Bali-Tiger bereits größer als die der noch lebenden. Aufgrund des dann ausbrechenden zweiten Weltkriegs sind keine genauen Daten über den Bali-Tiger im fraglichen Zeitraum vorhanden. Es scheint daher so, dass die Art bis zum Ende des Kriegs dank massiver Bejagung durch die Einheimischen und die niederländischen Kolonialisten verschwand. Auch die Gründung des West Bali Nationalparks 1941 konnte hieran nichts mehr ändern. Das nachweislich letzte Tier wurde am 27. September 1937 bei Sumbar Kirma im westlichen Bali erlegt.

Dennoch gab es bis zum Ende der vierziger bis hinein in die frühen fünfziger Jahre unbestätigte Berichte, dass einige Tiger noch im westlichen Bali existieren. Diese Gerüchte wurden mit der Zeit immer weniger, bis sie schließlich ganz aufhörten. Erst 1965 startete der schwedische Zoologe Kai Curry-Lindahl eine Suchexpedition, die ernüchtenderweise ergebnislos verlief. 1972 wurde die Debatte über die fortwährende Existenz des Bali-Tigers erneut aufgenommen. Zwei Touristen hatten über ihre Konversation mit balinesischen Angehörigen des Forstministeriums erzählt, die ihnen von mindestens einem erst kürzlich gesichteten Tiger berichteten. 1975 wurden zoologische Untersuchungen von Zentral- und West-Bali durchgeführt, wiederum ohne Ergebnis. 1980 verkündete der WWF, dass Klauenspuren an einem Baum gefunden wurden, in etwa in der Höhe in der ein Tiger sie machen würde. Bestätigt werden konnte diese Mutmaßung jedoch nicht. Seitdem sind 27 Jahre ohne weitere Meldungen vergangen, daher bleibt der Status des Bali-Tigers weiterhin: ausgestorben.

Jetzt kommen erneut Berichte über einen Tiger aus Bali. Ein ganzes Dorf ist demnach in Sorge vor Angriffen eines Tigers, der bereits mehrere Hunde und eine Ziege verletzt und/oder getötet haben soll. Ein Einwohner der Gemeinschaft von Dauh Siong bei Lumbung Kauh nahe Tabanan (West-Bali) behauptet, ein Tiger habe seinen Hund angegriffen. I Made Pariawan Mardika (37 Jahre) erzählte Beritabali.com diese Geschichte. Demnach sah er den Tigerangriff am 04.08.2010 und beschrieb das Tier als etwa einen Meter hoch und rund 70 Kilogramm wiegend. Mardika war in etwa 200 Metern Entfernung von seinem Haus um 9 Uhr morgens gerade am Gras schneiden für seine Nutztiere, als sein Hund der ihn ständig begleitete plötzlich verschwand. Um 11 Uhr kam er zurück aufs Feld und schrie nach seinem treuen Begleiter, als er ihn schließlich jaulen hörte. Der Laut führte ihn auf eine freie Lichtung, wo er einen "rot-orangenen Tiger mit gelben Akzenten und schwarzen Streifen" sah der in die Hinterläufe seines Hundes biß. Geschockt konnte Mardika nicht schreien (was vermutlich besser für ihn war) und so sah er den Tiger mitsamt seiner Beute im Dschungelgebiet von Tukad Balian Patok Nagasari verschwinden.

Noch am selben Tag kam sein Hund jedoch schwer verwundet zurück nach Hause mit Bißwunden und teilweise kahlem Fell. Das Tier verweigere nun, das Haus zu verlassen. Ein weiterer, möglicherweise zusammenhängender Fall, betrifft die Ziege von Made Sumadi (gleichfalls 37 Jahre) des benachbarten Banjar Nagasari. Das Tier wurde tot entdeckt mit Bißspuren im Nacken und den Hinterbeinen.

Einige spekulieren, dass die Tigersichtungen auf unbestätigte Freilassungen einstmals gefangener Katzen einige Jahre zuvor durch Bali's Conservation Society (KSDA) zurückgehen könnten. Die Behörden nehmen die Berichte aufgrund der möglichen Gefährdung natürlich ernst, weshalb der Polizeichef Nyoman Suarnata eine Untersuchung anordnete. Erst am 08.08.2010 sandte die KSDA ein Expeditionsteam aus um nach mysteriösen Tigern um Lumbung Kauh in West Selemadeg zu suchen. Suarnta bestätigte, dass die Suche auch in den Gemeinden Dauh Siong und Nagasari stattfanden.

Bislang fehlt jedoch jeder weiterer Hinweis.

Nessie als Botschafterin des Highland-Tourismus 2010 vorgeschlagen

Dracontologie-LogoNessie sells… denn der schottische See Ness ist zwar sowieso wunderschön, besticht aber durch ein angeblich darin hausendes Monster für viele Menschen noch mehr. Und so wurde das weltberühmte Seeungeheuer nun wegen seiner Verdienste um den Tourismus für den Highlands and Islands Tourism Award vorgeschlagen. Normalerweise wird die kurze Liste der Kandidaten nicht veröffentlicht, doch in diesem Fall machte man eine Ausnahme um eine Debatte zu initiieren. Die Vorsitzende des Award-Teams Elizabeth Mackintosh dazu: „Nessie hat über die Jahre einen bedeutenden Einfluss auf das positive Profil der Highlands und Islands weltweit erbracht und vielleicht sollten wir deshalb ernsthaft in Betracht ziehen diese Nominierung für HITA’s Highland Botschafter des Jahres 2010.“ So wurde unter anderem Nessie für die fortwährende Unterstützung seit über 1500 Jahren, die Anziehung von Touristen und die Unterstützung von Gemeinden im ganzen Norden Schottlands vorgeschlagen.

Die Nominierung kommt allerdings auch nicht zuletzt wegen der Kritik an Inverness, die Monsterlegende zu nutzen um die Besucherzahl zu erhöhen. Problematische Stimmen gibt es jedoch bereits jetzt, denn den Preis an Nessie auszuhändigen wird als schwierig erwartet.

Kryptozoologie-Umschau 60

Umschau-LogoUnlängst kamen Gerüchte auf, dass irgendwann in der Zukunft Filmaufnahmen im Fernsehen veröffentlicht werden sollen, in dem unglaubliche 15(!) Individuen von „Cadborosaurus wilsi“ zu sehen seien. Im Zuge dessen präsentierte Kollege Coleman zwei Presseartikel von November 1934 über einen mysteriösen Kadaver der auf Henry Island nahe Prince Rupert (British Columbia, Kanada) angeschwemmt wurde. Da zu dieser Zeit „Caddy“ in aller Munde war, wurde der ungewöhnlich aussehende Kadaver auch entsprechend in dessen Nimbus aufgenommen. Wie in derartigen Fällen üblich wurde zunächst über eine „Große Seeschlange“, ein „Seeungeheuer“ und dergleichen spekuliert. Zur Verwirrung trug zudem bei, dass Dr. Neal Carter (Direktor der Dominion Fisheries Experimental Station), der erste Wissenschaftler vor Ort, aufgrund „roten Fleisches“ eine Identifikation als Fisch ausschloss. Einige weitere Expertenmeinungen folgten, darunter die mögliche Identifikation als Steller Seekuh und eines Riemenfischs. Letztlich gelangten Teile des Kadavers (darunter auf jeden Fall Wirbelknochen und Hautreste) zum „biologischen Experten“ Dr. W. A. Clemens von der regierungseigenen biologischen Station in Nanaimo. Dessen Untersuchung ergab schließlich, dass es sich um einen Riesenhai (Cetorhinus maximus) handelte. Der Kadaver von Henry Island bzw. Prince Rupert reiht sich damit also wie diejenigen von Querqueville oder Girvan zu den sogenannten Pseudoplesiosauriern ein. Mehr Informationen zum hier präsentierten Kadaver sind für einen eigenen Artikel auf Kryptozoologie-Online in Planung. Bis dahin habe ich einige Hinweise und Informatione auf Cryptomundo (im Blogartikel und in den Kommentaren) hinterlassen.

Kryptozoologie-Umschau 59

Umschau-LogoDa Richard Freeman in der heutigen Kryptozoologie-Umschau so nett über riesige Krokodile plaudert, ist das eigentlich eine gute Gelegenheit an Mahamba zu erinnern. In seinen gesammelten Reiseberichten über den Kongo, berichtet der belgische Entdecker John Reinhardt Werner von einem gewaltigen Krokodil. Werner hatte mit seinem Boot auf einer größeren Sandbank angelegt um für sein Essen einige Enten zu schießen. Er erkletterte einen Sandhügel, und keine fünfzig Meter von seiner erhöhten Position entfernt erblickte er die Enten. Doch genau auf halbem Weg zwischen ihm und seiner Beute lag das gewaltigste Krokodil, dass er je gesehen hatte. Nach den Vergleichen zwischen der Dampfmaschine seines Bootes und dem Krokodil kam er auf eine ungefähre Größe von sage und schreibe fünfzehn Metern, während er die Körperhöhe des Reptils auf etwa 1, 20 Meter schätzte. Kaum zwei oder drei Tage später lief der Abenteurer auf einer Sandbank auf. Nachdem sich nur noch ein knapper Meter Wasser unter dem Kiel des Bootes befand, wackelte es ungewöhnlich heftig und wäre nicht der niedrige Wasserpegel gewesen, hätte er beinahe angenommen ein Flusspferd gerammt zu haben. Urplötzlich rannte ein nach seinen Angaben etwa zwölf Meter langes Krokodil, offenbar unangenehm von seinem Boot getroffen, schnell ins tiefere Wasser. All diese Berichte veranlassten den bekannten Kryptozoologen und Kongo-Reisenden Roy Mackal auf seinen Expeditionen auf der Suche nach Mokele-Mbembe, die Einheimischen auch über Riesenkrokodile zu befragen. Sie bestätigten in der Tat die Existenz eines solch großen Krokodils, dass sie in ihrer Sprache (Lingala) "Mahamba" nannten und klar von "nkoli", dem hier lebenden Nilkrokodil (Crocodylus niloticus) unterschieden. Aber vielleicht trennten die Einheimischen diese Tiere nur wegen der auffälligen Größenunterschiede? Nicht ganz der neueste Artikel zugegeben und einiges würde der Autor heute auch anders schreiben, aber trotzdem interessant: Mahamba - Riesenkrokodil in Afrika.

Groß- oder Hauskatze in Ontario fotografiert?

Kryptozoologie-LogoDer neueste Bericht des St. Catharines Standard wird vermutlich für Diskussionen sorgen. Bereits im April nahm die Kamerafalle eines Jägers nahe Wainfleet eine offenbar nachtschwarze Katze auf. Berichte und körnige Fotos einer angeblichen Großkatze gab es schon zuvor, sogar ein mittels DNA-Analyse bestätigter Puma soll sich in der Gegend herumtreiben bzw. herumgetrieben haben. „Für mich sieht es wie ein Leopard oder möglicherweise ein Jaguar aus,“ so der Veterinär Graham Crawshaw vom Zoo Toronto. „Aber der Maßstab kann immer verwirrend sein.“ John Greer von der Welland Humane Society pflichtet dem bei. „Im ersten Augenblick würde ich sagen es ist definitiv keien Hauskatze. Aber Entfernungen und Blickwinkel in diesen Fotos und Videos können überraschende Tricks für deine Augen spielen.“ Das musste er erst kürzlich lernen, als er das ihm übergebene Video eines Einwohners an Rick Rosatte übersandte. Selbiger ist dem Puma von Ontario seit über vier Jahren im Auftrag des Ministry of Natural Resources auf der Spur. Rosatte meinte unlängst sogar trotz skeptischer Stimmen genug Beweise für die Existenz der Art im kanadischen Staat zu haben. Einige sind sich alle darin, dass das aktuelle Foto sicherlich keinen melanistischen Berglöwen zeigt. Denn bislang gibt es keinerlei Beweise überhaupt für die Existenz dieser Farbvariante in dieser Art.

Kryptozoologie-Umschau 58

Umschau-LogoZur zweitägigen Gründungskonferenz der International Society of Cryptozoology wurde als erstes die oft gestellte Frage diskutiert, was Kryptozoologie ist (und mit was sich die Gesellschaft zukünftig befassen sollte). Nachdem eine längere Debatte über die Definition und die bislang verwendeten literarischen Begrifflichkeiten entstand, einigte man sich schließlich in Erweiterung der bestehenden Begriffsbestimmung darauf, dass Kryptozoologie „auch die mögliche Existenz von bekannten Tieren in Gebieten in denen sie nicht erwartet oder bekannt (weder jetzt noch in der Vergangenheit) sowie auch das unbekannte Weiterbestehen ausgestorben gedachter Tiere in die Gegenwart oder die jüngste Vergangenheit" enthalten solle. Einigkeit bestand darin, dass ein Tier nicht „unbekannt" oder „ausgestorben" sein muss, um für die Kryptozoologie von Interesse zu sein. Es muss vielmehr „unerwartet" sein. Damit enthalten sind also auch bekannte Arten drastisch außerhalb ihres angenommenen Verbreitungsgebietes oder anders ausgedrückt noch vorhandene und gut bekannte Arten, die als nicht in einem bestimmten Gebiet lebend registriert sind. Ohne Frage ist das ganze an sich ist ein interessantes und für die Recherche zu Kryptiden auch zu beachtendes Gebiet. Aber letztlich sind die meisten Meldungen z. B. über Großkatzen WEIT außerhalb ihres Verbreitungsgebietes ehrlicherweise oftmals doch nichts weiter als entlaufene Tiere, Verwechslungen, Einbildungen u. ä. Und  selbst wenn nicht - eine wirkliche Population bildet ein einzelnes Tier auch nicht (und eine neue unbekannte Art steckte bislang in den seltensten Fällen dahinter). Von solchen Hot Spots wie Großbritannien also einmal abgesehen - sind Raubkatzen z. B. in Deutschland also ein schönes Sommerlochthema... Innocent

Cryptomundo-Newsfeed
  • Matt Moneymaker: Here's photo of real sasquatch in Washington State. An elk hunter witness at recent Colorado town hall says the one he saw almost identical.

  • Where Bigfoot Walks is a spectacular, moving, and witty narrative exploration of not only the phenomenon of Bigfoot, but also the human need to believe that something is out there beyond the campfire, and that wildness remains as well.

  • This feature length documentary by Mountain Beast Entertainment chronicles the search for the legendary Bigfoot by filmmaker and adventurer Justin Chernipeski.

  • A new film titled Invasion on Chestnut Ridge (from the creators of the just-released documentary, The Mothman of Point Pleasant) now has a trailer. “Invasion” tells the true story of one of the more bizarre places in America, and the...

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