24 | 11 | 2017
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Kryptozoologie-Umschau 52

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Da Glen Vaudrey im Blog des CFZ den "Coje ya menia" kurz vorstellt, wollten wir dies aufgreifen und mit einem Auszug auf unseren eigenen Artikel "Langzahn ist nicht tot: Säbelzahnkatzen in Afrika?" hinweisen:

Ilse von Nolde, die sich mehr als zehn Jahre in Afrika aufhielt, befragte unzählige Eingeborene im Stromgebiet des Kuango (Angola), wobei sie immer wieder charakteristische Merkmale in den Beschreibungen fand. 1939 veröffentlichte sie ihre über ein Jahrzehnt gesammelten Erkenntnisse in einem Aufsatz mit dem Titel „Der „Coje ya menia“. Dieser Name ist die wörtliche Übersetzung eines Kumbundu-Wortes26 ins Portugiesische und bedeutet soviel wie „Löwe des Wassers“. Dr. Ingo Krumbiegel, studierter Zoologe und einer der ersten deutschen Autoren die ernsthaft kryptozoologische Thematiken aufgriffen, berichtet dazu in seinem Werk „Von neuen und unbekannten Tierarten“:

[...] Gleichmäßig und sachlich, ohne Neigung zur Sensation, berichten die Eingeborenen von jenem Tiere, es sei ein unerbittlicher Feind der Nilpferde und etwas kleiner als diese. Wie das Nilpferd lebe es im Wasser, könne aber ebenso gut an Land gehen. Wenn der Quanzafluß zur Regenzeit geschwollen ist, wandern die Tiere in die Nebenflüsse und Lagunen. Sie führten eine nächtliche Lebensweise, und von den Flussgegenden schalle nachts ihr Gebrüll. Die Nilpferde gehen ihnen aus dem Weg und verlassen das Revier. Merkwürdig ist die ganz präzise Angabe, dass das Tier die Nilpferde wohl tötet, indem es fürchterliche Wunden schlägt, das Opfer aber nicht frisst. [...]

Einmal begegnete Frau v. Nolde sogar einem Eingeborenen, der Sandalen aus Nilpferdhaut anhatte. Auf ihre erstaunte Frage, ob er das Tier selber erlegt hatte, bekam sie die Antwort der „Coje ya menia“ hätte es getötet. Jenes Tier wurde von seiner körperlichen Erscheinung her als etwas kleiner als ein Flusspferd und mit langen Stoßzähnen oder den Eckzähnen eines Raubtiers ausgestattet beschrieben. Der detaillierteste Bericht über diesen „Wasserlöwen“ stammt von einem portugiesischen Lastwagenfahrer, der gehört hatte, dass ein „Coje ya menia“ in der vergangenen Nacht ein Flusspferd am Fluss entlang gejagt habe. Entschlossen machte sich der Mann mit einigen Eingeborenen auf die Suche, was letztlich nicht schwer war, da man nur dem zertretenen Gras und dem aufgeworfenen Erdreich folgen musste. Die Abdrücke die der Verfolger hinterließ, beschrieb der Portugiese als kleiner im Vergleich zum Flusspferd und an Elefanten-Fährten erinnernd (also vermutlich eher rundlich). Nach mehreren Stunden fand man das tote Flusspferd schließlich inmitten eines furchtbaren Schlachtfeldes. Der Körper des Tieres war völlig zerfetzt und mit langen Schnitten bedeckt „als sei er mit der Catana (dem Buschmesser) zerhauen“. Die detaillierte Beschreibung des Fundortes bzw. des Fluchtweges hätte diesen (und manch anderen) Punkt klären können., genauso wie auch nähere Angaben zu den Spuren des „Coje ya menia“ überaus hilfreich gewesen wären. So hätte der Abstand der Fußspuren für die Verifizierung der Fortbewegungsweise des Verfolgers äußerst aufschlussreich sein können. Statt präziserer Angaben erwähnte der Portugiese jedoch, dass die Spuren „Zehen unter dem Ballen“ aufwiesen, was die Sache statt leichter nur noch komplizierter machte. Auch die zurückgelegte Wegstrecke während der Verfolgung wären eine wertvolle Hilfe zur näheren Identifikation des Angreifers gewesen, doch auch hier gibt der Bericht keinerlei detailliertere Angaben. So blieben leider nur allerhand Mutmaßungen wie zum Beispiel ob der Angreifer das Flusspferd zu Tode gehetzt oder erst im letzten Moment angesprungen hatte oder gar auf dem armen Tier wie auf einem Pferd ritt, bis es tot zusammenbrach. Vielleicht war der Portugiese aber ja letztlich in seiner Beschreibung des Kadavers (Der Körper des Tieres war völlig zerfetzt und mit langen Schnitten bedeckt „als sei er mit der Catana (dem Buschmesser) zerhauen“.) ja wesentlich näher an der Wahrheit als er dachte?

Kryptozoologie-Umschau 51

Umschau-LogoEin Aspekt der Kryptozoologie ist natürlich auch, dass man gefundene bzw. wissenschaftlich beschriebene und somit ehemalige Kryptide auch gezielt schützen kann. Der Großteil solcher Tiere dürfte natürlich sowieso von vornherein gefährdet, weil selten, sein. Daher gehört es zum Bestreben einiger Personen bereits vorweg Kryptide in entsprechende Schutzmaßnahmen aufzunehmen. Prominentestes Beispiel ist das Loch Ness Monster, von dem kürzlich enthüllt wurde, das man es zeitweise unter Polizeischutz stellte. Auch Nessies Kollegin Storsjöodjuret (kurz Storsie) aus dem See Storsjön in Jämtland (Schweden) stand längere Zeit unter dem Schutz der Bezirksbehörden. Während in beiden Beispielen der Kryptid tatsächlich „unter Schutz“ stand, fordert man dies im Fall von Bigfoot nun erneut (2007 bspw. gab es bereits ähnliche Ansinnen). Den Editoren von Field&Stream ging ein entsprechender Brief des Lesers Odie Ellis zu, der forderte den Kryptid in die Liste der durch den Endangered Species Act (ESA) geschützten Tierarten aufzunehmen und dies mit Hilfe des Jagdmagazins bzw. dessen Leserschaft. Den ausführlichen Brief kann man auf der Webseite von Field&Stream lesen.

Die Intention ist verständlich und führt weitere bzw. bekannte Argumente ins Feld wie sie seit Jahren in der mitunter hitzigen Debatte zwischen Vertretern der Pro- und Kontra-Seite eines Bigfoot-Abschusses (z. B. um einen Holotypus zu erhalten) bestehen. Für dieses Ansinnen müsste man aber wohl den ESA selbst modifizieren, denn um unter diesen zu fallen müsste Bigfoot ein tatsächlich existierendes Tier sein (was man auch 1977 wohl schon von offizieller Seite festgestellt hat). Diese Frage will Ellis nicht erörtern und führt stattdessen neben der kulturell-ideologischen Sicht von Bigfoot u. a. die Auflistung vermutlich bereits ausgestorbener Arten in der Liste als Argument auf. Unter Missachtung dessen, dass diese Bigfoot eines voraus haben – sie sind/waren eben tatsächlich existierende Tiere.

Ob da eine von Ken Hulsey in den Raum gestellte Initiative von Jägern und Kryptozoologen viel weiterhilft?

 

Kryptozoologie-Umschau 50

Umschau-LogoGerade im Fachbereich Hominologie gibt es Themen, die wie sonst keiner den Menschen ob seiner eigenen Stellung im Tierreich berühren. Eine alte Spekulation ist es, dass die sogenannten "Wilden Männer", "Wildmenschen", Almasti usw. möglicherweise auf eine Kreuzung zwischen Mensch und Affe zurückgehen. Neu aufgegriffen hat diese Idee nun Pravda.ru, nachdem kürzlich in der Kemerovo-Region Russlands ein "Bigfoot" (der Begriff an sich ist falsch, da Bigfoot einen Kryptiden aus Nordamerika bezeichnet) aus einem Fluss gerettet worden sein soll. Es gäbe zahlreiche derartiger Berichte auch in der Region Abkhazia, wo ein "Bigfoot" und seine Nachfahren wohnen sollen. Und so spekuliert die Pravda.ru jüngst, dass möglicherweise der Ursprung dieser Wesen auf das Institute of Experimental Pathology and Therapy (IEPT) in Abkhazia und die Forschungen des Ilya Ivanov zurückgehen könnten. Im folgenden eine kurze Zusammenfassung (ohne Gewähr) dessen, was man hierüber im Internet lesen kann: Der Wissenschaftler, der sich sehr für Hybriden wie z. B. den Zesel oder das Zubron interessierte, spielte mindestens schon seit 1910 mit dem Gedanken auch die nah verwandten Menschenaffen und Menschen zu kreuzen. Nach diversen Experimenten und Fehlschlägen in Afrika kehrte er 1927 mit einem guten Dutzen Schimpansen in die Sowjetunion zurück und versuchte dort in der neu gegründeten Affenstation des heutigen IEPT in Sukhumi weiter zu arbeiten. Hier fassten er und andere Forscher den Plan freiwillige Helferinnen mit dem Sperma der Stationsaffen zu befruchten. Dieser Plan kam jedoch letztlich nicht zur Ausführung, da 1929 der letzte zeugungsfähige Affe der Station verstarb und Ivanov seine politische Rückendeckung verlor. Folgt man den Ausführungen von Pravda.ru, wäre es Ivanov entgegen dessen doch gelungen seine Experimente durchzuführen und dies zudem erfolgreich.

Kryptozoologie-Umschau 49

Umschau-LogoDas Leben ist kurz, weniger wegen der kurzen Zeit, die es dauert, sondern weil uns von dieser kurzen Zeit fast keine bleibt, es zu genießen.

Jean-Jacques Rousseau

In diesem Sinne jammert der Autor diesmal nicht über mangelnde Zeit, sondern präsentiert schlicht ohne weiteren Kommentar die Links:

Kryptozoologie-Umschau 48

Umschau-LogoDer Riemenfisch (Regalecus glesne) ist ein bandförmiger, sehr langer Meeresfisch aus der Ordnung der Glanzfischartigen (Lampriformes). Er kommt weltweit in allen Ozeanen zwischen 72° nördlicher Breite und 52° südlicher Breite vor, auch im Mittelmeer. Sein Lebensraum reicht von 20 bis 1500 Metern Tiefe. Im Guinness-Buch der Rekorde wird er als längster Knochenfisch geführt. Riemenfische können elf Meter lang werden, bleiben aber normalerweise bei einer Länge von drei Metern. Ihre maximale Länge ist wie bei anderen Tieren (z. B. den Riesenschlangen) Gegenstand diverser Diskussionen.

Das maximale veröffentlichte Gewicht liegt bei 272 kg. Ihr Körper ist bandartig schmal und lang, mit Punkten sowie blauen und schwarzen Streifen auf silbrigem Grund. Der Kopf ist bläulich, die sich fast über die ganze Körperlänge erstreckende Rückenflosse dagegen leuchtend rot. Sie wird von etwa 400 Weichstrahlen gestützt. Die zehn bis zwölf Hartstrahlen bilden einen roten Dorsalkamm auf dem Kopf. Bei Erregung werden diese an den Enden verdickten und nur an der Basis durch eine Flossenmembran verbundenen Strahlen gespreizt. Die Bauchflossen bestehen nur aus einem einzigen, sehr langen, riemenartigen Flossenstrahl. Riemenfische haben 40 bis 58 Kiemenreusenstrahlen.

Natürlich hat es einen Grund, warum ich hier Wikipedia zitiere um den Riemenfisch vorzustellen (Seite „Riemenfisch“. In: Wikipedia, Die freie Enzyklopädie. Bearbeitungsstand: 12. Mai 2010, 12:18 UTC. URL: http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Riemenfisch&oldid=74261669 (Abgerufen: 15. Mai 2010, 09:32 UTC)).

Unlängst wurde an der Westküste Schwedens in der Nähe des Hafenstädtchens Lysekil, ein rund dreieinhalb Meter langer Riemenfisch angeschwemmt. Aufgrund der relativen Seltenheit dieser Fische fand dieser Fund ein Echo in der Presse und so kam es auch, dass diverse krytozoologische Webseiten sich dieses Kadavers annahmen. Der/Die ein oder andere wird sich nun vielleicht fragen, was ein toter (wissenschaftlich anerkannter) Fisch mit Kryptozoologie zu tun hat. Die einfache Erklärung: aufgrund ihrer Größe und ihres Aussehens sind Riemenfische ein Ursprung für diverse Seeschlangensichtungen. Dabei sollte man aber einen Fehler vermeiden, der einen allzuleicht in Versuchung führt - man darf dies nicht pauschalisieren, diese Tiere sind keineswegs die Erklärung für alle dieser Sichtungen.

Kryptozoologie-Umschau 47

In der Kryptozoologie-Umschau 29 bemitleidete ich noch unsere gute alte schottische Freundin: "Keiner denkt an die gute alte Nessie! Keiner! Echt toll! Echt! Das hat sie nicht verdient". Und nun in der Kryptozoologie-Umschau 47 ist sie seit Tagen wieder überall präsent. Nicht das man einen vor kurzem noch lebenden Plesiosaurier am Ufer von Loch Ness gefunden hätte... Nein, man beschäftigt man sich mit der Historie der Kreatur. So präsentierte uns das schottische Nationalarchiv die Gedanken der ortsansässigen Polizei, die sich damals Sorgen machte wie man das Seeungeheuer schützen könnte (kurioserweise übrigens ist der Schutz von kryptiden Seeungeheuern nicht nur in Schottland ein Thema). Und an diesen wenigen Informationen und dem darauf folgenden Medienecho merkt man, dass der Name "Nessie" immer noch zieht... Aber genug davon, es folgen die Links:

Cryptomundo-Newsfeed
  • For many, the Abair Incident (examined in Small Town Monster's Beast of Whitehall) was simply a string a Bigfoot sightings spread over one week in 1976. However, investigators of the paranormal know that something far more bizarre was taking place....

  • Sophie, a young volunteer, meets her kindred spirit in Roxie, a girl with a life threatening medical condition and a unique wish to meet Bigfoot.

  • For decades -possibly, centuries- the Fouke Monster has stalked the creeks, roads and waterways of Miller County, Arkansas. Now, learn some of the lesser-known tales of run-ins with the furious beast that inspired one of the most influential horror films...

  • Tonight on Midnight in the Desert at 9PM PT Wed Nov 8 – Robert Gimlin – Original Bigfoot Footage

  • The world of pop culture is filled with mysterious creatures. From boogeymen to wendigos, all manner of strange and unusual beings exist in TV and film, their origins often unknown.

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